Donnerstag, 18. Oktober 2012

Für Transparenz und Entflechtung in der Agrarpolitik

CDU-Agrarpolitiker unter den Top-Ten bei den Nebeneinkünften. So sind mit Franz-Josef Holzenkamp und Norbert Schindler gleich zwei CDU-Agrarier unter den TOP Ten vetreten, dicht gefolgt von Johannes Röring – ebenfalls CDU. Zusätzlich zu ihren Abgeordnetenentschädigungen haben Holzenkamp und Schindler allein in dieser Legislaturperiode mindestens um die 200.000 Euro aus anderen Tätigkeiten bezogen. Die massive Interessenverflechtung der genannten CDU-Politiker, sei dabei mindestens genau so brisant wie die Summen der Nebeneinkünfte an sich. „Bei Holzenkamp, Schindler und Röring verschwimmen die Grenzen zwischen Haupt- und Nebentätigkeit", so Ostendorff, „Es ist überhaupt nicht mehr erkennbar, welchen Hut sie aufhaben." 

Getreidepreise werden weiter steigen

Europas zweitgrößter Agrarhändler Agravis rechnet angesichts weltweit knapper Erntemengen und spekulationsanfälliger Märkte mit weiter steigenden Preisen. „Wir haben Märkte ohne Moral. Die Preise für Nahrung werden schwanken und insgesamt nach oben gehen."

Das ruinöse Milch-Sprit-Verhältnis

Die Milch macht's nicht mehr – so war das WDR 5-Stadtgespräch in der Aula der Realschule Olpe überschrieben. „Momentan steht die Liquidität der Branche auf dem Spiel. Die Preise müssen wieder angepasst werden."

Capital: Der Käsekonzern

Der Betrieb in Edewecht ist nicht nur die größte Käserei Europas, sie ist auch Teil eines einzigartigen Experiments. Experten prognostizieren einen Anstieg von einem Prozent pro Jahr. Das hört sich wenig an, aber jedes Prozent bedeutet 1,4 Milliarden Kilogramm Milch mehr - eine Menge, die von den übersättigten, schrumpfenden Heimatmärkten Europas nicht einmal annähernd aufgenommen werden kann. Bleibt als einziger Ausweg das Ausland.

Bauern überreichen Resolution an Deutsches Milchkontor GmbH / Erlöse decken kaum noch Kosten

Krechtmann betonte, dass sich die Bauern diesmal nicht mit zwei Cent mehr abspeisen ließen – „da muss mehr kommen".

Faire Preise gefordert

Auch ein BDM-Team aus Oberberg beteiligte sich an der Aktion und besuchte die Molkerei Campina Friesland in Köln, um hier ihre Forderungen bekannt zu machen. „Wir wollen uns nicht länger mit Positivprognosen für eine Markterholung hinhalten lassen. Davon können wir unsere Rechnungen nicht bezahlen, es müssen nun konkrete Taten folgen!" 

„Binnenmarkt und Weltmarkt sind für uns wichtig“ - DBV im Gespräch mit französischen Milchbauern der FNPLP

Der französische Milchbauernverband Fédération Nationale des Producteurs de Lait (FNPL) und der Deutsche Bauernverband (DBV) kamen bei einem Treffen in Deutschland zu der gemeinsamen Überzeugung, dass die weitere Wettbewerbsorientierung des europäischen Milchmarktes der richtige Weg für die Milchbauern in Europa ist.

„Der Staat sollte sich aus dem Milchmarkt heraushalten“ - Arla zum Gespräch beim Deutschen Bauernverband

Folgart und Jørgensen waren sich darin einig, dass eine wettbewerbsorientierte Milchproduktion auf den landwirtschaftlichen Betrieben und eine gute Positionierung der Molkereiwirtschaft auf den deutschen, europäischen und weltweiten Märkten einen nachhaltigen Milchpreis sichern müssen.

Emmis "Shoppingtour" setzt sich fort - Beteiligung an Bio-Molkerei

Emmi beteiligt sich an der ostdeutschen Bio-Milch-Verarbeiterin Gläserne Molkerei. Der Schweizer Branchenprimus will damit seine Position in Deutschland stärken und vom dortigen Bio-Boom profitieren.

