Die Preise für Milch sind wieder im Sinkflug. „Die Situation ist ernst und bedroht die Existenz vieler Milchbauern im Landkreis", sagt Günther Koch. Die meisten Molkereien zahlen nach seinen Angaben rund 30 Cent für den Liter Milch. „Viel zu wenig und nicht kostendeckend", sagt Koch. Und Jochen Ackermann, Geschäftsführer der Agrarberatung Nordhessen, befürchtet in den kommenden Monaten einen weiteren Preisrückgang. Die Verhandlungen über die neuen Verträge mit den Molkereien wurden gerade abgeschlossen", sagt Ackermann. Fest steht, der Preis sinkt weiter. „Uns Bauern ärgert absolut, dass die Molkereien aus den Entwicklungen der vergangenen Jahre nichts gelernt haben", kritisiert Koch. Der Kreisbauernverband gab keine Stellungnahme ab.
Eine Sammlung von Infos und Links zum Thema Agrarpolitik abseits des Mainstream
Sonntag, 3. Juni 2018
Donnerstag, 26. April 2018
Milchbauern fordern ein Ende der Überproduktion
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert am Rande der Agrarministerkonferenz in Münster von der Politik eine Marktregulierung ein. „Die kurzen Intervalle von Krisen müssen aufhören", fordert Hans Foldenauer, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). Die Politik soll nun eingreifen, um den Milchmarkt zu regulieren. Dafür wollen die Bauern heute bei der Agrarministerkonferenz in Münster demonstrieren. Zurzeit gebe es einen knapp 400 000 Tonnen schweren Berg Milchpulver aus Überkapazitäten, den niemand auf der Welt haben wolle. „Die Überschüsse zu produzieren ist schon Nonsens, geschweige denn, sie einzulagern. Das Pulver macht die Märkte kaputt.
Mittwoch, 25. April 2018
Mexiko und EU im ‘Käsekrieg’
Die EU und Mexiko haben am Samstag eine politische Einigung erzielt, die den europäischen Landwirten neue Märkte eröffnet. Im Rahmen des Abkommens werden Käsesorten, darunter Gorgonzola und Roquefort, präferierten Zugang zum mexikanischen Markt bekommen. Dabei werden Quoten von 5.000 Tonnen Frischkäse und 20.000 Tonnen für andere Käsesorten festgelegt. Derzeit gelten für beide Käsesorten Importzölle von 45 Prozent.
Insgesamt 30.000 Tonnen Milchpulver werden ebenfalls von den bestehenden 50-Prozent-Zöllen befreit. Darüber hinauss soll diese Quote innerhalb von fünf Jahren auf 50.000 Tonnen gesteigert werden.
Sonntag, 22. April 2018
Dr. Leopold Herz fordert Überprüfung der Auswirkungen einer Milchmengenreduzierung
Für den Monat April werden für den europäischen Markt besonders drastische Preisstürze prognostiziert. Deshalb hat MdL Dr. Herz und seine Landtagskollegen in einem Antrag die Staatsregierung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass auf Bundes- und Europaebene überprüft wird, welche Auswirkungen eine europaweite freiwillige und/oder verpflichtende Milchmengenreduzierung hätte und wie eine entsprechende Umsetzung in Europa aussehen könnte.
Freitag, 20. April 2018
Die Verräter vom Bauernverband
Viele Agrarbetriebe in Ostdeutschland gehen an Großinvestoren. Die Politik könnte gegensteuern, scheitert aber an der Bauernlobby. Doch der Bauernverband blockiert hartnäckig Gesetze, die den Ausverkauf der Landwirtschaft an überregionale und sehr große Investoren bremsen sollen. Offenbar auch, weil manche Lobbyisten mit den Konzernen unter einer Decke stecken. Diesen Verdacht legen mehrere Verkäufe von Agrarunternehmen nahe. Sie zeigen, dass aktuelle oder ehemalige Funktionäre des Bauernverbands vom Ausverkauf der Landwirtschaft profitieren. Sogar Till Backhaus (SPD) sagte überraschend ehrlich in der Ostsee-Zeitung: „Ich entscheide nicht gegen den Bauernverband.“ In anderen Ländern seien Verantwortliche „wegen ähnlicher Gesetze durch die Bauern abgewählt worden“.
