Das Neukirchener Stadtparlament hat in seiner jüngsten Sitzung einem Antrag der Bauernmolkerei auf Senkung der Abwassergebühr zugestimmt. Die Molkerei spart rückwirkend für das vergangene Jahr und für 2012 jeweils rund 50 000 Euro ein, weil ein alter, noch mit dem früheren Besitzer Hochwald abgeschlossener Vertrag aufgehoben wird.
Eine Sammlung von Infos und Links zum Thema Agrarpolitik abseits des Mainstream
Dienstag, 31. Januar 2012
Nach Fusion - Deutsches Milchkontor startet furios
Die Erlöse seien im vergangenen Jahr um mehr als ein halbe Milliarde auf insgesamt 4,5 Milliarden € geklettert, teilte Vorstandschef Josef Schwaiger gestern am Unternehmenssitz Zeven mit. Die Zahlen sind vorläufig, offiziell wird die Bilanz im Juni vorgelegt. Der Gewinn nach Steuern liegt bei rund 20 Millionen € .
Das Dream-Team von Müllermilch
Haben nicht schon immer gemeinsame Feinde die besten Freunde gemacht? "Wir hassen beide Berater. Und E-Mails! Und SMS!", zählt Heiner Kamps auf, wenn man ihn fragt, was ihn mit Theo Müller verbindet, dem als - vorsichtig gesagt - eigensinnig geltenden Milchmilliardär.
Montag, 30. Januar 2012
Studie: Italienische Milchbauern arbeiten sehr effizient
Die Gewinne italienischer Milchviehbetriebe sind im Durchschnitt deutlich höher als die ihrer Berufskollegen in sieben weiteren Ländern der Europäischen Union. Wie aus einer Studie des Instituts für Agrarökonomie (LEI) der Universität Wageningen (NL) hervorgeht, sind grössere nicht grundsätzlich effizienter als kleinere Betriebe.
Deutscher Milch-Riese setzt auf China
Deutschlands größte Molkerei DMK verbucht ein kräftiges Umsatzplus und setzt verstärkt auf Internationalisierung. So eröffnet die DMK in den nächsten Monaten ein Vertriebsbüro in China.
Zwar lag der von der DMK gezahlte Milchpreis – das ist für die rund 11.000 Genossen, also für die Bauern, die Rendite – mit 34 Cent je Kilogramm vier Cent über dem Durchschnitt von 2010, verfehlte aber knapp das Ziel von 34,5 Cent. „Das lag vor allem an den Kosten der Fusion und den Rückstellungen für die weitere Integration", sagte Josef Schwaiger.
Fonterra lehnt Milchmarktreform der neuseeländischen Regierung ab
Die neuseeländische Genossenschaftsmolkerei Fonterra kritisiert die Ankündigung des Landwirtschaftsministeriums, weitere Maßnahmen zur Förderung des Wettbewerbs auf dem neuseeländischen Milchmarkt umsetzen zu wollen.
Molkereien bieten Milchbauern mehr als der Spotmarkt
Molkereien bieten Milchviehhaltern nicht nur eine sichere Abnahme, sie zahlen zumeist auch höhere Erzeugerpreise aus.
Sonntag, 29. Januar 2012
Insolvenzverschleppung - Staatsanwälte ermitteln in Allgäuland-Affäre
Wie der letzte Allgäuland-Aufsichtsratsvorsitzende Kuno Rumpel sagte, konnte das Unternehmen schon 2002 die Milchpreiszahlungen an ihre Bauern nicht mehr aus dem operativen Geschäft erwirtschaften.
Samstag, 28. Januar 2012
Englische Milchviehhalter mit kräftigem Einkommensplus
In der Schweine- und Geflügelhaltung stehen die Gewinne unter Druck
Rinder- und Milchviehhalter in England werden 2011/12 voraussichtlich deutlich höhere Einkommen erzielen als im Vorjahr. Ackerbauern sowie Schweine- und Geflügelmäster müssen hingegen mit Einbußen rechnen. Das geht aus einer aktuellen Schätzung des Landwirtschaftsministeriums in London hervor. Ein durchschnittlicher Milchviehbetrieb in England wird demnach vom 01.03.2011 bis 29.02.2012 einen Nettogewinn von umgerechnet EUR 100.239,- erzielen; das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem nominalen Plus von 27%.
