Montag, 17. Dezember 2018

Australien: Selbstmord unter Farmern

Aufgrund der Globalisierung lohnen sich für viele Kleinbauern ihre Höfe nicht mehr. Sich das Leben nehmen scheint da der einzige Ausweg. 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Hagenow hat nun eine Landmolkerei

Drei Bauern aus der Region versuchen sich an der Rettung. Hinter der regelmäßigen Betriebsamkeit steckt eine ehrgeizige Rettungsaktion von drei Bauern aus der Region. Grundidee der Rettung: Die Milchvermarktung vor Ort soll erhalten werden. Mit der Insolvenz der Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft (BMG), dem vorherigen Besitzer, ergab sich die Chance. Die Lage am deutschen Milchmarkt ist derweil günstig, die Preise pro Kilogramm Milch liegen jenseits der 30 Cent. Nach der Dürre in diesem Jahr ist die Milch knapper geworden, Absatzprobleme gibt es keine.

Freitag, 30. November 2018

Viel Reibung beim Agrar-Gipfel in Hesel

Mehr als zwei Stunden lang debattierten die agrarpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen von Grünen, SPD, CDU und FDP am Mittwoch in Hesel miteinander – und mit rund 80 Bauern, die der Einladung des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) zu diesem kleinen Agrar-Gipfel gefolgt waren. Und am Ende? Am Ende war Arno Kratzenberg, 28 Jahre alt, Milchbauer aus dem Rheiderland, doch ein wenig enttäuscht.

Dienstag, 27. November 2018

Ostfriesen enttäuscht nach Aus für Weideprämie

Frust bei ostfriesischen Landwirten: Bis zuletzt hatten Milchbauern im Nordwesten darauf gehofft, dass das Land doch noch Geld für die zwischenzeitlich versprochene Weideprämie bereitstellt. Erfolglos.

Mittwoch, 21. November 2018

Bauern einigen sich auf Bismarker Erklärung

Die Milchbauern in Sachsen-Anhalt fordern ein europäisches Krisenmanagement, um den Verfall der Milchpreise zu stoppen. Darauf haben sich die sechs Interessensverbände der Milchbauern gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Bündnis90/Die Grünen) am Montagabend in Bismark in der Altmark geeinigt. Der Beschluss wurde von den mehr als 100 Bauern fast einstimmig angenommen. Teilnehmer des Treffens äußerten sich positiv über diese Einigung. Es sei ein riesen Erfolg, dass man ein gemeinsames Abstimmungsergebnis erreicht habe, die Landesregierung zu unterstützen. Jochen Dettmer, Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt sagte nach der Veranstaltung: "Ich glaube, wir können hier aus Sachsen-Anhalt eine Präzedenzwirkung für die gesamte bundesdeutsche Debatte um den Milchmarkt initiieren." Es sei etwas einmaliges und historisches, dass sich Verbände unterschiedlicher Couleur in der Frage Milchmarkt geeinigt hätten.

Dienstag, 20. November 2018

Möbelkonzern Steinhoff verliert Prozess

Die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft darf weiter die Sorge verbreiten, dass sich die Krise des Möbelkonzerns Steinhoff möglicherweise auch auf den landwirtschaftlichen Bodenmarkt in Deutschland auswirkt. Das hat das Landgericht Berlin jetzt entschieden. Der Konzern hatte versucht, mit einer Unterlassungserklärung die Abl daran zu hindern, über mögliche Flächenverkäufe zu spekulieren.

Dürrehilfe: Landwirte in der Statistikfalle

Ein Landwirt aus Hesel hatte auf die Dürrehilfe gehofft. Doch die kann er sich abschminken. Grund dafür ist eine Statistik – und der Ostfriese ist kein Einzelfall. Desweiteren ärgert er sich besonders, weil er die Gerste gar nicht hätte ausbringen müssen. „Das war freiwillig", sagt er. „Mit der Fruchtfolge wollte ich die Mais-Monokultur durchbrechen." Wäre er beim Mais geblieben, stünde er nun besser da.

Mittwoch, 14. November 2018

EU-Zuckerindustrie will Anbau drosseln

Die Zuckerindustrie in wichtigen Anbauländern der EU will wegen der angespannten Marktlage offenbar die Erzeugung drosseln. Für Deutschland, wo nach Frankreich der meiste Zucker in der Gemeinschaft erzeugt wird, gilt dies anscheinend nicht. Zumindest wurde die Bundespublik vom Brüsseler Kommissionsbeamten nicht erwähnt. Scharfe Kritik übte auch der ehemalige italienische Landwirtschaftsminister an den von der Kommission in der Vergangenheit aufgestellten Preisprognosen für die Zeit nach dem Quotenende. Diese hätten sich im Lichte der „aktuell katastrophalen Lage" als viel zu optimistisch herausgestellt. In ähnlicher Weise sei die EU-Behörde nach seiner Einschätzung auch bei der Milchkrise vorgegangen.

Gehört der Wolf in unsere Kulturlandschaft? Stimmen Sie ab!

Wolfssichere Weidezäune und Herdenschutzhunde reichen nach Ansicht des Bauernverbands nicht aus: Auch der mögliche Abschuss von Wölfen müsse geregelt werden.

Sonntag, 11. November 2018

ASP: Hoffnung auf Impfstoff

Das Schutzniveau durch den aktuell vorliegenden Schluckimpfstoff sei sehr hoch. Forschungsbedarf bestehe aber noch hinsichtlich der Stabilität des Mittels. Wie der Wissenschaftler ausserdem berichtete, erwartet er die Markteinführung des neuen Impfstoffes in spätestens zwei Jahren. 