Sogar Till Backhaus
sagte überraschend ehrlich in der Ostsee-Zeitung: „Ich entscheide nicht
gegen den Bauernverband.“ In anderen Ländern seien Verantwortliche
„wegen ähnlicher Gesetze durch die Bauern abgewählt worden“.
Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bauernbund-aergert-sich-ueber-Betriebsverkaeufe-von-DBV-Mitgliedern-an-Investoren-9159115.html#comment-103627
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Dienstag, 17. April 2018
Erwin Schöpges neuer EMB-Vorsitzender
Der 53-jährige Ameler tritt damit die Nachfolge von Romuald Schaber an, der nach vielen Jahren an der Spitze des EMB nicht mehr kandidierte. „Es war eine sehr emotionale Veranstaltung, weil wir Romuald Schaber sehr viel zu verdanken haben. Ich weiß, dass ich jetzt ein Amt mit einer großen Verantwortung erhalte und freue mich auf die anstehenden Aufgaben", so Erwin Schöpges auf Anfrage gegenüber dem GrenzEcho.
Freitag, 13. April 2018
Burn-out im Stall? - Milchbauern in der Krise
Lange war die Welt in Ordnung auf dem Hof von Rainer und Gaby P. in der Eifel. Doch mit dem Fall der Milchquote 2015 kam die große Krise. Bei Preisen von teils 19 Cent pro Liter Milch fiel es ihnen schwer, noch zum Arbeiten aufzustehen. "Wir arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung und dabei kommt kein Geld raus, nur Schulden", sagt Bauer Rainer P.
Freitag, 6. April 2018
Schlagabtausch auf Bauerntag: Minister kontra Präsident
So gereizt war die Stimmung auf einem Bauerntag in Mecklenburg-Vorpommern wohl noch nie. Landesbauernpräsident Detlef Kurreck und Agrarminister Till Backhaus (SPD) lieferten sich am Donnerstag in Linstow (Landkreis Rostock) einen heftigen Schlagabtausch. Backhaus hatte bereits im Vorfeld kräftig ausgeteilt und Verbandsfunktionären und Chefs großer Agrarbetriebe den Ausverkauf der Agrarflächen, Geldgier und Blockadehaltung vorgeworfen (die OZ berichtete).
Video:
Donnerstag, 5. April 2018
NI: Milchviehhalter stellen Konzept zum Krisenmanagement vor
Ihren Besuch bei Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast nutzten die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), um das vom Verband entwickelte Milchmarkt-Krisenmanagement-Konzept zu erläutern.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Krisensituationen war man sich in der Gesprächsrunde einig darüber, dass dringend effiziente und kurzfristig einsetzbare Maßnahmen vorgehalten werden müssen, falls Krisen auf dem Milchmarkt auftreten. Daneben müssen alle Aktivitäten zur Vermeidung von Marktverwerfungen intensiviert werden. Die Ministerin bedankte sich ausdrücklich bei den Vertretern des BDM für die umfassenden Informationen. Sie betonte, die Anregungen in die Diskussionen auf der kommenden Agrarministerkonferenz einfließen zu lassen.
Montag, 2. April 2018
Traktor-Demo legte Wiener City lahm
Am Gründonnerstag startete die Traktoren-Demo der IG-Milch in Wien. Die IG-Milch wirft Molkereien vor, dass sie jenen Milchrebellen, die aufgrund von Absatzproblemen reumütig wieder zu den großen Milchgenossenschaften zurückgekehrt sind, noch immer weniger auszahlen als anderen Landwirten.