EU will höhere Zollkontingente für Rindfleisch aus Nordamerika
Gilt nur für nicht mit Hormonen behandeltes Fleisch
Die USA und Kanada sollen mehr Rindfleisch in die EU exportieren dürfen. Dafür hat sich der Außenhandelsausschuss im Europäischen Parlament (EP) am Donnerstag ausgesprochen.
AFP in Baden-Württemberg setzt Akzent auf Tierschutz
Das baden-württembergische Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) trägt den Aspekten Tierschutz und Umweltverträglichkeit in diesem Jahr stärker Rechnung, der Regelfördersatz sowie die Förderobergrenze fallen aber niedriger aus als 2011. Das hat das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart am Freitag mitgeteilt. Zielgruppe der Investitionsförderung seien entwicklungsfähige klein- und mittelbäuerliche Betriebe in Baden-Württemberg. Die Förderobergrenze sei von zuvor 1,25 Mio Euro auf jetzt 1 Mio Euro gesenkt worden.
Landwirtschaft: Warum Europa einmal fast in Milch ertrank
In Brüssel feiert man das fünfzigjährige Bestehen der „Gemeinsamen Agrarpolitik". Warum sie so kompliziert ist, lässt sich nur aus der Geschichte verstehen. Über die Agrarpolitik nach 2013 wird bereits verhandelt.
Sie besitzen zwei Kühe. Die EU tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen dafür eine Entschädigung und schüttet die Milch dann in die Nordsee.
Das ist ein Witz – aber auch nicht allzu weit davon entfernt, was die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) in ihrer Geschichte so hervorgebracht hat. Da wurden Bauern dafür bezahlt, dass sie ihre Äcker nicht bewirtschaften, oder dafür, dass sie einst Rinder besaßen. Aus Brüssel fließen pro Jahr etwa 50 Mrd. Euro an die Landwirte, rund die Hälfte des EU-Budgets. Und das für einen Bereich, in dem nur wenige Prozent der Bevölkerung beschäftigt sind. Die Agrarpolitik ist der einzige komplett vergemeinschaftete Bereich in der EU.
Bauern sind Minister nicht grün
Die Landwirte und Alexander Bonde finden noch keine gemeinsame Basis. Seit etwa einem Jahr ist Grün-Rot in Stuttgart am Ruder. Beim Bauerntag in Ilsfeld sprach dennoch ein CDU-Mann: Landesvorsitzender Thomas Strobel. Landwirtschaftsminister Alex Bonde (Grüne) hatte abgesagt.
Beim Kreisbauerntag in Ilsfeld nahmen die Landwirte gestern die Politik von Grün-Rot in die Mangel. Das Gespräch ist derzeit schwierig. Landwirtschaftsminister Alexander Bonde hatte seine Zusage zurückgezogen, als Ersatz hatten die Bauern den CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobel eingeladen. Die Bauern und die CDU - sie bildeten in den vergangenen 50 Jahren im Land ein festes Bündnis. Doch seit in Stuttgart eine grün-rote Koalition regiert, gibt es "andere Konstellationen als wir in Jahrzehnten gewohnt waren", sagt Eberhard Zucker, Vorsitzender des fusionierten Bauernverbandes der Landkreise Heilbronn und Ludwigsburg.
Eiweißstrategie braucht echte Anreize zum Anbau
DBV und Züchter beschreiben Situation richtig, aber bekämpfen den entscheidenden Hebel. In der GAP-Reform müssen Zahlungen an Mindestanbau gebunden werden. Ministerin Aigner gefordert.