Samstag, 3. November 2018

Milchpreisentwicklungen, was erwarten die Verbände?

Während der Deutsche Bauernverband in den kommenden Monaten steigende Milcherzeugerpreise erwartet, zeigt sich die Prognose des Verbandes der Milchindustrie verhaltener.

Ist Milch aus alten Ställen weniger Geld wert?

In 15.000 Ställen in Bayern sind die Kühe angebunden. Nun wollen Molkereien diesen Bauern weniger Milchgeld zu zahlen. Der Druck, die Anbindehaltung abzuschaffen, kommt von Aldi & Co. Vor allem kleine Betriebe fürchten das Aus.  BDM-Mann Foldenauer sagt: „Die Anbindehaltung läuft sowieso nach und nach aus. Warum muss man den Betrieben dann den Garaus machen?"

Montag, 15. Oktober 2018

Australischer Minister macht Aldi schwere Vorwürfe

Der deutsche Discounter Aldi sieht sich in Australien massiver Kritik ausgesetzt. Landwirtschaftsminister David Littleproud warf dem Unternehmen am Montag beim Sender ABC vor, rein gar nichts zu tun, um die einheimischen, von der Dürre gebeutelten Milchbauern zu unterstützen. 

Samstag, 13. Oktober 2018

Bekommen die Milchbauern wenigstens ihre Kosten wieder rein?

Eine aktuelle BAL-Studie zeigt die Produktionskosten in sechs Ländern für 2017. Mehr zu den Kosten und Milchpreisen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Luxemburg sehen Sie hier: http://www.europeanmilkboard.org/file..


Samstag, 6. Oktober 2018

Montag, 1. Oktober 2018

CH: Nationalrat will Mengensteuerung

Der Nationalrat setzt ein Zeichen für eine Mengensteuerung im Milchmarkt. Er hat am Dienstag drei vom Ständerat abgelehnten Standesinitiativen Folge gegeben, die Massnahmen gegen Überproduktion und fallende Preise forderten. 
Die Milchkontingentierung wurde vor fast zehn Jahren abgeschafft. Im Gegensatz zum Ständerat sagte am Dienstag der Nationalrat Ja zu den Standesinitiativen von Freiburg, Genf und Jura, die für den gebeutelten Milchmarkt eine verbindliche Steuerung der Milchmenge forderten mit dem Ziel, die tiefen Preise zu stabilisieren.

Luxemburger Milchbauern wollen Mechanismus zur Begrenzung der Produktion

Die Milchbauern sind unzufrieden und schlagen einen Mechanismus zur Eingrenzung der Produktion im Bedarfsfall vor. Europas Milchbauern beklagen sich nicht erst seit gestern über zu niedrige Milchpreise. Anders als von früheren Protesten gewohnt, protestierten die Landwirte friedlich. Ihre Traktoren parkten die Bauern auf dem Knuedler, verteilten Milch und Käse an Passanten und übergaben dem Landwirtschaftsminister Fernand Etgen eine neue europäische Studie* zum Thema Milchpreise.


Freitag, 28. September 2018

2000 Demonstranten bei Agrarminister-Konferenz in Bad Sassendorf

Mit einem sehr vitalen Symbol waren die Milchbauern vors Tagungshotel gezogen. Die Milchkuh „Monni" aus Ense-Vierhausen zog viele Blicke auf sich, blieb selbst trotz des Lärms und der vielen Menschen aber ganz gelassen. „Insbesondere geht es um die Aufnahme eines Instruments, mit dem die Milchmenge EU-weit, temporär, obligatorisch und entschädigungslos reduziert wird"

Dienstag, 25. September 2018

Freie Bauern braucht das Land

Über Jahrhunderte kämpften Bauern gegen Adel oder Kirche um ihre Freiheit ? und waren bei den Mächtigen gefürchtet. Heute gibt es so wenig Bauern wie noch nie und viele davon sehen keine Zukunft für ihren Betrieb. Doch gerade die Standesvertretung gehe in die völlig falsche Richtung. "Die Flucht nach vorne in Investitionen ist aber nicht die Lösung. So sind wir Sklaven des Systems geworden. Aber wir müssen wieder freie Bauern werden." 
"Das Problem für uns Bauern ist die Vertretung", meint Baumgartner, weil diese die Freihandelsabkommen gutheißt und mitträgt. 
"Aber sobald ich an die Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen denke, habe ich die Antwort. Es müssten noch viel mehr Bauern aufstehen. Oberstes Ziel der Agrarpolitik muss eine regionale Ernährungssouveränität sein!"

Montag, 24. September 2018

Fukushima: Milchbauer nimmt wieder den Betrieb auf

Nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima mussten viele Menschen ihre Firmen und Betriebe schließen. Einer davon war der Hof des Milchbauers Tetsuji Sakuma. Nun kehrt er mit seinen Kühen nach Katsurao in der Präfektur Fukushima zurück.

Der ewige Kampf um den Milchpreis

60 Milchbauern aus dem Landkreis haben auf dem Bertele-Hof in Humersberg bei Altomünster das 20-jährige Bestehen des Bundes deutscher Milchviehhalter (BDM) gefeiert. Die Landwirte nutzten das Jubiläum auch, um den Landtagskandidaten Fragen zum Thema Agrarpolitik zu stellen.

