Dienstag, 15. Januar 2019

Bauern spalten ihre Betriebe auf

Im Norden steigt trotz Agrarkrise Zahl der Landwirtschaftsunternehmen. Vor allem aber, so vermuten Experten, würden Landwirte im Vorgriff auf erwartete schärfere EU-Beihilferegeln Unternehmen aufspalten und mehrere Einzelunternehmen bilden – Arbeitsbeschaffung für Rechtsanwälte und Steuerberater. Im Vorfeld der ab 2021 geplanten neuen EU-Agrarförderung war in Brüssel eine Obergrenze für die Direktzahlungen vorgeschlagen worden. Ab 60 000 Euro pro Betrieb sollen die Gelder reduziert, bei 100 000 Euro vollständig gekappt werden.

Umrechnungsfaktor: Lactalis klagt wegen Täuschungsverdacht gegen Omira

Lactalis sei nicht darüber informiert worden, dass der Umrechnungsfaktor für Rohmilch in Deutschland möglicherweise auf 1,03 geändert wird. Für daraus entstehende Schäden macht Lactalis 19,5 Mio. € geltend und zwar für die gesamte Laufzeit des Vertrages. Die Omira verweist, dass dieser in der jeweils gesetzlich festgelegten Höhe anzuwenden sei und zum Zeitpunkt der Unterschrift 1,02 betrug.

Montag, 14. Januar 2019

Video - Die Macht der Bauernlobby

Der Deutsche Bauernverband ist eine der mächtigsten Lobbyorganisationen, die es in der Bundesrepublik gibt. Ein Grund dafür liegt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Lebensmittel waren knapp und Landwirte wichtig.
14.01.2019 | 44 Min. | UT | Verfügbar bis 14.01.2020 | Quelle: Das Erste

Molkerei-Chef lehnt Vorschläge des Bauernverbands ab

Problematisch seien die relativ kleinen Molkerei-Strukturen, vor allem in den Verhandlungen mit den vier großen deutschen Lebensmitteleinzelhändlern Edeka, Rewe, Lidl und Aldi, so Ludwig Börger vom Deutschen Bauernverband.
Sein Rat: Mehr Kooperationen und Fusionen von Molkereien.
Martin Boschet, Geschäftsführer der Hohenloher Molkerei, lehnte das in seiner Replik ab. Dass laut Börger die Milchwirtschaft zu klein strukturiert sei, wies Boschet zurück. Um das Marktrisiko für Molkereien und Erzeuger zu mindern, empfahl Börger, die Preise an der Leipziger Börse EEX abzusichern. „Da hinken die Deutschen nach", urteilte er. Für Boschet ist das nicht das Allheilmittel. 

Donnerstag, 10. Januar 2019

Niedrige Marktpreise - 190 dänische Bauern gingen 2018 Konkurs

Die Zahl der Insolvenzen von Betrieben in der Landwirtschaft ist im vergangenen Jahr in Dänemark um 46 Prozent gestiegen. Als Hauptverursacher für die Zunahme an Konkursanmeldungen im vergangenen Kalenderjahr nennen dänische Agrarexperten die vergleichsweise niedrigen Marktpreise.

Donnerstag, 3. Januar 2019

Weniger Milch für einen stabileren Preis

Darum gilt beim Milchmarkt seit Jahren die These, dass nicht der Weltmarkt uns in Europa die Milchpreise diktiert, sondern umgekehrt, das Milchaufkommen in Europa den Weltmarkt viel stärker bestimmt," so Gilch. Deswegen verfolge der BDM seit Jahren in der Milchpolitik einen europäischen Ansatz, bei dem in Krisenzeiten die europäische Milchmenge zumindest zeitlich begrenzt eingedämmt werden könnte. Denn bereits geringe Überschüsse führten oft zu Dumpingexporten mit verheerenden negativen Folgen weltweit.

