Müssen wir billige Milch von heute morgen teuer bezahlen!?
Eine Sammlung von Infos und Links zum Thema Agrarpolitik abseits des Mainstream
Donnerstag, 9. Februar 2012
Mehr Geld für Bio-Produkte
2011 erhielten Bio-Landwirte in Deutschland mehr Geld für viele ihrer Produkte. Das hat die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) bekannt gegeben. Grund dafür seien die Erzeugerpreise für Bio-Getreide, -Fleisch-, -Milch und –Eier. Diese seien 2011 wegen geringen Getreideernten, gestiegenen Produktionskosten und hoher Nachfrage gestiegen.
Westfleisch schränkt Antibiotikaeinsatz ein
Westfleisch schränkt den Einsatz von Antibiotika bei Schweinen für das Programm "Tierwohl" ein. Ab 2013 dürfen Schweine, die im Rahmen der Aktion Tierwohl vermarktet werden, ab 40 kg Lebendgewicht keine Antibiotika mehr erhalten.
BMELV fördert Export-Seminare für kleine und mittelständische Unternehmen der Ernährungswirtschaft
Die Exportorganisation "Food - Made in Germany" (FMIG) bietet mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ab 1. März 2012 die Seminarreihe "Das ABC des Food-Exports" für kleine und mittelständische Unternehmen der Ernährungswirtschaft zur Erschließung ausländischer Märkte an. Die Erschließung zusätzlicher Exportmärkte dient auch dem Erhalt und der Stärkung unserer ländlichen Räume.
Angst vor Öko-Zwang
Nun fordere die EU auch noch die Stilllegung von sieben Prozent der Flächen, die dringend zum Nahrungsmittelanbau gebraucht würden, so Schneider kürzlich bei der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen in Gernsheim.
Rabobank: Konzerne sollen Landwirte weltweit unterstützen
Die Rabobank schlägt vier Ansätze für eine entsprechende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Landwirten vor: Erstens sollten die Firmen langfristige Investitionen in den Zugang zu Inputs wie Dünger, Maschinen, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln anregen sowie das Wissen über die gute fachliche Praxis bei den Landwirten fördern. Dazu gehöre auch, die Regierungen zu einer Abschaffung von Handelsbarrieren aufzufordern und sich für den Freihandel einzusetzen.
stern TV findet gefährliche Keime in Schweinefleisch
Nach dem Hühnerfleisch-Skandal nun auch resistente Bakterien im Schweinefleisch: stern TV hat gemeinsam mit dem stern Schweinefleisch aus deutschen Supermärkten getestet. Das Ergebnis ist erschreckend.
"Wir brauchen kein zweites Agrarbündnis in Bayern"
Kreisobmann Helmut Bruckner: "Wir brauchen kein zweites Agrarbündnis in Bayern. Wir haben eines, den Bauernverband. Nur ein starker Einheitsverband kann unsere Stimme sein." Ein positiveres Außenbild sei dafür unabdingbar: "Wir dürfen uns nicht kaputt reden."
Agrarexporte: 'Sachlichkeit statt Polemik'
Anfang der Woche hatte das "Agrarbündnis Bayern" den Bauernverband scharf angegriffen. Angesichts der Vorwürfe zu Agrarexporten und intensiver Bewirtschaftung mahnt der BBV jetzt zur Sachlichkeit.
Aigner will Stallbau beschränken
"Wir planen klare Obergrenzen für große gewerbliche Anlagen", sagte ein Sprecher von Ministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch der dpa.
Mineraldünger: Hersteller drosseln Produktion
Mehr Angebot als Nachfrage: So stellt sich derzeit die Situation am Mineradüngermarkt dar. Anfang Februar meldet der weltweit größte Phosphatproduzent und einer der größten Kalihersteller, die Stilllegung beziehungsweise Drosselung weiterer Produktionskapazitäten. Die beiden weltweit größten Kaliproduzenten, die kanadische Potash Group und das russische Unternehmen Uralkali, haben ihre Produktion wegen der sich abschwächenden globalen Nachfrage ebenfalls gedrosselt.
