Montag, 6. Februar 2012

Peta-Aktivisten „scheuen keine Straftaten“

Das Hamburger Landgericht hat nun in einem Urteil bestätigt, dass es zulässig sei zu sagen, dass Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta Deutschland „Straftaten nicht scheuen".

Theo Müller steht wieder unter Strom

Der Molkereibesitzer plant mit 72 Jahren eine Großinvestition bei Sachsenmilch. Es soll ein Kraftwerk sein, aber bitte nicht mit Sonne.

Sonntag, 5. Februar 2012

Mafia macht sich in italienischer Agrarbranche breit

In Italien ist die Mafia auch in der Agrar- und Lebens-mittelbranche aktiv. Das hat kürzlich die gerichtlich angeordnete Beschlagnahmung von illegal erworbenen Immobilien und Agrarflächen im Wert von 25 Mio. Euro in der sizilianischen Provinz Trapani gezeigt.

Samstag, 4. Februar 2012

EU-Absatzförderung auch für private Marken

Die Europäische Kommission will nicht länger ausschließen, dass unter der EU-Absatzförderung künftig auch private Marken beworben werden könnten. Das geht aus einem Entwurf der Mitteilung zur Reform der EU-Absatzförderung hervor, der aktuell unter den Abteilungen der Kommission besprochen wird.

Landwirtschaftsministerin auf Milchviehbereisung

"Milchvieh ist wichtige Säule ländlicher Räume – Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf ist erfreut über die gute und stabile Lage auf dem Milchmarkt. Das sagte sie heute (3. Februar) am Rande einer Milchviehbereisung in den Kreisen Pinneberg und Steinburg, die vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. organisiert wurde. ""Die Perspektiven sind gut, die schleswig-holsteinische Milchwirtschaft expandiert weiter, die Milcherzeuger nutzen die Möglichkeiten, die der Markt derzeit bietet"", sagte die Landwirtschaftsministerin.

Wohin steuert unsere Landwirtschaft? - Video

Was werden wir morgen essen? Sollte die EU einen genaueren Blick darauf werfen, was wir auf unserem Teller haben? Und, den Bio-Gedanken im Hinterkopf,- wohin steuert unsere Landwirtschaft?

Um auf diese Fragen Antworten zu finden, sprechen wir heute bei I-TALK mit Dacian Cioloş, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Entwicklung.

Freitag, 3. Februar 2012

Fonterra kritisiert geplante Milchmarktreform

Als Schritt in die falsche Richtung bezeichnet der Molkerei-konzern Fonterra die neuen Vorschläge der neuseeländischen Regierung zur Regulierung des Milchmarktes. Diese will weitere Massnahmen zur Förderung des Wettbewerbs auf dem Milchmarkt umsetzen. Die Regierung sieht unter anderem vor, dass Fonterra künftig 5 anstelle von 4 Prozent seiner erfassten Milchmenge zu einem fixierten Preis an kleinere, unabhängige Wettbewerber abgeben muss. Zudem muss der nach eigenen Angaben grösste Milchverarbeiter der Welt detaillierte Informationen zur Milchpreisgestaltung der Öffentlichkeit preisgeben. 

Wer in Deutschland die Milch macht

Mit der Fusion von Humana und Nordmilch ist die größte deutsche Molkerei entstanden. Doch der Milchmarkt in Deutschland ist gesättigt, und die neue Deutsches Milchkontor GmbH muss den Sprung ins Ausland schaffen. 

Landwirtschaftsminister will mehr Licht

Niedersachsen Agrarminister Gert Lindemann (CDU) wirbt für Rinder-Auslaufställe. So müssten die Tiere nicht mehr das ganze Jahr angebunden sein.

Agrarstaatssekretär Ripke (CDU) vertritt als Kreistagsvorsitzender Resolution gegen Großmastanlagen

Schlachthof Wietze gehen die Lieferanten aus - Die Landtagsgrünen sehen die Akzeptanz für große Massentierhaltungsanlagen bei Landwirten und Verbrauchern immer mehr schwinden. Christian Meyer unterstützt die Forderung von immer mehr niedersächsischen Landkreisen, die sich zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger vor krankheitserregenden Keimen für eine Einschränkung des Bauprivilegs für Massentierhaltungsanlagen einsetzen. So hatte sich am Montag dieser Woche der Heidekreis mit Agrarstaatssekretär Ripke (CDU) als Kreistagsvorsitzenden in einer Resolution einstimmig gegen "erhebliche Belastungen für Mensch und Umwelt" durch Großmastanlagen ausgesprochen und eine Bundesratsinitiative des Landes für mehr kommunale Mitbestimmung gefordert.

Grünes Licht für die zwölf Betriebe

Im Ehrmann-Fall sind zwölf der 26 gesperrten Schweinemastbetriebe wieder freigegeben. Weitere fünf müssen zusätzliche Untersuchungen abwarten.

Bauern bangen weiter um ihre 'faire Milch'

Im Streit um 'Die Faire Milch' hat das Oberlandesgericht München die für Donnerstag vorgesehene Bekanntgabe seines Urteils kurzfristig auf 1.März verschoben. 

