Dienstag, 14. August 2012

Druck auf Milchpreise trifft Schwälbchen Molkerei

Die Schwälbchen Molkerei ist in die roten Zahlen gerutscht. Die Kosten für die Standortschließung in Marburg und der anhaltende Druck auf die Verkaufspreise haben die Bilanz verhagelt.

Montag, 13. August 2012

Gepanschte Milch ist des Bauers Tod - Radio China International

Bisher wurde der chinesische Milchmarkt von den großen Molkereien beherrscht. Die Bauern selbst hatten keinen Einfluss auf den Milchpreis. Ob die neuen Kooperativen eine nachhaltige – und vor allem gesunde – Entwicklung des Milchmarkts gewährleisten können oder nicht, muss sich erst noch weisen. Viele Milch verarbeitende Großbetriebe sind heute nicht mehr bereit, Milch in großen Mengen zu kaufen. So ist es schon vorgekommen, dass Bauern ihre Milch mangels Nachfrage wegwerfen mussten.

Sonntag, 12. August 2012

Neuer Bauernpräsident verteidigt die Masttierhaltung

Deutschlandradio Kultur: Jetzt steht im Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland - ich zitiere mal: "Das Präsidium und der Präsident des Bauernverbandes kooperieren parteipolitisch ganz eng mit der CDU/CSU. Die Funktionärselite setzt sich deutlich aus ertragsstarken Vollerwerbswirten zusammen." "Und die Mehrheit der Bauern hingegen hat kaum Einfluss auf die Verbandspolitik."

Frage an das CDU-Mitglied Rukwied: Stimmt das denn?
Joachim Rukwied: Nein, das stimmt überhaupt nicht.

Recht auf Lebensqualität

Knapp 700 Milchbauern waren ins Festzelt nach Bernbeuren gekommen, um zu hören, was ihr Bundesvorsitzender Romuald Schaber zu sagen hat.  „Wir können beim jetzigen Milchpreis nicht mehr von eine Delle reden. Es handelt sich hier um eine Krise", sagte Romuald Schaber. Denn die knapp 30 Cent seien in Anbetracht gestiegener Diesel-, Energie- und Pachtpreise wie 22 Cent zu werten. 

Die Opfer der Dürre

Das hat Konsequenzen – bis hin zu den Milchbauern in Deutschland. „Dieses Jahr werden 3000 bis 5000 Höfe nicht überleben", warnt Hans Foldenauer vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Die Bauern würden in die Zange genommen: Die Preise für das Futtermittel Sojaschrot seien bereits von Januar bis Juli um fast 50 Prozent gestiegen und dürften noch weiter anziehen. Zugleich erhalten die Milchhalter weniger Geld für ihre Erzeugnisse. 

Franzosen sorgen beim Bauernmilchpreis für Aufwind

Kräftige Preiserhöhungen in Frankreich sorgten dafür, dass der Erzeugermilchpreis in Europa im vergangenen Juni im Durchschnitt wieder gestiegen ist. Während die vier ausgewerteten französische Molkereien ihre Auszahlungspreise gegenüber Mai um 9,85 bis 13,8 Prozent hinauf setzten, gab es in Belgien, Deutschland und den Niederlanden Einbußen zwischen 2,13 und 3,68 Prozent.

Freitag, 10. August 2012

DMK-Chef betont Bedeutung des Milchexports

„Es muss nach Auslandskanälen gesucht werden", so Schwaiger. Er wies darauf hin, dass das Deutsche Milchkontor bereits 38 % des Umsatzes im Export erziele, was für die Wertschöpfung „schon mal gut ist". 

Geschäft mit der Milch ist hart

"Was soll ich machen? Wenn mich die Bank knebelt, dann muss ich produzieren", erklärt er mit einem Achselzucken. Seit März dieses Jahres fällt der Preis für den Liter Rohmilch. Bei etwa 28 Cent liegt er derzeit je nach Anbieter. 35 bis 40 Cent benötigen die Landwirte für einen gewinnbringenden Verkauf. "Momentan verdienen wir noch etwas", sagt Hesse und runzelt die Stirn, "aber viel niedriger geht es nicht mehr."