Freitag, 14. September 2018

ASP bei toten Wildschweinen in Belgien festgestellt

Am Donnerstag wurde bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Südbelgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt. Nach Angaben der belgischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) wurde der Erreger in zwei Wildschweinen in der Gemeinde Etalle in der Provinz Luxemburg nachgewiesen. Die Behörden in Wallonien wurden angewiesen, die erforderlichen Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Donnerstag, 13. September 2018

Medienecho zur Tour

Hier eine Auswahl an Medienberichten zur Tour:

Bauern hoffen auf Preisanstieg – und setzen auf Gras

Knapp 37 Prozent der genossenschaftlich organisierten DMK-Milchbauern will fünf Prozent weniger melken, ein weiteres Drittel erwartet einen Milchrückgang von bis zu zehn Prozent. Der Bauernverbandsvorsitzende Klaus-Peter Lucht, der im Kreis Rendsburg-Eckernförde selbst einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Milchviehhaltung führt, sieht die Lage in Schleswig-Holstein aber optimistisch: Er selbst hält seine Milchkühe im Stall, füttert Silage und hat in diesem Sommer noch keinen Einbruch der Milchmenge verzeichnet. 

Die Konzerne und ihre Solidarität

Doch wie halten es die Konzerne mit ihrer Verantwortung in dieser Krise? Was leisten sie, um den Millionenverlusten auf den Höfen etwas entgegenzusetzen? Die erste Anfrage geht an die Hochwald Foods GmbH, Betreiberin der Lüneburger Molkerei und Produzentin des Lünebest-Joghurts. Sieben Fragen, etliche Nachfragen und vier Wochen später dann die Absage: „Hochwald nimmt zu Ihrer Anfrage keine Stellung. Ich hoffe auf Ihr Verständnis."

Freitag, 7. September 2018

Butterpreise nähern sich wieder Rekordwert - Seit 50 Jahren nicht überschritten

Die Butterpreise nehmen in Deutschland wieder Kurs auf das zuletzt im vergangenen Herbst erreichte Rekordniveau. Mit 1,95 Euro für das 250-Gramm-Päckchen nähert sich der Butterpreis bei Supermärkten und Discountern nach Beobachtungen von Experten derzeit dem seit mindestens 50 Jahren noch nicht überschrittenen Allzeithoch von 1,99 Euro. Der Handel werde versuchen, ein Überschreiten der Schwelle von zwei Euro zu vermeiden, sagte der Handelsfachmann Matthias Queck am Freitag.

Video - Milchmarkt mit Aussicht – BDM am Baumwipfelpfad

Unter dem Motto „Milchmarkt mit Aussicht" ist der Bundesverband Deutscher Milchviehalter derzeit quer durch Deutschland unterwegs. Der Verband will deutlich machen, dass es strukturelle Veränderungen braucht, um die Milchwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Dafür steuert der Verband symbolisch Orte „mit Aussicht" an. 

Mittwoch, 5. September 2018

Duell der Bauernverbände

Zwei Bauernfunktionäre, vier Politiker, 200 Gäste: Die Meinungen zum richtigen Weg in der Landwirtschaft sind so unterschiedlich wie die Charaktere am Podium und im Publikum der Stadthalle in Neustadt/Waldnaab.

Dienstag, 21. August 2018

Video: "Wir müssen in den Bereich Richtung 50 Cent kommen"

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert angesichts der Dürre und der geringeren Menge an Futtermitteln deutlich höhere Milchpreise. Wie viel der Liter kosten müsste, erklärt Sprecher Hans Foldenauer im Interview mit n-tv.

Schwarz fordert Verdopplung des Schweinepreises

Der Deutsche Bauernverband fordert eine drastische Erhöhung der Preise für Schweinefleisch, da sonst wegen der neuen Tierschutzauflagen vielen Schweinemästern der Bankrott drohe.

Donnerstag, 16. August 2018

Kein Futter: Bauern müssen ihre Kühe schlachten

Wegen der Dürre hatte der Bauernverband vom Staat eine Milliarde Euro Hilfe gefordert. Doch viele der Betroffenen lehnen diese Forderung ab. Auch die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milcherzeuger (BDM) sind gegen die staatlichen Subventionen. Sie wünschen sich, dass die Milchpreise steigen, damit sie endlich auf die Hilfen verzichten können. 
Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht das anders. Die Milchbauern müssten sich breiter aufstellen und der Markt müsse die Milchpreise selbst regeln, findet Werner Schwarz, Vizepräsident des DBV. "Wenn ich von meiner Arbeit nicht leben kann, muss ich mir überlegen, wie ich meinen Betrieb weiterentwickele, um davon leben zu können". Für viele Betriebe würde das heißen, dass sie schließen müssen.


Milchpreis: Backhaus sieht "elende Schweinerei"

"Das ist eine elende Schweinerei, was die Molkereigenossenschaften mit den Bauern anstellen", sagte der Minister mit Blick auf den Marktführer im Land, das Deutsche Milchkontor (DMK).

Mittwoch, 15. August 2018

Werner Schwarz: Die Milchbauern müssen sich breiter aufstellen

Wegen der Dürre hatte der Bauernverband vom Staat eine Milliarde Euro Hilfe gefordert. Doch viele der Betroffenen lehnen diese Forderung ab. Auch die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milcherzeuger (BDM) sind gegen die staatlichen Subventionen. Sie wünschen sich, dass die Milchpreise steigen, damit sie endlich auf die Hilfen verzichten können. 
Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht das anders. Die Milchbauern müssten sich breiter aufstellen und der Markt müsse die Milchpreise selbst regeln, findet Werner Schwarz, Vizepräsident des DBV. "Wenn ich von meiner Arbeit nicht leben kann, muss ich mir überlegen, wie ich meinen Betrieb weiterentwickele, um davon leben zu können". Für viele Betriebe würde das heißen, dass sie schließen müssen.

