VMB-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Seufferlein hält privatrechtliche Regelungen zur Deckelung der Milchmenge im Krisenfall für nicht durchführbar.
Eine Sammlung von Infos und Links zum Thema Agrarpolitik abseits des Mainstream
Mittwoch, 19. November 2014
Christian Meyer (Grüne): Die Vorschläge des BDM sind notwendig
Wenn im kommenden Jahr die Milchquote fällt, dann bedeutet das möglicherweise das Aus für zahlreiche kleine Milchbauern. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert deswegen eine Regelung auf EU-Ebene, wenn die Milchquote ausläuft. Die Idee: Ist zu viel Milch auf dem Markt, müssen alle Bauern eine Zeit lang etwas weniger produzieren. Für die Beobachtung und Kontrolle sei die sogenannte EU-Monitoringstelle zuständig. Landwirtschaftsminister Meyer appelliert ebenfalls an die EU, eine Regelung zu schaffen.
Der niedersächsische Minister Christian Meyer schreibt auf Facebook:
„Die Vorschläge des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter sind notwendig!"
Radiobeitrag: Milchpreise machen den Bauern zu schaffen
Während sich Verbraucher über billige Milch freuen, leben die Milchbauern in großer Unsicherheit. Der Deutsche Bauernverband will nun auf ihre Situation aufmerksam machen.
Montag, 17. November 2014
Melken für den Weltmarkt
Auf dem Weltmarkt herrscht ein Überangebot an Milch. Der Bauernverband will heute über die Folgen für Landwirte informieren. Doch die Milchbauern selbst sind für den Preisverfall mitverantwortlich.
„Wir haben gegenwärtig keine Krise, sondern bisher eine Marktdelle, die es gilt, genau zu beobachten", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Die Milchviehhalter hingegen sind alarmiert: "Wir sind drauf und dran, in eine neue Krise zu steuern", sagte der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Hans Foldenauer, zu tagesschau.de.
Steigende Milchmengen, fallende Preise
Durchschnittlich habe die Molkerei Grafschaft Hoya 2013 einen Milchpreis von 38,3 Cent pro Kilogramm an die Lieferanten gezahlt. Generell sei auch bei der DMK eine steigende Milchablieferung zu erwarten. „Darauf haben wir uns einzustellen", sagte Voss und erläuterte den Anwesenden die Exportbestrebungen der DMK. Auch sie habe die Milchpreise senken müssen: „Wenn alle Gas geben, geht das nur bis zu einem bestimmten Maß gut", befand Voss.
Sonntag, 16. November 2014
Milchbauern im Kreis Olpe fürchten die nächste Krise
Als Ausweg aus der Misere schlagen Michel Alterauge und seine Kollegen vom BDM die Einführung einer flexi-blen europäischen Mengensteuerung auf der Erzeugerseite vor. Der große Deutsche Landwirtschaftsverband lehnt das ab und setzt auf die Gesetze Marktes. Er sieht weitere Vermarktungschancen für deutsche Milch auf dem Weltmarkt, fordert dafür aber eine „stärkere Begleitung", sprich Subventionierung, durch die Bundesregierung. Ein Weg, den Michael Alterauge für falsch hält. „Auf dem Weltmarkt können wir nur mit hochveredelten Produkten bestehen. Wir konkurrieren mit Betrieben in den USA mit durchschnittlich 1100 Kühen.
EMB-Milchauszeichnung für Ciolos
Das European Milk Board (EMB) hat den ehemaligen EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Ciolos mit der „Goldenen Faironika" ausgezeichnet. Er habe mit der Beobachtungsstelle einen wichtigen ersten Schritt in die richtige Richtung gesetzt. Ciolos wiederum betonte: „Ich ermutige das EMB, mit den anderen Marktteilnehmern auf konstruktive Weise im Geiste der Kooperation und des Dialogs weiter zusammenzuarbeiten, um das Konzept einer ‚fairen Milch' und einer ausgewogenen Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lebensmittelkette voranzubringen."
Freitag, 14. November 2014
Milch: Neue Exporthilfen?