Gericht verhandelt nach Molkerei-Blockade über Schadenshöhe
Der Schadenersatzprozess um die Blockade einer Großmolkerei in Sachsen vor dreieinhalb Jahren geht in die letzte Runde. Das Landgericht Bautzen verhandelt am 21. Februar über die Höhe des Schadenersatzes, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Bereits 2010 hatte das Oberlandesgericht Dresden entschieden, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), der Landesbauernverband Brandenburg sowie weitere an dem Protest Beteiligte Schadenersatz zahlen müssen.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Youtube - Ende für die Gentech-Knolle | Politik direkt
Begründung: Die Widerstände aus Bevölkerung und Politik seien einfach zu massiv gewesen. Die Gentechnik-Gegner jubilieren, die Politik hält sich vornehm zurück, und viele Forscher beklagen wieder einmal die Technikfeindlichkeit der Deutschen.
Müller-Milch übernimmt großen britischen Frischmilchlieferanten
Der Milchkonzern Müller hat sich die Mehrheit an einem der größten britischen Frischmilchlieferanten gesichert. Als Ergebnis eines Übernahmeangebots verfügt der Konzern nun über 93,9 Prozent der Anteile von Robert Wiseman Dairies, wie die in Luxemburg sitzende Unternehmensgruppe Theo Müller am Dienstag mitteilte.
Dienstag, 7. Februar 2012
70 Prozent der Milchbauern geben auf
Die Zahl der Milchviehbetriebe im Kreis Warendorf hat sich in 20 Jahren enorm verringert. Zählte man 1990 noch 1301 Höfe mit 20 696 Kühen, so waren es 2010 nur noch 381 Betriebe mit 12 834 Tieren – 70 Prozent weniger.
Daimler verärgert Landwirte mit Werbeslogan
"Mehr als 200 Pferde und weniger Emissionen als eine Kuh" - mit diesem Slogan hat der Autobauer Daimler Landwirte gegen sich aufgebracht. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes ein "unerträglicher Fehlgriff".
Ciolos erwartet GAP-Einigung nicht vor 2013
EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş rechnet frühestens für das erste Halbjahr 2013 mit einer Einigung zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
FrieslandCampina senkt Garantiepreis für Februar
Der Molkereikonzern FrieslandCampina hat seinen Garantiepreis für Februar 2012 im Vergleich zum Vormonat um 0,75 Euro auf 35,75 Euro/100 kg Milch gesenkt. Das Unternehmen begründete dies mit seiner Erwartung, dass die durchschnittlichen Auszahlungspreise für Erzeugermilch in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Belgien im Februar etwas niedriger sein würden als im Dezember 2011.
Backhaus verspricht weiterhin hohes Engagement für den Ökolandbau
Ein weiterhin „hohes Engagement" für die Biolandwirtschaft in seinem Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till B a c k h a u s zugesichert. Ziel sei es, die Stabilisierung und Entwicklung des ökologischen Landbaus auf hohem Niveau voranzubringen. Bis 2013 sollen 10 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) ökologisch bewirtschaftet werden.
Große Höfe benachteiligt
Wenn 20 Prozent der Betriebe 80 Prozent der Fläche bewirtschaften, sei es nur gerecht, dass sie auch 80 Prozent der Zahlungen erhalten. In Sachsen-Anhalt waren dies 2009 insgesamt 452 Millionen Euro.
Dies sieht auch der Landesbauernverband so: "Jede Art von Ungleichbehandlung ist nicht zu tolerieren", sagt Präsident Frank Zedler.
Milchwerk Rimbeck - CDU wendet sich an das DMK
Warburg (wrs) - Der CDU-Stadtverbandsvorstand in Warburg hat sich mit einem Schreiben an den Aufsichtsrat des Deutsches Milchkontor GmbH gewandt. Die Christdemokraten setzen sich damit gegen eine geplante Schließung der Butterei im Milchwerk Rimbeck ein und fordern die Verantwortlichen auf, ihre unternehmerische Sozialverantwortung wahrzunehmen.