Montag, 13. August 2018

Künast: Der Bauernverband muss endlich verbal abrüsten

Es wird definitiv keine Hilfen in einer solch exorbitanten Höhe geben. Der Bauernverband muss endlich verbal abrüsten. Er fordert großspurig Hilfe und Unterstützung ein. Er muss aber auch sagen, was geben wir dafür zurück. Doch da ist Schweigen im Walde. Das Grundproblem besteht darin, dass wir es immer noch mit einer falschen Agrarpolitik zu tun haben. 

Trecker-Sternfahrt: Milchbauern fordern Umdenken

Rund 30 Milchbauern aus Schleswig-Holstein – darunter auch ein Stormarner – haben eine Trecker-Sternfahrt nach Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg) unternommen, um auf ihre schwierige Lage aufmerksam zu machen. Nur mit öffentlichen Hilfen lasse sich das Problem nicht lösen, so der Tenor. Das funktioniere nur über höhere Markterlöse. Die niedrigen Milchpreise lassen es laut BDM nicht zu, finanzielle Rücklagen für solche Extremwetterlagen zu bilden. 

Die Regenmacherin - Klöckner greift Bauern an

Klöckner bleibt bisher bei ihrer Linie, sie greift die Bauern sogar direkt an, jedenfalls einige von ihnen. „Betriebe, die Anfang August schon vor Liquiditätsproblemen stehen, haben andere Schwierigkeiten als die Dürre", sagt sie.

Video - Leere Felder, leere Kassen - zdf.de

Viele Bauern leiden hierzulande unter Ernteausfällen. Auf fast eine Milliarde Euro beziffert der Bauernverband die Schäden und fordert staatliche Hilfen. Agrarministerin Klöckner führt die Liquiditätsprobleme zum Teil auch auf Misswirtschaft zurück. 

Donnerstag, 9. August 2018

Danone will Milchpreisanstieg verhindern und schickt 5.000 Kühe nach Sibirien

Der Lebensmittelkonzern Danone schickt knapp 5.000 Kühe der Rinderrasse Holstein auf eine 4.500 km lange Reise nach Sibirien. Die ersten Tiere werden bereits mit LKWs aus Deutschland und Holland in eine Farm in der Nähe der Stadt Tjumen in Westsibirien gebracht.
Dieser Schritt soll das französisch-russische Unternehmen vor einem Anstieg der Milchpreise schützen, der laut dem Chef von Danone, Charlie Capetti, in diesem Jahr bereits 14 Prozent betrage.

Dienstag, 7. August 2018

Video: Kritik an Milliarden-Hilfsplänen

Landwirte halten die wegen der Dürre angedachten Milliarden-Hilfen für wenig zielführend. Das Grundproblem sei, dass eine marktwirtschaftliche Produktion nicht mehr möglich sei.


Montag, 6. August 2018

Die Bauernrebellion

„Der BVNON und das Landvolk Niedersachsen können sich der Milliarden-Forderung des DBV (Deutscher Bauernverband) nicht anschließen." Offen stellt sich die Spitze des BVNON gegen ihren Dachverband und fordert statt einer Milliarde: „Wir Bauern brauchen jetzt grundlegende Hilfe zur Selbsthilfe."
 „Wir wollen nicht gerettet werden", sagt Riggert, „wir wollen uns endlich selber retten können." Doch dafür fehlten die Rahmenbedingungen. „Für die sollte sich Rukwied einsetzen, anstatt pauschal Geld zu fordern."

Mittwoch, 1. August 2018

Danone kündigt den Milchbauern

Die 46 Milchbauern der Milcherzeugergenossenschaft (MEG) Ochsenfurt hat die Nachricht kalt erwischt. Am Dienstag teilte der Danone-Konzern dem Vorstand der Genossenschaft mit, dass er den Milchkaufvertrag mit der MEG fristgerecht zum 31. Januar 2019 kündigen wird.
Für die 18,5 Millionen Liter Milch, die die Milchbauern aus der Region Ochsenfurt zuletzt pro Jahr ins Danone-Werk nach Goßmannsdorf geliefert haben, muss die MEG nun einen neuen Abnehmer finden. 

„Wir wollen keine Staatsknete“

Der Bauernverband forderte eine Milliarde Euro für die Dürre-Opfer in der Landwirtschaft. Unterstützen Sie diese Forderung?
Georg Janßen: Wir wollen keine Staatsknete. Die Bauern werden das Geld nicht ablehnen, aber es hilft nicht. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, die existenziellen Probleme der Betriebe werden nicht gelöst. Man muss viel weiter denken, als undifferenziert Hilfsgelder rauszuschmeißen. Wir müssen uns alle an einen Tisch setzen, der Getreidehandel, die Schlachthöfe, die Molkereien. Wir müssen Aldi, Lidl und Co vermitteln, dass die Verträge zu einer Zeit ausgehandelt wurden, in der wir uns die Dürre noch gar nicht in diesem Ausmaß vorstellen konnten. Wir müssen darüber reden, wie wir zu fairen Erzeugerpreisen kommen. Es muss Marktsolidarität gezeigt werden. Nur das hilft akut.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Merkel besucht heute Tredes Milchviehbetrieb

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit einem Besuch der Milchbäuerin Ursula Trede in Nienborstel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ein weiteres Wahlkampfversprechen einlösen. Die Stippvisite von Angela Merkel in dem Traditionsbetrieb mit 140 Kühen in Nienborstel im Kreis Rendsburg-Eckernförde am Donnerstagnachmittag (14 Uhr) geht zurück auf die ARD-„Wahlarena" vor der Bundestagswahl 2017. Trede hatte die Regierungschefin damals in Lübeck mit dem niedrigen Milchpreis konfrontiert und eingeladen. Im Vorfeld des Besuchs hatte die Landwirtin angekündigt, Merkel „andere Blickwinkel" als von manchem Verbandsvertreter ermöglichen zu wollen. „Wir möchten ihr gerne von der Basis aus darstellen, wo unsere Probleme liegen", sagte Trede.