Der federführende Abgeordnete James Nicholson von den britischen Konservativen plädierte unter anderem für eine Anhebung der Interventionspreise sowie die Wiedereinführung von Exporterstattungen.
Mehr Steuerung?
Der französische Christdemokrat Michel Dantin, der bei der EU-Agrarreform mit der Idee eines Entschädigungssystems für einen freiwilligen Produktionsverzicht im Krisenfall gescheitert war, rief den Rat auf, ein solches Verfahren nicht länger abzulehnen.
Mittwoch, 12. November 2014
Landvolk: Keine Zukunft unter 100 Kühen
Die Anzahl der Milchviehbetriebe im Landkreis Northeim wird in den kommenden Jahren weiter sinken. Davon geht Gerhard Rudolph, Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes Northeim-Osterode, derzeit aus. Vor dem Hintergrund sinkender Milchpreise werden laut Rudolph nur noch die Milchbauern eine Zukunft haben, die mehr als 100 Tiere haben.
Dienstag, 11. November 2014
Montag, 10. November 2014
Rukwied: Nur starke Betriebe halten Marktdruck aus
"Die deutschen Bauern haben sich klar zum Markt bekannt. Den augenblicklichen Druck auf die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in vielen Bereichen können die Landwirte aber nur dann unternehmerisch bewältigen, wenn die Politik die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärkt," stellte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, heraus. "Niedrigpreisstrategien vernichten Wertschöpfung in der gesamten Kette und machen sämtliche Forderungen nach höheren Standards unglaubwürdig. Vermarkter und Lebensmittelhandel sind gefordert, sich nicht mit einer Niedrigpreisstrategie zu begnügen, sondern intelligente und effiziente Wege in der Vermarktung zu finden", betonte der Bauernpräsident.
AT: A faire Butter
A faire Butter ist zu 100 % aus Österreich. Nur wo "Guat. Fair." drauf steht, ist auch 100 % Zukunft für unsere heimischen Bauern drinnen. A faire Butter ist eine Aktion der IG Milch.
Stabiler Milchpreis durch Solidarität: Abgeordneter Westermayer redet mit Bauern
Als der Milchpreis vor drei Jahren wegen Überproduktion fiel, wäre ein Aufruf des Bauernverbands zur Selbstbeschränkung der Landwirte hilfreich gewesen. Drei Prozent weniger Milch hätten seiner Meinung nach genügt, um den Preis stabil zu halten. Stattdessen habe der Verband gemeint: "Das wird schon wieder." Diese eher gleichgültige Haltung nehme der Verband auch angesichts der zum 31. März 2015 fallenden EU-weiten Milchquote ein, kritisierte Westermayer.
Samstag, 8. November 2014
AMI: Überangebot am Milchmarkt verursacht starken Preisrückgang
Das weltweite Milchaufkommen ist 2014 deutlich gestiegen. Die Folgen waren ein Angebotsüberhang und ein erheblicher Preisrückgang am Weltmarkt. In den kommenden Monaten wird das Milchaufkommen, trotz des sich wohl abschwächenden Wachstums, vergleichsweise hoch bleiben. Preislich dürfte sich das Jahr 2015 dadurch deutlich unter den beiden Vorjahren bewegen.
Donnerstag, 6. November 2014
BDM plant Aktionen gegen Milchpreisverfall
Um darüber zu diskutieren, was die Bauern gegen die Talfahrt des Milchpreises machen können, waren rund 100 Ortsvertreter des „Bund Deutscher Milchviehhalter" (BDM) am Dienstagabend in den Gasthof „Zur Post" gekommen. Kreisvorsitzender Bernhard Heger hält es nicht für sinnvoll, den Verbrauchern oder den Handelsunternehmen die Schuld zuzuschieben. Diese würden nur auf das Überangebot von Milch reagieren, das derzeit auf dem Markt sei, indem sie billiger einkauften. Das Problem war laut Heger lange vorhersehbar. Der Importstopp in Russland sei nur noch „das i-Tüpferl" gewesen.