Montag, 17. Dezember 2018

Australien: Selbstmord unter Farmern

Aufgrund der Globalisierung lohnen sich für viele Kleinbauern ihre Höfe nicht mehr. Sich das Leben nehmen scheint da der einzige Ausweg. 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Hagenow hat nun eine Landmolkerei

Drei Bauern aus der Region versuchen sich an der Rettung. Hinter der regelmäßigen Betriebsamkeit steckt eine ehrgeizige Rettungsaktion von drei Bauern aus der Region. Grundidee der Rettung: Die Milchvermarktung vor Ort soll erhalten werden. Mit der Insolvenz der Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft (BMG), dem vorherigen Besitzer, ergab sich die Chance. Die Lage am deutschen Milchmarkt ist derweil günstig, die Preise pro Kilogramm Milch liegen jenseits der 30 Cent. Nach der Dürre in diesem Jahr ist die Milch knapper geworden, Absatzprobleme gibt es keine.

Freitag, 30. November 2018

Viel Reibung beim Agrar-Gipfel in Hesel

Mehr als zwei Stunden lang debattierten die agrarpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen von Grünen, SPD, CDU und FDP am Mittwoch in Hesel miteinander – und mit rund 80 Bauern, die der Einladung des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) zu diesem kleinen Agrar-Gipfel gefolgt waren. Und am Ende? Am Ende war Arno Kratzenberg, 28 Jahre alt, Milchbauer aus dem Rheiderland, doch ein wenig enttäuscht.

Dienstag, 27. November 2018

Ostfriesen enttäuscht nach Aus für Weideprämie

Frust bei ostfriesischen Landwirten: Bis zuletzt hatten Milchbauern im Nordwesten darauf gehofft, dass das Land doch noch Geld für die zwischenzeitlich versprochene Weideprämie bereitstellt. Erfolglos.

Mittwoch, 21. November 2018

Bauern einigen sich auf Bismarker Erklärung

Die Milchbauern in Sachsen-Anhalt fordern ein europäisches Krisenmanagement, um den Verfall der Milchpreise zu stoppen. Darauf haben sich die sechs Interessensverbände der Milchbauern gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Bündnis90/Die Grünen) am Montagabend in Bismark in der Altmark geeinigt. Der Beschluss wurde von den mehr als 100 Bauern fast einstimmig angenommen. Teilnehmer des Treffens äußerten sich positiv über diese Einigung. Es sei ein riesen Erfolg, dass man ein gemeinsames Abstimmungsergebnis erreicht habe, die Landesregierung zu unterstützen. Jochen Dettmer, Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt sagte nach der Veranstaltung: "Ich glaube, wir können hier aus Sachsen-Anhalt eine Präzedenzwirkung für die gesamte bundesdeutsche Debatte um den Milchmarkt initiieren." Es sei etwas einmaliges und historisches, dass sich Verbände unterschiedlicher Couleur in der Frage Milchmarkt geeinigt hätten.

Dienstag, 20. November 2018

Möbelkonzern Steinhoff verliert Prozess

Die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft darf weiter die Sorge verbreiten, dass sich die Krise des Möbelkonzerns Steinhoff möglicherweise auch auf den landwirtschaftlichen Bodenmarkt in Deutschland auswirkt. Das hat das Landgericht Berlin jetzt entschieden. Der Konzern hatte versucht, mit einer Unterlassungserklärung die Abl daran zu hindern, über mögliche Flächenverkäufe zu spekulieren.

Dürrehilfe: Landwirte in der Statistikfalle

Ein Landwirt aus Hesel hatte auf die Dürrehilfe gehofft. Doch die kann er sich abschminken. Grund dafür ist eine Statistik – und der Ostfriese ist kein Einzelfall. Desweiteren ärgert er sich besonders, weil er die Gerste gar nicht hätte ausbringen müssen. „Das war freiwillig", sagt er. „Mit der Fruchtfolge wollte ich die Mais-Monokultur durchbrechen." Wäre er beim Mais geblieben, stünde er nun besser da.