Sonnleitner - Der Acker-Mann
Es stimmt, er redet nur, Sonnleitner ist Lobbyist. Wenn es eng wird, kann er sich darauf berufen, nicht das letzte Wort zu haben. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Sonnleitners Verband hat Gewicht. Wenn es in Brüssel darum geht, welcher Bauer wie viel bekommt, macht Sonnleitner Druck. 58 Milliarden Euro sind es, die jährlich in die europäische Landwirtschaft fließen. Wenn sie auf dem Tisch liegen, muss Sonnleitner wach sein. Dann muss er fordern, drohen, blockieren, taktieren. Oft genug setzt er die Interessen deutscher Bauern durch oder die, die der Deutsche Bauernverband dafür hält. Immer wieder wird dem Verband vorgeworfen, Kleinbauern, Ökobetriebe und Milchbauern zu vergessen.
Agrarsubventionen - Der 50-Milliarden-Euro-Widerspruch
Entwicklungsminister Dirk Niebel und seine für Landwirtschaft zuständige Kabinettskollegin Ilse Aigner standen Seite an Seite mit dem Vertreter der Subventionsempfänger, Gerd Sonnleitner, dem Präsidenten des Deutschen wie des Europäischen Bauernverbands. Wie schon mehrfach angekündigt, wollen alle drei jetzt konkret für die Streichung der Subventionen streiten; und zwar nicht nur in der Welthandelsorganisation WTO, sondern auch und vor allem bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Die europäischen Ambitionen, einen wachsenden Weltmarkt für hochwertige Lebensmittel zu bedienen, könnten also mit der Hungerbekämpfung in Konflikt geraten. Dennoch trauten sich weder Niebel noch Aigner an die Direktzahlungen heran, kritisierte der grüne Entwicklungspolitiker Thilo Hoppe, "um ihren Partner, den konservativen Deutschen Bauernverband, nicht zu verprellen".
Freitag, 27. Januar 2012
Staatsanwalt ermittelt gegen Allgäuland wegen Insolvenzverschleppung
Gegen die Allgäuland-Käsereien wird wegen des Anfangsverdachts auf Insolvenzverschleppung ermittelt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Ravensburg auf Anfrage der „Südwest Presse" (Samstagausgabe). Dem Blatt zufolge war eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Ulm eingegangen und an die Behörde in Ravensburg weitergeleitet worden. Die überschuldete Allgäuland-Käsereien GmbH war im November 2011 vom deutsch-skandinavischen Molkerei-Konzern Arla Foods zum symbolischen Preis von einem Euro aufgekauft worden.
Tilsiter: „Dem Käse täte Innovation gut“
Im Januar wurde die Produktion von rotem Tilsiter aufgrund voller Lager eingestellt. Der Tilsiter habe ein Imageproblem, glauben Grossverteiler und PR-Fachleute.
Sonnleitner attackiert polnischen Agrarminister
Zum Abschluss der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin hat Bauernpräsident Gerd Sonnleitner den polnischen Agrarminister Marek Sawicki im Streit um EU-Direktzahlungen attackiert. "Der polnische Minister ist seiner Aufgabe als Ratspräsident im letzten halben Jahr und dem europäischen Gedanken nicht gerecht geworden", sagte Sonnleitner der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Donnerstag, 26. Januar 2012
DBV und MIV fordern ausreichend Zeit für Milchvertragsänderungen
In einer ersten Reaktion auf den Endbericht der „Sonderuntersuchung Milch" des Bundeskartellamtes haben sowohl der Deutsche Bauernverband (DBV) als auch der Milchindustrie-Verband (MIV) unter anderem ausreichende Übergangsfristen für Änderungen von Milchlieferverträgen zwischen Milcherzeugern und Molkereien gefordert.
BDM hält an Mengensteuerung fest
Auch nach der Sektoruntersuchung Milch des Bundeskartellamtes plädiert der Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. für eine Mengensteuerung. Dabei sehen die Kartellwächter dieses Instrument kritisch. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, hat bei der Veröffentlichung des Abschlussberichts als Ziel seiner Behörde erklärt, den Wettbewerb zwischen den Molkereien um Milch zu fördern.