Arla verschenkt 15 Tonnen Käse
Eigentlich war die Ware für den russischen Markt bestimmt, dahin kann sie aber nicht geliefert werden. Die Ware könne auch nicht anderswohin verkauft werden, erklärte Arla am Donnerstag, entweder weil sie schon für den russischen Markt verpackt wurde oder weil der Käse sich nach den Vorlieben russischer Konsumenten richtet. Im Angebot sind etwa Käsesorten mit den Aromen Blaubeere, Olive oder Rucola.
Mittwoch, 5. November 2014
Häusling: Übermengen und Exportfiasko vernichten bäuerliche Existenzen!
„Dass das Auslaufen der Milchquote zu Mengenproblemen führen würde, konnten sich alle denken. Dennoch wurde diese absehbare Folge in den letzten Monaten heruntergespielt. Milchindustrie und Bauernverband schwärmten von lukrativen Exportmärkten, die jetzt zu erobern seien.
Es kann nicht sein, dass Molkerei-Riesen bei jeder Marktlage Gewinne machen, während die Milchproduzenten von Krise zu Krise mehr und mehr von ihrem eigenen Kapital - wenn denn überhaupt noch vorhanden - dem eigenen Produkt hinterher werfen.
Danone investiert weiter in Marokko
Der französische Molkereikonzern Danone stockt seine Beteiligung an dem marokkanischen Unternehmen Centrale Laitière weiter auf. Damit hält Danone nun 90,1 Prozent an dem Unternehmen, berichtet die Lebenmsittelzeitung. In den vergangenen beiden Jahren hat der Molkereikonzern, der etwa 60 Prozent seiner Umsätze in Schwellenländern erlöst, bereits mehr als eine Milliarde Euro in Afrika investiert.
EMB Newsletter November
Die Milchpreise befinden sich im freien Fall - quer durch Europa zeigt sich ein starker Abwärtstrend der Erzeugerpreise. Am stärksten betroffen sind die baltischen Länder welche die Auswirkungen des russischen Importverbots unmittelbar zu spüren bekommen. Hier werden aktuell Milchpreise von 16-18 Cent pro Liter ausbezahlt.
AbL: Milchindustrie und EU-Politik verantwortlich für aktuellen Milchpreisverfall
Der aktuelle Preisverfall für Milch liegt besonders im Interesse der exportorientierten Molkereien, gerade auch der deutschen Milchindustrie. Wenn sie bei stark gefallenen internationalen Notierungen weiter exportieren wollen, müssen sie alles versuchen, um den Erzeugerpreis für die Milch der Bauern nach unten zu drücken. Es ist daher kein Zufall, dass sie den Discountern und Handelsketten Trinkmilch und Milchprodukte immer billiger anbieten.
IG-Milch: Preisverfall bei Milch ist die logische Konsequenz des Überangebots
Nun erntet der Bauernbund die Früchte seiner Arbeit durch die Abschaffung der Milchquote. Egal ob in der Landwirtschaftsschule oder durch Beratung der Landwirtschaftskammer. Überall wurde jahrelang dasselbe gepredigt: Die Milchquote muss weg und das muss man nutzen für Produktionssteigerung und Wachstum.
Video - Bald nur noch Industriemilch auf dem Tisch?
Michael Alterauge vergeht die Lust an der Arbeit. 35 Cent pro Liter bekommt er gerade noch und damit geht es um die Existenz des kleinen Betriebs. "Ein Viertel meines Monatsgehaltes ist futsch. Und ich habe trotzdem die gleichen Kosten zu tragen."
"Wir steuern wieder auf eine Krise zu", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter.
Video - Sinkende Milchpreise belasten Bauern in Schleswig-Holstein
Der Billigdiscounter Aldi lässt derzeit die Milchpreise kräftig purzeln. Die Konsumenten sind erst einmal erfreut, aber den rund 4.000 Milchbauern in Schleswig-Holstein bereitet das eher Bauchschmerzen, denn sie sollen rund zehn Cent weniger pro Liter bekommen. Für viele stellt sich damit auch die Frage, ob ein Weitermachen bei diesen Niedrigpreisen überhaupt noch lohnt.