Dem Raiffeisenkonzern wirft er vor, sich längst vom Grundgedankten seines Gründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen entfernt zu haben. So würden Vertreter des Bauernbundes "von der Bezirksebene aufwärts quasi alle gleichzeitig auch Raiffeisenfunktionen inne haben". Dies schalte die "demokratische Gewaltenteilung" aus.
Milchpulver für Bangladesch
Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat sein Absatzgebiet in Südasien erweitert.
Das Abkommen sei Teil der laufenden Bemühungen, in wichtigen Überseemärkten Marktanteile zu gewinnen und dort zur gesunden Milchernährung beizutragen. Die Bevölkerung Bangladeschs ist dem Molkereikonzern zufolge in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 10 % auf über 160 Millionen Menschen gewachsen, was rund 2 % der Weltbevölkerung entspricht.
USA: Lager sind voll wie nie
In den USA sind die Lagerbestände an Milcherzeugnissen und Fleisch zuletzt weiter angewachsen. Aktuellen Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge befanden sich zum Stichtag 28. Februar 2018 insgesamt 596'090 t Naturkäse im Kühllager. Das waren nicht nur 2,8 % mehr als im Vorjahresmonat, sondern so viel wie noch nie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1917. Zudem haben die Butterbestände innerhalb eines Monats um gut ein Fünftel zugenommen.
BMG-Pleite: Die Lage bleibt schwierig
"Wir stehen kurz vor einem Vertragsabschluss", macht Joachim Spinner seinen Kollegen Mut. Wer der neue Abnehmer sein wird, verrät er nicht. Weil die Ortenauer Milchgenossen auch Mitglied bei der MEG Bayern sind, dürfte aber klar sein, dass das Milchauto künftig in diese Richtung fährt.
Die Insolvenz konnte niemand voraussehen", sagt Anton Walter. Der Landwirt aus Oppenau hat die MEG in der Ortenau mitgegründet und den Absatzweg zur Berliner BMG geöffnet. "Es war richtig", verteidigt Walter die Entscheidung, man habe einen besseren Milchpreis bekommen und noch vor eineinhalb Jahren wurde der Vertrag nachgebessert.
Spanien: Bauern gehen auf die Strasse
Am Dienstag vergangener Woche folgten laut Medienberichten insgesamt 800 Landwirte mit zusammen 500 Traktoren dem Aufruf von berufsständischen Organisationen, die Nationalstrasse 430 zwischen Miajadas und Don Benito in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura zu blockieren.
Die aktuellen Erzeugerpreise seien viel zu niedrig und reichten nicht einmal aus, die Produktionskosten zu decken, erklärten der Bauernverband Asaja und die regionale Organisation La Unión Extremadura. Hinzu kämen kräftige Unterschiede zwischen den Erzeuger- und den Verbraucherpreisen. Während die Preise für die Landwirte ruinös seien, bereichere sich der Handel.
Freitag, 30. März 2018
Rumänien: 56.000 ha Betrieb jetzt unter der Kontrolle von Abu Dhabi Sheikh
Das rumänische Unternehmen Agricost Braila, das die größte Getreidefarm des Landes betreibt, wird von der Al Dahra-Gruppe aus Abu Dhabi gekauft. Agricost betreibt 56.000 Hektar des fruchtbarsten Landes Rumäniens auf der Insel Great Braila und hat einen jährlichen Umsatz von 86 Millionen Euro.
Bericht mit Bildern
Sonntag, 25. März 2018
Arla-Biomilchprodukte-Vernichtung ruft Kreis auf den Plan
Neu Wendischthun. Milchprodukte, die in einer Kompostieranlage entsorgt werden. Diese Nachricht in der Sonnabendausgabe der LZ sorgte nicht nur bei manchem Leser für Empörung, sondern rief auch die Amtsveterinäre des Landkreises Lüneburg auf den Plan. Sie machten sich gleich zu Beginn dieser Woche auf den Weg, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.Wie berichtet, hatte sich ein Bio-Milchbauer aus dem Bleckeder Ortsteil Neu Wendischthun beklagt, dass nur wenige hundert Meter neben seinem Bauernhof seit Monaten Arla-Biomilchprodukte vernichtet werden. Er selbst liefert täglich rund 2500 Liter Bio-Milch an die Arla-Molkerei und sagte: „Zu sehen, wie die Milch, die wir hier mühsam erzeugen, in rauen Mengen vernichtet wird, das ist bitter."