Montag, 16. Juli 2018

LKV Bayern: Rausschmiss und Rücktritte

Riesenkrach beim bayerischen LKV: In dem möglichen Finanzskandal geht es um die hohen Zuschüsse, die der Freistaat dem LKV bezahlt hat. Allein für 2013 soll die Differenz 1,7 Millionen Euro betragen. Nach internen Ermittlungen haben die Controller der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und des Landwirtschaftsministeriums das LKV wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug angezeigt. 

Mittwoch, 11. Juli 2018

Milchbauer verlangt vom Land NRW Zuweisung einer Molkerei

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Bauer verlangt vom Land Nordrhein-Westfalen die Zuweisung einer Molkerei für die Milch seiner 15 Kühe. Sein Fall wird heute am Düsseldorfer Verwaltungsgericht verhandelt (Az.: 20 K 15143/17).
Der Bauer hat Schwierigkeiten, eine Molkerei zu finden und beruft sich auf das Milch- und Fettgesetz aus dem Jahr 1951. Die Landesregierung, vertreten durch das Agrarministerium, argumentiert, das 67 Jahre alte Gesetz sei wegen zwischenzeitlich erlassener europarechtlicher Regelungen veraltet und nicht mehr anwendbar.


Dienstag, 3. Juli 2018

Milch - Ein Glaubenskrieg - arte.tv

Wie gesund ist Milch? Ist sie noch ein Naturprodukt? Oder kann sie sogar krank machen? Das lange Zeit saubere Image der Milch bröckelt. Kritik wird lauter. Seit Jahren tobt eine heftige Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern. Jeder hat stichhaltige Argumente – ein Glaubenskrieg. Der Film beleuchtet aktuelle Ergebnisse und zeigt die Akteure hinter der großen Debatte. Der Film macht sich auf die Suche nach Antworten und trifft Wissenschaftler, Mediziner, Milchbauern und Branchenvertreter in Deutschland, Frankreich und Europa. Wer hat recht? Ist Milch gesund? Oder macht Milch krank? 60 Min. - Nächste Ausstrahlung am Freitag, 6. Juli um 09:35

Freitag, 29. Juni 2018

Schwarzwaldmilch wächst in schwierigem Markt

Die Molkerei Schwarzwaldmilch hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent auf 179,0 Millionen Euro gesteigert. So lag der Auszahlungspreis für konventionelle Milch 2017 im Schnitt bei 41,32 Cent je Kilogramm. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von fast 20 Prozent. 

Samstag, 16. Juni 2018

Video - International Fair Milk Conference 2018 (in Lille)

EMB and FaireFrance invited farmers, consumers & politicians to celebrate the European Fair Milk Project. (14/06/2018)

Sonntag, 3. Juni 2018

Arla streicht 350 Stellen

Die dänische Molkerei Arla hat sich ein Sparprogramm verordnet. Die Reform mit Namen "Calcium" bringt Entlassungen und Werksschließungen mit sich.

Rügens Milchbauern attackieren Milchriesen DMK

Rund 20 Landwirte von der Insel Rügen werfen dem Deutschen Milchkontor vor, Vermögen der Genossenschaftsmitglieder zu verschleudern. Es geht um den Verkauf die „Badejunge"-Molkerei. Hintergrund ist die Weigerung des Konzerns, die Bergener „Badejunge"-Molkerei zu verkaufen. „Da es einen ernsthaften Interessenten aus der Milchbranche gibt, sollten Verkaufsgespräche geführt werden", verlangen die Landwirte. 

Milchbauern im Schwalm-Eder-Kreis an der Schmerzgrenze

Die Preise für Milch sind wieder im Sinkflug. „Die Situation ist ernst und bedroht die Existenz vieler Milchbauern im Landkreis", sagt Günther Koch. Die meisten Molkereien zahlen nach seinen Angaben rund 30 Cent für den Liter Milch. „Viel zu wenig und nicht kostendeckend", sagt Koch. Und Jochen Ackermann, Geschäftsführer der Agrarberatung Nordhessen, befürchtet in den kommenden Monaten einen weiteren Preisrückgang. Die Verhandlungen über die neuen Verträge mit den Molkereien wurden gerade abgeschlossen", sagt Ackermann. Fest steht, der Preis sinkt weiter. „Uns Bauern ärgert absolut, dass die Molkereien aus den Entwicklungen der vergangenen Jahre nichts gelernt haben", kritisiert Koch. Der Kreisbauernverband gab keine Stellungnahme ab.

Donnerstag, 26. April 2018

Milchbauern fordern ein Ende der Überproduktion

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert am Rande der Agrarministerkonferenz in Münster von der Politik eine Marktregulierung ein. „Die kurzen Intervalle von Krisen müssen aufhören", fordert Hans Foldenauer, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). Die Politik soll nun eingreifen, um den Milchmarkt zu regulieren. Dafür wollen die Bauern heute bei der Agrarministerkonferenz in Münster demonstrieren. Zurzeit gebe es einen knapp 400 000 Tonnen schweren Berg Milchpulver aus Überkapazitäten, den niemand auf der Welt haben wolle. „Die Überschüsse zu produzieren ist schon Nonsens, geschweige denn, sie einzulagern. Das Pulver macht die Märkte kaputt. 