Melken für den Weltmarkt - Scheinheiliger Bauernverband
Scheinheilig ist es, wenn der Bauernverband dem Handel, und damit eben auch den Verbrauchern, wieder einmal die Schuld für den Preisverfall in die Schuhe schieben will. Schließlich ermuntert er die Milchbauern seit Jahren, sie sollten sich fit für den Weltmarkt machen. Statt mit dem Finger auf andere zu zeigen, sollte der Verband dafür nun auch die Verantwortung übernehmen
Dienstag, 4. November 2014
Dunkle Wolken dräuen am Milchhimmel
Wenn zunächst auch der Weg vom Abschied von der Milchquote zum unbeschränkten Handel "dank" TTIP ein weiter schien, wurde am Freitag doch schnell deutlich, wie nah die Themen beieinanderliegen.Daniel Kießecker (Mitte) als Gastgeber vom BDM begrüßte am Freitagabend beim "Milchbauernabend" in Musdorf die Grünen-Europa-Abgeordnete Maria Heubuch und den BDM-Funktionär Hans Foldenauer.
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Ostfrieslands Bauern in Sorge
Mit Sorge blicken zahlreiche Landwirte in Ostfriesland auf die Entwicklung des Milchpreises. Die Menge am Markt ist gewachsen. Die Molkereien zahlten den Landwirten zuletzt weniger pro Kilogramm Rohmilch. Die aktuelle Entwicklung wecke bei einigen fraglos Erinnerungen an die Milchkrise von 2008/ 2009. Experten sagen voraus, dass die Produktion in Deutschland und den Nachbarländern im kommenden Jahr um weitere fünf bis 15 Prozent wachsen wird, wenn zum 31. März 2015 die EU-weite Mengenregulierung über die Milchquote wegfällt.
Die Milchrebellen: Mut gegen Macht
Die Milch im Supermarkt wird immer billiger. Für die Milchbauern heißt das: wachse oder weiche! Im letzten Jahrzehnt hat ein Drittel der deutschen Milchbauern aufgeben müssen – gleichzeitig hat die Zahl der Megabetriebe zugenommen. Es ist ein Kampf David gegen Goliath, denn auf die Unterstützung von Bauernverband und Bundesregierung brauchen sie nicht zu hoffen. Die haben sich längst entschieden, dass eine moderne Landwirtschaft nur in Großstrukturen funktionieren kann.
Ein Film von Karin de Miguel-Wessendorf und Valentin Thurn
Redaktion: Angelika Wagner und Andrea Ernst
Montag, 3. November 2014, 20.15 - 21.00 Uhr
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Mit Vollgas in die Milchkrise?
Im kommenden Jahr wird der Markt liberalisiert. Landwirte fürchten, dass das für viele kleinere Betriebe das Aus bedeuten könnte. Schon jetzt sind viele von ihnen am Limit. Aber auch Wachstum ist keine Universallösung. Denn mehr Kühe bedeuten auch immer mehr Arbeit. „Ein Landwirt arbeitet 80 oder 90 Stunden pro Woche, an 365 Tagen im Jahr", sagt Hermann Dempfle. Meist habe er drei oder vier Nebenjobs, um zusätzliches Geld nach Hause zu bringen.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Milchpreis sinkt fast an die Schmerzgrenze
Wenn die Entwicklung so weiter gehe, erreiche man bald die Schmerzgrenze. "Bei 32 Cent wird es kritisch, bei 30 Cent verdienen wir nichts mehr an der Milch. Es gibt seit dem Embargo ein Milchüberangebot, vor allem holländische und französische Milch wird zu Spottpreisen von 22 Cent auf dem deutschen Markt angeboten", erklärt Graf. Damit würden natürlich die einheimischen Lieferanten unter Druck gesetzt.
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Arla Foods Upahl erhält Gelder vom Land
Die Molkerei Arla Foods in Upahl (Nordwestmecklenburg) erhält für ihre Erweiterung staatliche Unterstützung. Arla Foods will seine Produktion vor allem im Bio-Bereich erweitern. Das Unternehmen plant in Upahl eine Investition von rund 24 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sicherte für das Vorhaben 4,8 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur zu.
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