Mittwoch, 14. November 2018

EU-Zuckerindustrie will Anbau drosseln

Die Zuckerindustrie in wichtigen Anbauländern der EU will wegen der angespannten Marktlage offenbar die Erzeugung drosseln. Für Deutschland, wo nach Frankreich der meiste Zucker in der Gemeinschaft erzeugt wird, gilt dies anscheinend nicht. Zumindest wurde die Bundespublik vom Brüsseler Kommissionsbeamten nicht erwähnt. Scharfe Kritik übte auch der ehemalige italienische Landwirtschaftsminister an den von der Kommission in der Vergangenheit aufgestellten Preisprognosen für die Zeit nach dem Quotenende. Diese hätten sich im Lichte der „aktuell katastrophalen Lage" als viel zu optimistisch herausgestellt. In ähnlicher Weise sei die EU-Behörde nach seiner Einschätzung auch bei der Milchkrise vorgegangen.

Gehört der Wolf in unsere Kulturlandschaft? Stimmen Sie ab!

Wolfssichere Weidezäune und Herdenschutzhunde reichen nach Ansicht des Bauernverbands nicht aus: Auch der mögliche Abschuss von Wölfen müsse geregelt werden.

Sonntag, 11. November 2018

ASP: Hoffnung auf Impfstoff

Das Schutzniveau durch den aktuell vorliegenden Schluckimpfstoff sei sehr hoch. Forschungsbedarf bestehe aber noch hinsichtlich der Stabilität des Mittels. Wie der Wissenschaftler ausserdem berichtete, erwartet er die Markteinführung des neuen Impfstoffes in spätestens zwei Jahren. 

Samstag, 3. November 2018

Milchpreisentwicklungen, was erwarten die Verbände?

Während der Deutsche Bauernverband in den kommenden Monaten steigende Milcherzeugerpreise erwartet, zeigt sich die Prognose des Verbandes der Milchindustrie verhaltener.

Ist Milch aus alten Ställen weniger Geld wert?

In 15.000 Ställen in Bayern sind die Kühe angebunden. Nun wollen Molkereien diesen Bauern weniger Milchgeld zu zahlen. Der Druck, die Anbindehaltung abzuschaffen, kommt von Aldi & Co. Vor allem kleine Betriebe fürchten das Aus.  BDM-Mann Foldenauer sagt: „Die Anbindehaltung läuft sowieso nach und nach aus. Warum muss man den Betrieben dann den Garaus machen?"

Montag, 15. Oktober 2018

Australischer Minister macht Aldi schwere Vorwürfe

Der deutsche Discounter Aldi sieht sich in Australien massiver Kritik ausgesetzt. Landwirtschaftsminister David Littleproud warf dem Unternehmen am Montag beim Sender ABC vor, rein gar nichts zu tun, um die einheimischen, von der Dürre gebeutelten Milchbauern zu unterstützen. 

Samstag, 13. Oktober 2018

Bekommen die Milchbauern wenigstens ihre Kosten wieder rein?

Eine aktuelle BAL-Studie zeigt die Produktionskosten in sechs Ländern für 2017. Mehr zu den Kosten und Milchpreisen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Luxemburg sehen Sie hier: http://www.europeanmilkboard.org/file..


Samstag, 6. Oktober 2018

Montag, 1. Oktober 2018

CH: Nationalrat will Mengensteuerung

Der Nationalrat setzt ein Zeichen für eine Mengensteuerung im Milchmarkt. Er hat am Dienstag drei vom Ständerat abgelehnten Standesinitiativen Folge gegeben, die Massnahmen gegen Überproduktion und fallende Preise forderten. 
Die Milchkontingentierung wurde vor fast zehn Jahren abgeschafft. Im Gegensatz zum Ständerat sagte am Dienstag der Nationalrat Ja zu den Standesinitiativen von Freiburg, Genf und Jura, die für den gebeutelten Milchmarkt eine verbindliche Steuerung der Milchmenge forderten mit dem Ziel, die tiefen Preise zu stabilisieren.