Mittwoch, 25. April 2018

Mexiko und EU im ‘Käsekrieg’

Die EU und Mexiko haben am Samstag eine politische Einigung erzielt, die den europäischen Landwirten neue Märkte eröffnet. Im Rahmen des Abkommens werden Käsesorten, darunter Gorgonzola und Roquefort, präferierten Zugang zum mexikanischen Markt bekommen. Dabei werden Quoten von 5.000 Tonnen Frischkäse und 20.000 Tonnen für andere Käsesorten festgelegt. Derzeit gelten für beide Käsesorten Importzölle von 45 Prozent.
Insgesamt 30.000 Tonnen Milchpulver werden ebenfalls von den bestehenden 50-Prozent-Zöllen befreit. Darüber hinauss soll diese Quote innerhalb von fünf Jahren auf 50.000 Tonnen gesteigert werden.

Sonntag, 22. April 2018

Dr. Leopold Herz fordert Überprüfung der Auswirkungen einer Milchmengenreduzierung

Für den Monat April werden für den europäischen Markt besonders drastische Preisstürze prognostiziert. Deshalb hat MdL Dr. Herz und seine Landtagskollegen in einem Antrag die Staatsregierung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass auf Bundes- und Europaebene überprüft wird, welche Auswirkungen eine europaweite freiwillige und/oder verpflichtende Milchmengenreduzierung hätte und wie eine entsprechende Umsetzung in Europa aussehen könnte. 

Freitag, 20. April 2018

Die Verräter vom Bauernverband

Viele Agrarbetriebe in Ostdeutschland gehen an Großinvestoren. Die Politik könnte gegensteuern, scheitert aber an der Bauernlobby. Doch der Bauernverband blockiert hartnäckig Gesetze, die den Ausverkauf der Landwirtschaft an überregionale und sehr große Investoren bremsen sollen. Offenbar auch, weil manche Lobbyisten mit den Konzernen unter einer Decke stecken. Diesen Verdacht legen mehrere Verkäufe von Agrarunternehmen nahe. Sie zeigen, dass aktuelle oder ehemalige Funktionäre des Bauernverbands vom Ausverkauf der Landwirtschaft profitieren. Sogar Till Backhaus (SPD) sagte überraschend ehrlich in der Ostsee-Zeitung: „Ich entscheide nicht gegen den Bauernverband.“ In anderen Ländern seien Verantwortliche „wegen ähnlicher Gesetze durch die Bauern abgewählt worden“.
Sogar Till Backhaus sagte überraschend ehrlich in der Ostsee-Zeitung: „Ich entscheide nicht gegen den Bauernverband.“ In anderen Ländern seien Verantwortliche „wegen ähnlicher Gesetze durch die Bauern abgewählt worden“.

Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bauernbund-aergert-sich-ueber-Betriebsverkaeufe-von-DBV-Mitgliedern-an-Investoren-9159115.html#comment-103627

Dienstag, 17. April 2018

Erwin Schöpges neuer EMB-Vorsitzender

Der 53-jährige Ameler tritt damit die Nachfolge von Romuald Schaber an, der nach vielen Jahren an der Spitze des EMB nicht mehr kandidierte. „Es war eine sehr emotionale Veranstaltung, weil wir Romuald Schaber sehr viel zu verdanken haben. Ich weiß, dass ich jetzt ein Amt mit einer großen Verantwortung erhalte und freue mich auf die anstehenden Aufgaben", so Erwin Schöpges auf Anfrage gegenüber dem GrenzEcho.

Freitag, 13. April 2018

Burn-out im Stall? - Milchbauern in der Krise

Lange war die Welt in Ordnung auf dem Hof von Rainer und Gaby P. in der Eifel. Doch mit dem Fall der Milchquote 2015 kam die große Krise. Bei Preisen von teils 19 Cent pro Liter Milch fiel es ihnen schwer, noch zum Arbeiten aufzustehen. "Wir arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung und dabei kommt kein Geld raus, nur Schulden", sagt Bauer Rainer P. 

Freitag, 6. April 2018

Schlagabtausch auf Bauerntag: Minister kontra Präsident

So gereizt war die Stimmung auf einem Bauerntag in Mecklenburg-Vorpommern wohl noch nie. Landesbauernpräsident Detlef Kurreck und Agrarminister Till Backhaus (SPD) lieferten sich am Donnerstag in Linstow (Landkreis Rostock) einen heftigen Schlagabtausch. Backhaus hatte bereits im Vorfeld kräftig ausgeteilt und Verbandsfunktionären und Chefs großer Agrarbetriebe den Ausverkauf der Agrarflächen, Geldgier und Blockadehaltung vorgeworfen (die OZ berichtete). 


Video:

Donnerstag, 5. April 2018

NI: Milchviehhalter stellen Konzept zum Krisenmanagement vor

Ihren Besuch bei Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast nutzten die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), um das vom Verband entwickelte Milchmarkt-Krisenmanagement-Konzept zu erläutern.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Krisensituationen war man sich in der Gesprächsrunde einig darüber, dass dringend effiziente und kurzfristig einsetzbare Maßnahmen vorgehalten werden müssen, falls Krisen auf dem Milchmarkt auftreten. Daneben müssen alle Aktivitäten zur Vermeidung von Marktverwerfungen intensiviert werden. Die Ministerin bedankte sich ausdrücklich bei den Vertretern des BDM für die umfassenden Informationen. Sie betonte, die Anregungen in die Diskussionen auf der kommenden Agrarministerkonferenz einfließen zu lassen.