Samstag, 24. März 2018
Nach Insolvenz der B.M.G. bangen 42 Milcherzeuger um ihre Existenz
42 Landwirtschaftsbetriebe im Gebiet vom Hegau bis Horb sollen unmittelbar von der Insolvenz betroffen sein. Deutschlandweit sind es rund 1000 Betriebe. Es geht um mehr als eine Milliarde Liter Milch im Jahr. Diese Menge hatte über Nacht keinen Abnehmer mehr. Zwar wurde mittlerweile eine Zwischenlösung gefunden, die Milch wird weiter abgeholt und muss nicht weggeschüttet werden, doch der Preis, den die Landwirte seither pro Liter erhalten, reicht nur in wenigen Fällen aus, um die laufenden Kosten zu decken. „Die Insolvenz der BMG hat uns wie ein Tsunami getroffen. Jetzt müssen wir den Schaden begrenzen", sagt Andreas Schleicher, Landwirt aus Dauchingen.
Donnerstag, 22. März 2018
DMK-Tochter Fude+Serrahn will bei Poelmeyer einsteigen
Die DMK-Tochter Fude+Serrahn beteiligt sich beim Sauermilchkäsespezialisten Poelmeyer mit 50 Prozent. Aufgrund des hohen Preisdrucks im Markt für Harzer Käse musste Poelmeyer zuletzt Verluste hinnehmen.
Samstag, 17. März 2018
Hessen prüft Hilfe für Milchbauern
Nach der Insolvenz der Berliner Milcheinfuhrgesellschaft BMG prüft das Land kurzfristige Hilfe für Hessens Bauern. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag auf hr-Anfrage mit. Landesvertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehalter hatten sich zuvor mit Ministeriumsvertretern getroffen. Für viele Bauern bedeute das ein wirtschaftliches Desaster. In Hessen seien etwa 50 bis 60 Betriebe betroffen, darunter auch Bio-Bauern.
Freitag, 9. März 2018
BY: Milchviehbauern feiern 20-jähriges Bestehen ihrer Vereinigung
Schon seit 20 Jahren mischen viele Milchbauern im Landkreis Tirschenreuth beim Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) politisch mit. Ein Jubiläum, das zahlreiche Mitglieder am Freitag in die "Petersklause" führte, wo im Nebenzimmer die Jahreshauptversammlung stattfand. BDM-Teamleiter Matthias Zahn aus Eiglasreuth hielt einen spannenden Rückblick auf die Vereinsgeschichte. "Der Interessensverband der aktiven Milchviehhalter hat in diesen Jahren einiges zu Wege gebracht", sagte Zahn und nannte als Beispiel das "Milchboard", das sich um Vermarktung und den Milchmarker-Index kümmert. Auch der Europäische Milchbauernverband (EMB), die europäische Milchmonitoringstelle zur Marktbeobachtung, die Marke "Faire Milch" und vieles mehr seien daraus entstanden.
Sonntag, 25. Februar 2018
Hoher Milchpreis schmälert Gewinn von FrieslandCampina
Ebenso wie ArlaFoods zehrte der höhere Milchpreis auch bei FrieslandCampina am Ergebnis. Der Gewinn sank um 37,3 Prozent auf 227 Mio. Euro. Laut Hein Schumacher, CEO FrieslandCampina, waren auch einmalige Abschreibungen in China und Deutschland, Volumendruck in Europa und Restrukturierungen Schuld am schlechteren Ergebnis.
Trotz des niedrigeren Gewinnes konnte FrieslandCampina die Eigenkapitalquote auf 35,1 Prozent steigern. Im Vorjahr betrug sie 34 Prozent.