Italien: Mafia in der Agrarbranche aktiv
Rom - 5,6 Prozent, jährlich 12,5 Milliarden Euro, verdient die Mafia mit Geschäften in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die "Agrarmafia" bereichert sich nicht nur unmittelbar in der Landwirtschaft.
DMK Strückhausen: „Schließung Aktionismus“
Der Betriebsrat des Deutsches Milchkontors hat dem Management sein Gutachten zur neuen Werksstruktur vorgelegt. Er fordert den Erhalt des Standorts Strückhausen. Die Betriebsräte und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisieren darin das Gesamtkonzept von DMK als wirtschaftlich zu wenig durchdacht. Gerade bei der Milchpulververarbeitung müssten Optionen für die Zukunft offen gehalten werden. „Aktionismus lohnt sich nicht", sagt Brümmer.
Molkerei-Fusion erfolgreich – Hansa Milch Upahl steigerte Produktion
Herr Manfred Remus, Vorstand der Hansa-Milch AG berichtete, dass im Jahr der Umsatz auf 396 Millionen Euro und damit um 11 % gegenüber dem Jahr 2010 gesteigert werden konnte. Der Milchpreis stieg gegenüber den Vorjahren um 18,5 %. Das führte zu einer deutlichen Entspannung auf dem Milchmarkt.
Montag, 6. Februar 2012
DMK: Klares Signal für den Standort Neubörger
Das Deutsche Milchkontor (DMK), zu dem die Molkerei gehört, wird rund eine Million Euro am Standort Neubörger investieren. Wie Fricke zusammen mit dem Sprecher der DMK-Unternehmensführung, Hermann Cordes, erläutert, soll eine zweite Abfülllinie für Milchfrischprodukte in Eimern installiert werden und im Sommer in Betrieb gehen. Im Gegenzug werde eine der Abfüllanlagen für Becher stillgelegt. Nach den Worten Frickes gewinnt für Neubörger die Belieferung für Großverbraucher beziehungsweise die Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung.
Sonnleitners Doppelstandart: „Zuckermarktordnung bis mindestens 2020 fortführen“
Klientelpolitik im Einheitsverband? „Die geltende Zuckermarktordnung ist mindestens bis zum Jahr 2020 fortzuführen. In dieser Zeit müsse die deutsche Landwirtschaft gemeinsam mit der Zuckerwirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit der Rübenproduktion weiter verbessern." Dies forderte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Mitgliederversammlung des Rheinischen Rübenbauerverbandes in Bergheim.
Freispruch für Amflora-Gegner angezweifelt
Das Landgericht Neubrandenburg hat zwei Aktivisten am Freitag vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen. Sie hatten 2009 in Bütow Ökosetzkartoffeln auf das Versuchsfeld der BASF geworfen, wo einen Tag später die Pflanzung der GVO-Kartoffel Amflora beginnen sollte.
Butter: Weniger Geld für private Lagerhaltung
Brüssel - Der EU-Verwaltungsausschuss hat vergangene Woch beschlossen, wieder Beihilfen für die private Lagerhaltung von Butter zu zahlen. Die Sätze sinken jedoch um bis zu 25 Prozent.
Kopenhagen bringt Bewegung in die Gentechnikdebatte
Die dänische EU-Ratspräsidentschaft will den Mitgliedstaaten gestatten, im Laufe des EU-weiten Zulassungsverfahrens für ein bestimmtes Produkt mit dem Hersteller zu vereinbaren, dass das nationale Territorium ganz oder teilweise von der Anbauzulassung ausgenommen wird. Weigert sich das Unternehmen, würde über die Ausnahme im Komitologieverfahren entschieden.
Ökologische Vorrangflächen: Eiweißpflanzen statt Stilllegung
Die geplanten ökologischen Vorrangflächen sind nicht als Stilllegung, sondern für eine extensive Nutzung oder den Anbau beispielsweise von Eiweißpflanzen gedacht. Das hat Georg Häusler , der Kabinettchef von EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş , dem baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Alexander Bonde versichert.
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