Montag, 2. April 2018

Traktor-Demo legte Wiener City lahm

Am Gründonnerstag startete die Traktoren-Demo der IG-Milch in Wien. Die IG-Milch wirft Molkereien vor, dass sie jenen Milchrebellen, die aufgrund von Absatzproblemen reumütig wieder zu den großen Milchgenossenschaften zurückgekehrt sind, noch immer weniger auszahlen als anderen Landwirten. 
Dem Raiffeisenkonzern wirft er vor, sich längst vom Grundgedankten seines Gründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen entfernt zu haben. So würden Vertreter des Bauernbundes "von der Bezirksebene aufwärts quasi alle gleichzeitig auch Raiffeisenfunktionen inne haben". Dies schalte die "demokratische Gewaltenteilung" aus.

Milchpulver für Bangladesch

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat sein Absatzgebiet in Südasien erweitert.
Das Abkommen sei Teil der laufenden Bemühungen, in wichtigen Überseemärkten Marktanteile zu gewinnen und dort zur gesunden Milchernährung beizutragen. Die Bevölkerung Bangladeschs ist dem Molkereikonzern zufolge in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 10 % auf über 160 Millionen Menschen gewachsen, was rund 2 % der Weltbevölkerung entspricht.

USA: Lager sind voll wie nie

In den USA sind die Lagerbestände an Milcherzeugnissen und Fleisch zuletzt weiter angewachsen. Aktuellen Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge befanden sich zum Stichtag 28. Februar 2018 insgesamt 596'090 t Naturkäse im Kühllager. Das waren nicht nur 2,8 % mehr als im Vorjahresmonat, sondern so viel wie noch nie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1917. Zudem haben die Butterbestände innerhalb eines Monats um gut ein Fünftel zugenommen. 

BMG-Pleite: Die Lage bleibt schwierig

"Wir stehen kurz vor einem Vertragsabschluss", macht Joachim Spinner seinen Kollegen Mut. Wer der neue Abnehmer sein wird, verrät er nicht. Weil die Ortenauer Milchgenossen auch Mitglied bei der MEG Bayern sind, dürfte aber klar sein, dass das Milchauto künftig in diese Richtung fährt.
Die Insolvenz konnte niemand voraussehen", sagt Anton Walter. Der Landwirt aus Oppenau hat die MEG in der Ortenau mitgegründet und den Absatzweg zur Berliner BMG geöffnet.  "Es war richtig", verteidigt Walter die Entscheidung, man habe einen besseren Milchpreis bekommen und noch vor eineinhalb Jahren wurde der Vertrag nachgebessert. 

Spanien: Bauern gehen auf die Strasse

Am Dienstag vergangener Woche folgten laut Medienberichten insgesamt 800 Landwirte mit zusammen 500 Traktoren dem Aufruf von berufsständischen Organisationen, die Nationalstrasse 430 zwischen Miajadas und Don Benito in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura zu blockieren.
Die aktuellen Erzeugerpreise seien viel zu niedrig und reichten nicht einmal aus, die Produktionskosten zu decken, erklärten der Bauernverband Asaja und die regionale Organisation La Unión Extremadura. Hinzu kämen kräftige Unterschiede zwischen den Erzeuger- und den Verbraucherpreisen. Während die Preise für die Landwirte ruinös seien, bereichere sich der Handel. 

Freitag, 30. März 2018

Rumänien: 56.000 ha Betrieb jetzt unter der Kontrolle von Abu Dhabi Sheikh

Das rumänische Unternehmen Agricost Braila, das die größte Getreidefarm des Landes betreibt, wird von der Al Dahra-Gruppe aus Abu Dhabi gekauft. Agricost betreibt 56.000 Hektar des fruchtbarsten Landes Rumäniens auf der Insel Great Braila und hat einen jährlichen Umsatz von 86 Millionen Euro. 

Bericht mit Bildern

Sonntag, 25. März 2018

Arla-Biomilchprodukte-Vernichtung ruft Kreis auf den Plan

Neu Wendischthun. Milchprodukte, die in einer Kompostieranlage entsorgt werden. Diese Nachricht in der Sonnabendausgabe der LZ sorgte nicht nur bei manchem Leser für Empörung, sondern rief auch die Amtsveterinäre des Landkreises Lüneburg auf den Plan. Sie machten sich gleich zu Beginn dieser Woche auf den Weg, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.Wie berichtet, hatte sich ein Bio-Milchbauer aus dem Bleckeder Ortsteil Neu Wendischthun beklagt, dass nur wenige hundert Meter neben seinem Bauernhof seit Monaten Arla-Biomilchprodukte vernichtet werden. Er selbst liefert täglich rund 2500 Liter Bio-Milch an die Arla-Molkerei und sagte: „Zu sehen, wie die Milch, die wir hier mühsam erzeugen, in rauen Mengen vernichtet wird, das ist bitter." 

Samstag, 24. März 2018

Nach Insolvenz der B.M.G. bangen 42 Milcherzeuger um ihre Existenz

42 Landwirtschaftsbetriebe im Gebiet vom Hegau bis Horb sollen unmittelbar von der Insolvenz betroffen sein. Deutschlandweit sind es rund 1000 Betriebe. Es geht um mehr als eine Milliarde Liter Milch im Jahr. Diese Menge hatte über Nacht keinen Abnehmer mehr. Zwar wurde mittlerweile eine Zwischenlösung gefunden, die Milch wird weiter abgeholt und muss nicht weggeschüttet werden, doch der Preis, den die Landwirte seither pro Liter erhalten, reicht nur in wenigen Fällen aus, um die laufenden Kosten zu decken. „Die Insolvenz der BMG hat uns wie ein Tsunami getroffen. Jetzt müssen wir den Schaden begrenzen", sagt Andreas Schleicher, Landwirt aus Dauchingen. 