Luxemburger Milchbauern wollen Mechanismus zur Begrenzung der Produktion

Die Milchbauern sind unzufrieden und schlagen einen Mechanismus zur Eingrenzung der Produktion im Bedarfsfall vor. Europas Milchbauern beklagen sich nicht erst seit gestern über zu niedrige Milchpreise. Anders als von früheren Protesten gewohnt, protestierten die Landwirte friedlich. Ihre Traktoren parkten die Bauern auf dem Knuedler, verteilten Milch und Käse an Passanten und übergaben dem Landwirtschaftsminister Fernand Etgen eine neue europäische Studie* zum Thema Milchpreise.


Freitag, 28. September 2018

2000 Demonstranten bei Agrarminister-Konferenz in Bad Sassendorf

Mit einem sehr vitalen Symbol waren die Milchbauern vors Tagungshotel gezogen. Die Milchkuh „Monni" aus Ense-Vierhausen zog viele Blicke auf sich, blieb selbst trotz des Lärms und der vielen Menschen aber ganz gelassen. „Insbesondere geht es um die Aufnahme eines Instruments, mit dem die Milchmenge EU-weit, temporär, obligatorisch und entschädigungslos reduziert wird"

Dienstag, 25. September 2018

Freie Bauern braucht das Land

Über Jahrhunderte kämpften Bauern gegen Adel oder Kirche um ihre Freiheit ? und waren bei den Mächtigen gefürchtet. Heute gibt es so wenig Bauern wie noch nie und viele davon sehen keine Zukunft für ihren Betrieb. Doch gerade die Standesvertretung gehe in die völlig falsche Richtung. "Die Flucht nach vorne in Investitionen ist aber nicht die Lösung. So sind wir Sklaven des Systems geworden. Aber wir müssen wieder freie Bauern werden." 
"Das Problem für uns Bauern ist die Vertretung", meint Baumgartner, weil diese die Freihandelsabkommen gutheißt und mitträgt. 
"Aber sobald ich an die Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen denke, habe ich die Antwort. Es müssten noch viel mehr Bauern aufstehen. Oberstes Ziel der Agrarpolitik muss eine regionale Ernährungssouveränität sein!"

Montag, 24. September 2018

Fukushima: Milchbauer nimmt wieder den Betrieb auf

Nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima mussten viele Menschen ihre Firmen und Betriebe schließen. Einer davon war der Hof des Milchbauers Tetsuji Sakuma. Nun kehrt er mit seinen Kühen nach Katsurao in der Präfektur Fukushima zurück.

Der ewige Kampf um den Milchpreis

60 Milchbauern aus dem Landkreis haben auf dem Bertele-Hof in Humersberg bei Altomünster das 20-jährige Bestehen des Bundes deutscher Milchviehhalter (BDM) gefeiert. Die Landwirte nutzten das Jubiläum auch, um den Landtagskandidaten Fragen zum Thema Agrarpolitik zu stellen.

Freitag, 14. September 2018

ASP bei toten Wildschweinen in Belgien festgestellt

Am Donnerstag wurde bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Südbelgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt. Nach Angaben der belgischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) wurde der Erreger in zwei Wildschweinen in der Gemeinde Etalle in der Provinz Luxemburg nachgewiesen. Die Behörden in Wallonien wurden angewiesen, die erforderlichen Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Donnerstag, 13. September 2018

Medienecho zur Tour

Hier eine Auswahl an Medienberichten zur Tour:

Bauern hoffen auf Preisanstieg – und setzen auf Gras

Knapp 37 Prozent der genossenschaftlich organisierten DMK-Milchbauern will fünf Prozent weniger melken, ein weiteres Drittel erwartet einen Milchrückgang von bis zu zehn Prozent. Der Bauernverbandsvorsitzende Klaus-Peter Lucht, der im Kreis Rendsburg-Eckernförde selbst einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Milchviehhaltung führt, sieht die Lage in Schleswig-Holstein aber optimistisch: Er selbst hält seine Milchkühe im Stall, füttert Silage und hat in diesem Sommer noch keinen Einbruch der Milchmenge verzeichnet.