Nun doch: EU-Kommission fährt Anteil von Biokraftstoff zurück

Nach langwierigen Protesten von Klimaschützern und Entwicklungshelfern senkt die EU-Kommission ihre Quote für Biokraftstoff auf Nahrungsmittelbasis.

Milchmarkt International: Preissprung bei Vollmilchpulver

Der Preisindex für die sieben gehandelten Milchprodukte hat um 1,8 Prozent zugenommen. Während das Vollmilchpulver einen Preissprung machte, brachen die Käsepreise ein.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

EMB Newsletter Oktober 2012

-Kanada: Verteidigt unsere Instrumente der Angebotssteuerung!
-Neue Broschüre stellt einiges über Genossenschaften klar
-Schlimme finanzielle Situation bei den niederländischen Milcherzeugern
-Holländische Supermärkte kürzen Lieferantenpreise
-Frankreich: Hunderte Milchbauern solidarisieren sich mit angeklagten Kollegen
-Mehrheit für die Quotenabschaffung schwindet
-EMB-Agenda

Montag, 15. Oktober 2012

US-Dürre treibt Milchpreise

Hauptgrund für die Hausse ist die schlimmste Dürre in den USA seit mehr als 50 Jahren - die mit der Milch nun ein weiteres Lebensmittel verteuert. Starke Preissteigerungen bei Agrarrohstoffen schüren die Furcht vor Hungersnöten und Protesten, wie es sie etwa 2007 und 2008 gegeben hatte. 

Sonntag, 14. Oktober 2012

Europäische Molkereien pochen auf Marktorientierung

Die Quoten müssten verschwinden; sie dürften nicht durch eine andere Form der Angebotssteuerung ersetzt werden. Wie der EDA auf Anfrage klarstellte, richtet sich seine Kritik insbesondere gegen Ideen, die derzeit im Europaparlament diskutiert werden. 

Zusammenarbeit steigert die Effizienz

Wissenschaftler der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass die Effizienz in der Wertschöpfungskette Milch durch die Zusammenarbeit von Milcherzeuger und Molkerei gesteigert werden kann. Die Mengenreglung scheint ein geeigneter Anknüpfungspunkt für die engere Zusammenarbeit zu sein, da die Bereitschaft für eine gemeinsame strikte Mengenplanung gegeben ist, solange jährliche Anpassungen möglich sind.

Freitag, 12. Oktober 2012

Lindemann: „Staatliche Hilfen für Milchbauern unrealistisch“

Sinnvoller sei, dass die Betriebe sich etwa in Genossenschaften organisierten, um mehr Marktmacht zu erhalten. Die Gefahr, dass Großkonzerne zunehmend die Kontrolle über den Markt übernehmen würden, wie es von der Opposition behauptet worden sei, sehe er nicht. 

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Rukwied: Sorgen wegen „Greening Plan“ – Sonst gute Stimmung

Trotz gestiegener Preise für Kraftstoff und Futtermittel seien die Bauern in Deutschland zuversichtlich, sagte Rukwied. Sie hätten praktisch bei allen Produkten, darunter Getreide, Milch, Schweine- und Rindfleisch, höhere Preise erzielen können. 

DBV: Diskussion um Telleroder Tank ist „schräg“

Joachim Rukwied und Helmut Lamp, die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutschen Bundesverbandes BioEnergie (BBE), forderten die deutschen und europäischen Politiker auf, weiter auf eine nachhaltige Bioenergieerzeugung zu setzen. Aufgebaute Wertschöpfungsketten und Marktzugänge dürften nicht "wegen einer schrägen öffentlichen Diskussion um Teller oder Tank" zerstört werden, betonte Rukwied. 

Samstag, 6. Oktober 2012

ISN: Werden Meldungen von Schlachtgewichten manipuliert?

„Um einen weiteren Preisanstieg zu verhindern, soll offenbar mit allen Mitteln eine Vollversorgung suggeriert werden", so Quaing weiter.

Brauchen wir Erdbeeren aus China?