Donnerstag, 22. März 2018

DMK-Tochter Fude+Serrahn will bei Poelmeyer einsteigen

Die DMK-Tochter Fude+Serrahn beteiligt sich beim Sauermilchkäsespezialisten Poelmeyer mit 50 Prozent. Aufgrund des hohen Preisdrucks im Markt  für Harzer Käse musste Poelmeyer zuletzt Verluste hinnehmen. 


Samstag, 17. März 2018

Hessen prüft Hilfe für Milchbauern

Nach der Insolvenz der Berliner Milcheinfuhrgesellschaft BMG prüft das Land kurzfristige Hilfe für Hessens Bauern. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag auf hr-Anfrage mit. Landesvertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehalter hatten sich zuvor mit Ministeriumsvertretern getroffen. Für viele Bauern bedeute das ein wirtschaftliches Desaster. In Hessen seien etwa 50 bis 60 Betriebe betroffen, darunter auch Bio-Bauern.

Freitag, 9. März 2018

BY: Milchviehbauern feiern 20-jähriges Bestehen ihrer Vereinigung

Schon seit 20 Jahren mischen viele Milchbauern im Landkreis Tirschenreuth beim Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) politisch mit. Ein Jubiläum, das zahlreiche Mitglieder am Freitag in die "Petersklause" führte, wo im Nebenzimmer die Jahreshauptversammlung stattfand. BDM-Teamleiter Matthias Zahn aus Eiglasreuth hielt einen spannenden Rückblick auf die Vereinsgeschichte. "Der Interessensverband der aktiven Milchviehhalter hat in diesen Jahren einiges zu Wege gebracht", sagte Zahn und nannte als Beispiel das "Milchboard", das sich um Vermarktung und den Milchmarker-Index kümmert. Auch der Europäische Milchbauernverband (EMB), die europäische Milchmonitoringstelle zur Marktbeobachtung, die Marke "Faire Milch" und vieles mehr seien daraus entstanden.

Sonntag, 25. Februar 2018

Hoher Milchpreis schmälert Gewinn von FrieslandCampina

Ebenso wie ArlaFoods zehrte der höhere Milchpreis auch bei FrieslandCampina am Ergebnis. Der Gewinn sank um 37,3 Prozent auf 227 Mio. Euro. Laut Hein Schumacher, CEO FrieslandCampina, waren auch einmalige Abschreibungen in China und Deutschland, Volumendruck in Europa und Restrukturierungen Schuld am schlechteren Ergebnis. 
Trotz des niedrigeren Gewinnes konnte FrieslandCampina die Eigenkapitalquote auf 35,1 Prozent steigern. Im Vorjahr betrug sie 34 Prozent.
24 Prozent Plus beim Milchpreis

Montag, 19. Februar 2018

Von einer Krise zur nächsten - Milchbauern fürchten um ihre Existenz

180 Kühe melkt Dieter Rempe auf seinem Hof in Wagenfeld im Landkreis Diepholz. Ein moderner Milchviehbetrieb – keiner von den ganz großen, aber wirtschaftlich überlebensfähig in einem Umfeld, das vor allem in den vergangenen zehn Jahre extrem schwierig für die Milchbauern war. Von einer Krise zur nächsten – so schildert Dieter Rempe diese Jahre seit etwa 2009 mit immer wieder dramatisch einbrechenden Milchpreisen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Film zum Milchpolitischen Frühschoppen 2018

Der traditionelle Milchpolitische Frühschoppen auf Einladung des Milchindustrie-Verbandes am Rande der Internationalen Grünen Woche fand am 23. Januar 2018 in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund in Berlin statt.

Zu dem Thema „Agrarpolitik 2020, was kommt auf die Milch zu?" debattierten mit reger Publikumsbeteiligung für die Politik Dr. Bettina Hartwig (Unterabteilungsleiterin 41 Agrarmärkte im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), für die Landwirtschaft Hans Foldenauer (Sprecher des BDM Bund Deutscher Milchviehhalter e.V.) und Ludwig Börger (Milchreferent des DBV Deutscher Bauernverband e.V.) sowie für die Wirtschaft Ingo Müller (CEO DMK Deutsches Milchkontor GmbH).

Dienstag, 30. Januar 2018

EU: Aufkauf von Milchpulver gestoppt

Die EU-Staaten haben für dieses Jahr die Pflicht Brüssels zum automatischen Aufkauf von Magermilchpulver ausgesetzt, teilte der EU-Rat nach einem Beschluss der europäischen Agrarminister gestern mit.
Grund seien bereits "sehr hohe Lagerbestände" der EU bei Magermilchpulver von fast 400 000 Tonnen.

Samstag, 27. Januar 2018

Neue Demonstrationen in Frankreich: 200 Bauern blockieren zwei Supermärkte

Freitagabend versammelten sich am Kernilien-Kreis um 23 Uhr rund 200 Bauern und deponierten Reifen, Holzpaletten, Grünabfälle und Heuhaufen vor den Eingängen der Supermärkte nachdem sie Gülle verteilt hatten. Umrahmt von Gendarmen blieb die Demonstration friedlich.