Appell an Sozialverantwortung - Butterei-Schließung: CDU schreibt an DMK-Aufsichtsrat

Warburg/Rimbeck (NW). Mit einem Schreiben wendet sich nun auch der CDU-Stadtverband Warburg wegen der geplanten Schließung der Butterei im Milchwerk Rimbeck (die NW berichtete) der Deutsches Milchkontor (DMK) an den Aufsichtsratsvorsitzenden Otto Lattwesen.
"Die Sorge der Mitarbeiter, ihren Arbeitsplatz zu verlieren oder durch Umsetzungen soziale Härten auszulösen, beschäftigt auch uns als politisch Handelnde innerhalb der Stadt Warburg und dem Kreis Höxter sehr", heißt es darin.

WELTERNÄHRUNG - Globale Mobilmachung

José Graziano da Silva, 62, neuer Chef der Uno-Hilfsorganisation FAO, will den Hunger besiegen, die Spekulation eindämmen und die Landwirtschaft radikal umbauen. 

SPIEGEL: Wie führt die Abschaffung der Subventionen zu weniger Hunger?

Da Silva: Ein Beispiel: Als die USA im Sommer 2011 das Ende ihrer Subventionen für Pflanzentreibstoff beschlossen haben, sank sofort der Preis für Mais. Das war in armen Ländern, etwa in Zentralamerika, wo Mais der Ernährung von Mensch und Tier dient, augenblicklich zu spüren; ebenso in Ostafrika. Die US-Entscheidung wirkte sich direkt und positiv auf die Ernährungssituation aus. 

Milchhöfe im Check - Guter Bauer, böser Bauer

Ist Bio einfach besser? Pumpen konventionelle Milchbauern ihre Kühe mit Chemie voll? Wenn's um Landwirtschaft geht, gibt es viele Vorurteile, viel Halbwissen. Wie unterscheiden sich Biobauern tatsächlich von ihren Kollegen? SPIEGEL ONLINE hat zwei Höfe besucht - und Überraschendes gefunden.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Experten warnen vor Unruhen wegen Land Grabbing

Ausländische Investoren kaufen immer mehr fruchtbare Gebiete und Wälder in Afrika. Wissenschaftler und private Institute warnen deshalb vor Unruhen. In diesem regelrechten Kaufrausch würden oft die Rechte der einheimischen, armen Bevölkerung ignoriert, heisst es in der am Mittwoch in London veröffentlichten Studie der Organisation RRI (Rights and Resources Initiative).

Rabobank erwartet Wachstum am Weltmilchmarkt

Am Weltmilchmarkt stehen die Zeichen auf Wachstum. Von dem "goldenen Zeitalter " werden aber nicht alle Marktteilnehmer in gleichem Maße profitieren. Nach einer Studie der niederländischen Rabobank wird der Milchmarkt in den nächsten fünf Jahren weltweit um 2,4% jährlich zulegen. Das wird zu anhaltend hohen Preisen für Milch und Milchprodukte führen.

Das Wachstum wird jedoch zwischen den Kontinenten und Marktsegmenten sehr ungleich verteilt sein. Etwa 80% des Zuwachses werden sich nach Einschätzung der Rabobank-Analysten in den boomenden Schwellenländern abspielen, wie China und Indien sowie in Südostasien. Die steigende Nachfrage auf den knapp versorgten Märkten werden die klassischen Exportregionen übernehmen müssen. 

Remmel für Verlängerung der EU-Zuckermarktordnung

Der Widerstand gegen ein Auslaufen der europäischen Zuckermarktordnung schon 2015 gewinnt an Stärke. Auch Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Johannes  Remmel  hält die von der EU-Kommission vorgeschlagene Übergangsfrist für „definitiv zu kurz". Der Grünen-Politiker bezeichnete es bei der Mitgliederversammlung des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes (RRV) am Mittwoch vor rund 500 Landwirten in Bergheim als „fach- und sachgerecht", die EU-Zuckermarktordnung noch bis 2020 laufen zu lassen. 

Paris erlaubt Produktkennzeichnung ''GVO-frei''

Nach der bereits 1997 eingeführten Positivkennzeichnung für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel dürfen ab 1. Juli dieses Jahres in Frankreich Produkte, die ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt wurden, mit dem freiwilligen Hinweis „GVO-frei" gekennzeichnet werden.

FrieslandCampina übernimmt Molkereiunternehmen Imlek und Mlekara Subotica in Südost-Europa

Zugang zu zirka 76 Millionen Kunden - Imlek entfaltet seine Aktivitäten unter diversen Markennamen in Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und in der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien. Mlekara Subotica ist in Serbien aktiv. Zusammen mit den bereits bestehenden Aktivitäten von FrieslandCampina in Ungarn, Rumänien und Griechenland verschafft dies dem Konzern Zugang zu insgesamt etwa 76 Millionen Kunden in der Region. Die  Akquisition wird mit Fremdkapital finanziert werden. FrieslandCampina wird von Lazard und Raiffeisen Investment AG beraten.