Chinesische Erdbeeren Ursache für Brechdurchfall in deutschen Schulen - Es war das Erdbeerkompott

Seit zehn Tagen rätseln Mikrobiologen, was die bisher größte lebensmittelbedingte Krankheitswelle in Deutschland ausgelöst hat. Nun gibt es eine heiße Spur: Grießbrei mit Erdbeerkompott. Die Erdbeeren kommen offenbar von weither.

Freitag, 5. Oktober 2012

Folgart: Molkereigespräche mit Hochwald und frischli

In beiden Gesprächen wurde deutlich, dass der Milchauszahlungspreis nach erfolgten Frischmilchverhandlungen ab November dieses Jahres deutlich ansteigen werde. Milchpräsident Folgart bekräftigte die Grundssatzforderung des DBV nach Milchauszahlungspreisen, die den eigenen Milchlieferanten ein ökonomisch nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen.

Wenn der Milchpreis nicht steigt, muss die Betriebsgröße wachsen

Der Kreislandwirt aus Friedlin weiß von den existenziellen Ängsten seiner Kollegen. 27 Cent pro Liter - das hört sich zunächst recht gut an. Vor zwei Jahren hatte der Preis ein Rekordtief von 22 Cent erreicht. Seither sind auch die Produktionskosten in die Höhe geschossen. Die ausufernden Kosten können in erster Linie nur über die Masse aufgefangen werden.

Rabobank prognostiziert Rekord-Agrarpreise für 2013

Im Zuge einer weltweiten "Agflation" werden die Preise für landwirtschaftliche Produkte spätestens im ersten Quartal 2013 ein neues Allzeithoch markieren und sich auch in den kommenden zwölf bis 24 Monaten auf einem sehr hohen Niveau bewegen. 

Landgrabbing: Sechsfache Fläche Deutschlands an Investoren verkauft

Agrarland von fast der sechsfachen Fläche Deutschlands ist nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam in den vergangenen zehn Jahren weltweit an häufig ausländische Investoren verkauft oder verpachtet worden. 

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Österreichs Agrar- und Umweltminister wegen Parteienfinanzierungsverdacht in Erklärungsnot

Im Korruptions-Untersuchungsausschuss des österreichischen Parlaments mussten am Dienstag der langjährige Geschäftsführer der AMA Marketing GmbH (= CMA der Alpenrepublik) Dr. Stephan Mikinovic sowie Agrar- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich als Auskunftspersonen unter Wahrheitspflicht zu den üppigen Regierungsinseraten der letzten Jahre aussagen.

Bayer verliert Streit um Genmaispatente in den USA

Bayer hat in einem Patentstreit mit dem US-Chemiekonzern Dow Chemical eine Niederlage erlitten. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen Biotech-Patente von Bayer zu dem Bakterium Bacillus Thuringiensis. 

Zehntausende landlose Bauern marschieren nach Neu Dehli

Mit ihrem Protest wollten die mindestens 35'000 armen Bauern, Fischer und Ureinwohner aus ganz Indien auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen.
stranten fordern das Recht auf ein Stück Land für Jedermann. 

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Deß gegen "grüne" Vorschläge

"Bauern wollen ihre wertvollen Böden bewirtschaften und nicht stilllegen. Sie wollen produzieren und für die Menschen in Europa und darüber hinaus eine sichere Lebensmittelversorgung gewährleisten", so Deß abschließend.

Pronsfeld - Molkerei-Fusion unter Dach und Fach

Die Übernahme der Milch-Union Hocheifel (MUH) durch die Arla Foods ist vollzogen. Das teilte die nun drittgrößte Molkerei Deutschlands am Montag mit. 

Joachim Rukwied: Grüneberg der BRD?

Der gelegentlich schrille Ruf des DBV nach möglichst viel und möglichst auflagenfreien Zahlungen ist nur allzu verständlich, erinnert aber in fataler Weise an die gerade entstehenden supranationalen EU-Bailout-Strukturen, einschließlich des ESM. Die Folgen sind viel Staat, aufgeblähte EU-Etats und Zügellosigkeit bei der Verteilung an möglichst große Agrarbetriebe.