24 Prozent Plus beim Milchpreis
Montag, 19. Februar 2018
Von einer Krise zur nächsten - Milchbauern fürchten um ihre Existenz
180 Kühe melkt Dieter Rempe auf seinem Hof in Wagenfeld im Landkreis Diepholz. Ein moderner Milchviehbetrieb – keiner von den ganz großen, aber wirtschaftlich überlebensfähig in einem Umfeld, das vor allem in den vergangenen zehn Jahre extrem schwierig für die Milchbauern war. Von einer Krise zur nächsten – so schildert Dieter Rempe diese Jahre seit etwa 2009 mit immer wieder dramatisch einbrechenden Milchpreisen.
Mittwoch, 7. Februar 2018
Film zum Milchpolitischen Frühschoppen 2018
Der traditionelle Milchpolitische Frühschoppen auf Einladung des Milchindustrie-Verbandes am Rande der Internationalen Grünen Woche fand am 23. Januar 2018 in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund in Berlin statt.
Zu dem Thema „Agrarpolitik 2020, was kommt auf die Milch zu?" debattierten mit reger Publikumsbeteiligung für die Politik Dr. Bettina Hartwig (Unterabteilungsleiterin 41 Agrarmärkte im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), für die Landwirtschaft Hans Foldenauer (Sprecher des BDM Bund Deutscher Milchviehhalter e.V.) und Ludwig Börger (Milchreferent des DBV Deutscher Bauernverband e.V.) sowie für die Wirtschaft Ingo Müller (CEO DMK Deutsches Milchkontor GmbH).
Zu dem Thema „Agrarpolitik 2020, was kommt auf die Milch zu?" debattierten mit reger Publikumsbeteiligung für die Politik Dr. Bettina Hartwig (Unterabteilungsleiterin 41 Agrarmärkte im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), für die Landwirtschaft Hans Foldenauer (Sprecher des BDM Bund Deutscher Milchviehhalter e.V.) und Ludwig Börger (Milchreferent des DBV Deutscher Bauernverband e.V.) sowie für die Wirtschaft Ingo Müller (CEO DMK Deutsches Milchkontor GmbH).
Dienstag, 30. Januar 2018
EU: Aufkauf von Milchpulver gestoppt
Die EU-Staaten haben für dieses Jahr die Pflicht Brüssels zum automatischen Aufkauf von Magermilchpulver ausgesetzt, teilte der EU-Rat nach einem Beschluss der europäischen Agrarminister gestern mit.
Grund seien bereits "sehr hohe Lagerbestände" der EU bei Magermilchpulver von fast 400 000 Tonnen.
Samstag, 27. Januar 2018
Neue Demonstrationen in Frankreich: 200 Bauern blockieren zwei Supermärkte
Freitagabend versammelten sich am Kernilien-Kreis um 23 Uhr rund 200 Bauern und deponierten Reifen, Holzpaletten, Grünabfälle und Heuhaufen vor den Eingängen der Supermärkte nachdem sie Gülle verteilt hatten. Umrahmt von Gendarmen blieb die Demonstration friedlich.
Freitag, 15. Dezember 2017
BY: Milchbauern werden weniger
Die Zahl der Milchbauern in Bayern geht weiter dramatisch zurück. Allein dieses Jahr haben 1580 Milchbauern oder 4,9 Prozent die Rinderhaltung aufgegeben. Der Freie-Wähler-Chef und Landwirt Hubert Aiwanger befürchtet schon, dass es in zehn Jahren womöglich "nur noch 10 000 Milchbauern in Bayern gibt". Die Zahl der Milchkühe hingegen bleibt vergleichsweise konstant.
Die Folge des Milchbauernsterbens sei ein Konzentrationsschub. "Wir stehen kurz davor, dass uns die Abnehmer unserer Milch diktieren, welches Futter wir unseren Kühen füttern müssen, wo wir es kaufen müssen, welche Qualitäten wir liefern müssen und anderes mehr", sagt Foldenauer, "so wie das in der Geflügelhaltung und der Schweinemast schon gang und gäbe ist. Mit bäuerlicher Landwirtschaft hat das nichts mehr zu tun."