Kein GVO Mais-Anbau in Frankreich
Monsanto verzichtet in Frankreich freiwillig auf den Verkauf der gentechnisch veränderten Maissorte MON810 und reagiert damit auf den politischen Gegenwind.
Tödliche Keime aus der Massentierhaltung - Machen Bakterien aus der Tiermast die Menschen krank?
Antibiotika gelten als die Wunderwaffe im Kampf der Mediziner gegen gefährliche Infektionen. Was aber wenn sich immer mehr Bakterien verbreiten, die resistent gegen Antibiotika sind und der Mensch daran erkrankt?
Italienische Milcherzeuger wirtschaften besonders effizient
Die Gewinne italienischer Milchviehbetriebe sind im Durchschnitt deutlich höher als die ihrer Berufskollegen in sieben weiteren wichtigen Milcherzeugerländern der Europäischen Union. Wie aus einer Studie des Instituts für Agrarökonomie (LEI) der Universität Wageningen weiter hervorgeht, sind größere nicht grundsätzlich effizienter als kleinere Betriebe. In der Betriebsgrößenklasse von 40 bis 100 Europäischen Größeneinheiten (EGE) erzielten die Italiener in den Jahren 2006 bis 2008 die höchsten durchschnittlichen Einkommen je 100 kg Milch, und zwar in Höhe von 24 Euro. Die folgenden Plätze belegten Belgien mit 17 Euro Milch, Irland mit 16 Euro und Deutschland mit 13 Euro. Die Schlusslichter mit 11 Euro und weniger bildeten in absteigender Reihenfolge Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Dänemark.
Käserei stellt Produktion ein
Käsespezialitäten aus der Bio-Hofkäserei Märkischer Landmarkt gibt es nicht mehr: Geschäftsführer Ralf Lottmann hat die Produktion eingestellt. Der Bochumer Unternehmensberater übernahm im August 2008 die Leitung des ambitionierten Bio-Projekts.
Foodwatch kritisiert Etikettenschwindel - Die "Landlust-Tee"-Lüge
Hinter Werbung mit ländlichem Idyll verbirgt sich häufig ein billiges Industrieprodukt, kritisiert Foodwatch. Die Organisation spricht von staatlich legitimierter Verbrauchertäuschung.
Der Städter hat Sehnsucht. Nach der ländlichen Idylle. Das zeigt nicht zuletzt auch das bombastische Interesse am Magazin Landlust (Auflage 900.000 Exemplare). Also werden die urbanen Supermärkte immer öfter vollgepackt mit Produkten, die namentlich aus dem Grünen stammen sollen: Landgurken, Landkekse, Landwürste, Landnudeln.
Bauern bringen ihre Molkerei auf Vordermann
Bis Mitte April sollen die neuen Produktionsanlagen stehen. Ab dann gibt's wieder Milch in der Marburger Molkerei. Verkaufsstart ist Anfang Mai. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.
Nur wenige Firmen kontrollieren Agrarhandel
Die britische Bauernkonferenz Oxford Farming Conference hat an ihrem jährlichen Treffen Anfang Januar 2012 aufgezeigt, dass weltweit zwanzig Länder für 78 Prozent der globalen Exporte und 70 Prozent der globalen Importe von Agrarprodukten verantwortlich sind.
Ist die Arbeit am tödlichen Virus zu gefährlich? - Vogelgrippe-Erreger H5N1
Ein im Labor entwickeltes Supervirus sorgt für Angst: Was könnte geschehen, wenn es in die falschen Hände gerät? Die beteiligten Forscher unterbrechen vorsichtshalber ihre Arbeiten.
Mittwoch, 25. Januar 2012
Doppelter Landfraß ist nur ein „Mythos“
Die Bauern machen mobil gegen den Landfraß – und Naturschützer von BUND und Nabu kritisieren die Kampagne als „irreführend" und „billige Polemik". Warum – das fragte Holger Drechsel den Präsidenten des Naturschutzbundes (Nabu), Olaf Tschimpke.
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