Namibia: Milchproduzenten verlangen Schutz

Windhoek – Bereits am 24. November des vergangenen Jahres hatte der Verband der namibischen Milchproduzenten ein Gesuch an das Handelsministerium gerichtet, mit der Bitte dass die Regierung etwas zum Schutz der hiesigen Milchindustrie unternehme, da diese einer teilweise subventionierten Konkurrenz ausgeliefert sei.

Lindemann fordert den gläsernen Bauernhof

Gert Lindemann (CDU) im Abendblatt-Interview: Landwirte müssen sich dem Verbraucher öffnen, um Akzeptanz für ihre Arbeit wiederzugewinnen.

Sie sprechen vom bestandsbetreuenden Landwirt. Inwieweit gibt es den noch? Man hört, dass große Ställe zunehmend für Investmentgesellschaften und Hedgefonds attraktiv sind.

Lindemann: Ich kenne das in erster Linie aus meiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der BVVG (Bodenverwertungs und -verwaltungs GmbH, d. Red.), wo wir für die Vermarktung der großen Agrarflächen in den neuen Bundesländern zuständig waren. Da gibt es, so mein Eindruck, ein erhebliches Interesse großer Fonds, - nicht bei der BVVG, aber bei Privatleuten - zu kaufen und auch viel Geld zu investieren.

Mittwoch, 1. Februar 2012

CH: Kanton Wallis greift Milchproduzenten finanziell unter die Arme

Da der Preis, der Bauern für Konsummilch erhalten, derzeit sehr tief liegt, will der Walliser Regierungsrat Jean-Michel Cina die Bauern mit 900'000 Franken unterstützen. Ausserdem soll dank verschiedener Massnahmen die Situation der Milchproduzenten mittel- und langfristig verbessert werden.

DMK erwartet stabilen Milchpreis für Landwirte

Deutschlands größtes Molkereiunternehmen erwartet für die ersten Monate des Jahres einen stabilen Milchpreis. «Wir werden mit 30 Cent plus X ins Jahr starten», sagte ein Sprecher des Deutschen Milchkontors (DMK) am Dienstag in Bremen.

Einkommen bei den Milcherzeugern nach wie vor hinter den Erwartungen

Den milcherzeugenden Landwirten im Landkreis Waldshut fehlten im Jahre 2011 7,6 Cent pro Liter zu einem vollkostendeckenden Milchpreis. Dies ergab eine Kostenanalyse, die der hauptberuflich angestellte Berater Tobias Stucke (Diplom-Agrar-Ingenieur) bei der Hauptversammlung des Vereins „Landwirtschaftlicher Beratungsdienst Milchviehhalter Waldshut" im Dogerner „Hirschen" vorlegte.

"Genossenschaften als Zukunftsmodell"

NEUMARKT: "Wer die Wirtschaft in den Entwicklungsländern ankurbeln will, muss dort ansetzen, wo die Kompetenzen liegen: Die Landwirtschaft hat dabei eine Schlüsselposition." so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Neumarkter Europaabgeordneten Albert Dess, Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion. und Martin Kastler, Entwicklungspolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. 

„Mit dem Milchpreis geht‘s gerade so“

„Es rechnet sich einfach nicht mehr", sagt Heidemarie Scholze, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Oberhavel/Barnim. Das betrifft vor allem Bauern, die „ihre Milchviehanlagen Jahr um Jahr auf Verschleiß gefahren haben, weil sie kein Geld für einen neuen Melkstand haben", sagt Heidemarie Scholze.

Im Januar 2009 bekamen die Bauern in Oberhavel 22,25Cent pro Liter, vor einem Jahr gab's 31,5Cent, das deckte gerade mal die Herstellungskosten. Heute kommt man bei der Milchproduktion „gerade so über die Runden", sagt Landwirt Paul Paries aus Klein-Mutz. „Aber wir wissen nicht, ob es so bleibt." Hinzu kommt, dass die Preise für Dünger, Diesel und Elektrogeräte stetig steigen. Selbst das Futter fürs Vieh ist um 20 bis 25 Prozent teurer geworden.

Allgäuland stellt ab heute Produktion von Frischmilch-Produkten ein

Zum heutigen 1. Februar stellen die Allgäuland Käsereien die Produktion ihrer sogenannten „weißen Linie" ein und wollen nur noch Käse herstellen. Quark, Joghurt oder auch Milch werden ab sofort nicht mehr hergestellt.

Hochdorf: Sinkender Umsatz, aber Rekordwert bei Pulverprodukten

Die Hochdorf-Gruppe erwirtschaftete im 2011 einen konsolidierten Bruttoumsatz von 346,6 Mio. Franken, was einem Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dänemark will politisch motivierte GVO-Anbauverbote ermöglichen

Dänemark will den EU-Mitgliedstaaten gestatten, im Laufe des EU-weiten Zulassungsverfahrens für ein bestimmtes Produkt mit dem Hersteller zu vereinbaren, dass das nationale Territorium ganz oder teilweise von der Anbauzulassung ausgenommen wird.