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Konkurs - Kreditbank ersteigert dänischen Mega-Bauernhof für 19 Millionen Euro
Im nordjütischen Aalborg ist am Dienstag (12. Dezember) einer der größten Milchviehbetriebe Dänemarks unter den Hammer gekommen. Dabei handelt es such um den „Tinghøjgaard" zwischen Randers und Aalborg, der bis zum März vom bekannten Großbauern Bøje Pedersen, seiner Frau und den beiden Söhnen betrieben wurde. Das Familienunternehmen musste im Frühjahr Konkurs anmelden. Weil sich kein Käufer für den Agrarbetrieb fand, wurde er nun zwangsversteigert.
Laut dem Blatt „Berlingske" lasten auf dem Familienbetrieb Schulden in Höhe von knapp 27 Millionen Euro. Es ist damit eine der größten Pleiten in der dänischen Landwirtschaftsgeschichte.
Mittwoch, 18. Oktober 2017
CSU offen für Mengensteuerung
Über 200 Milchbauern waren vergangenen Montag mit ihren Schleppern gekommen und hatten die Straße blockiert.
Aufgerufen zu der Demo hatte der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Dabei richtete sich der Unmut der Milchbauern nicht gegen die Bayerische Staatsregierung, sondern sie galt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der Bundesregierung und der EU. Stellvertretend für Seehofer nahm Staatskanzleichef Marcel Huber das „BDM-Milchmarkt-Krisenmanagement-Konzept" entgegen. „Die Botschaft ist angekommen. Ich schaue mir das Papier genau an. Wir werden dafür sorgen, dass eine Mengensteuerung in den Koalitionsvereinbarungen vorkommt", versprach Huber.
Mittwoch, 20. September 2017
Bauern diskutierten mit Agrarminister
Der Hinweis von Bauer Sepp Hubert auf den halbwegs erfolgreichen Milchmengenausgleich – durchgesetzt von Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und den Grünen – gefiel Bundesagrarminister Christian Schmidt gar nicht. »Eine Mengendisziplin muss geübt werden«, appellierte Schmidt an die Bauern. In der Analyse sei beim Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) vieles richtig, dessen sogenanntem Marktverantwortungsprogramm aber erteilte er eine Absage.
Man habe doch jahrelang massenhaft Milchpulver eingelagert, erwiderte Lisi Aschauer, »das fällt jetzt auf uns zurück.« Die BDM-Kreisvorsitzende ist überzeugt, dass Deutschland als größter europäischer Milchproduzent vieles durchsetzen könnte. »Liebe Frau, bleiben Sie doch auf dem Boden der Realität«, reagierte Schmidt relativ harsch, man könne sich seine Ideen von halb drei Uhr früh nicht einfach so zurechtlegen.
Dienstag, 2. Mai 2017
IG-Milch greift 19 Milchbauern unter die Arme
Die IG-Milch hilft jenen 19 Milchbauern, die mit der Schließung der Milchhandelsgesellschaft Alpenmilch Logistik seit April ohne Liefervertrag waren, bis zur Übernahme durch die Berglandmilch und organisiert deren Milchsammlung bis zum kommenden Wochenende. "Damit keine Milch entsorgt werden muss", wurde er Beschluss des Vorstandes am Montag begründet. Die IG-Milch und die Grünen begrüßen die Vertragsübernahme am Montag. "Wir hoffen, dass die angekündigte Benachteiligung dieser Betriebe nicht zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führt", so IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil. Man hoffe nun, dass wieder Ruhe einkehrt und dann "dringend notwendige Reformen in der Milchbranche" angegangen werden. Die von "Milchrebellen" rund um die IG-Milch im Jahr 2008 ins Leben gerufene alternative Milchhandelsgesellschaft "Freie Milch Austria" (später Alpenmilch Logistik GmbH) machte der niedrige Milchpreis und die Molkerei-Konzentration in Österreich zu schaffen.
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