Welzmiller: Gute Aussichten

Kreisobmann Leonhard Welzmiller informierte über die Bereiche Betriebsprämien, das geplante Greening und die aktuelle Lage auf dem Milchmarkt. Dennoch schätzt der Kreisobmann die Aussichten für die Landwirtschaft aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und der Milch im Speziellen als äußerst positiv ein. 

Der BDM und seine Milch

Der BDM ist vor Jahren angetreten, um die Milchpreisbildung „von unten nach oben" durchzusetzen: Erst einmal die Produktionskosten decken und dann alles weitere oben draufsatteln. Aber in Wirklichkeit erleben etliche Kuhhalter in Nordrhein-Westfalen, die an die Faire Milch geglaubt haben, ein Desaster.

Donnerstag, 9. August 2012

Milchpreise in Deutschland unter 30 Cent

In der ersten Jahreshälfte sind die Erzeugerpreise kontinuierlich zurückgegangen. Im Juni wurde erstmals seit Mai 2010 im bundesweiten Mittel die Marke von 30 Cent wieder unterschritten. In Verbindung mit den steigenden Kosten für die Milcherzeugung stellt sich die Lage für die Milchviehhalter damit zunehmend schwieriger dar.

Dr. Peter Jahr bekräftigt sein Nein zu Quotenregelungen

Seine grundsätzlich ablehnende Haltung zu Quotenregelungen bei Milch, Zucker oder Baumwolle hat der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter  Jahr  bekräftigt. So habe man es bei der Milch nie geschafft oder sich nie getraut, Bedarf und Produktion wirklich aufeinander abzustimmen. Stattdessen habe man wiederholt die Quote pauschal erhöht, um dann wiederum ein Problem mit der Überproduktion zu erzeugen. 

Mittwoch, 8. August 2012

Deutscher Milchmarkt in Stichworten

In der Woche zum 29. Juli 2012 verringerte sich das Rohstoffaufkommen zwischen Ems und Elbe laut Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen gegenüber der Vorwoche deutlich, und zwar um 3,6 %. Für Nordrhein-Westfalen meldete die dortige Landesvereinigung eine saisonale Abnahme der Liefermenge um immerhin 2,1 %. In der Woche zum 22. Juli hatten die Anlieferungen bundesweit insgesamt entgegen dem üblichen Verlauf um diese Zeit saisonal um 0,9 % zugenommen, dabei in den alten Bundesländern um 1,1 % und in Ostdeutschland um 0,3 %. 

DMK: Markttrend dreht im Herbst

Die Molkereien reichen die Preisabschläge an die Milchbauern weiter. Das sei der „normale Zyklus", erklären Marktbeobachter. Viele Betriebe geraten dadurch jedoch in finanzielle Bedrängnis, wie es beim Deutschen Bauernverband heißt. Beim DMK-Konzern erwartet man, dass sich der Markttrend im Herbst dreht. Tendenziell gebe es dann weniger Milch, sagt der DMK-Sprecher. Dann dürften nach Einschätzung des Konzerns auch die Auszahlungspreise für die Milchbauern wieder anziehen.

Rückkehr der Milchkrise

Auch der Deutsche Bauernverband, der zu Schabers Spezialistenverband BDM in einer scharfen Organisationskonkurrenz steht, ist wegen der Kostenentwicklung inzwischen besorgt. »Trotz der positiven Preiserwartungen« könne insbesondere die Explosion der Sojapreise Milchproduzenten in Bedrängnis bringen, erklärte jüngst der DBV. 

Dienstag, 7. August 2012

«Jeder kämpft für sich»

Die Milchbauern sind sauer und wütend: Der Preis für Milch ist in den letzten Monaten deutlich gesunken und deckt nicht die Kosten. Viele Betriebe sind von der Existenz bedroht. Katja Tichomirowa sprach mit dem BDM-Vorsitzenden Romuald Schaber.

Mehr private Lagerhaltung von Butter

Europäische Molkereien nehmen die Beihilfen zur privaten Lagerhaltung für Butter rege in Anspruch. Sie liegt mittlerweile bei über 122.000 Tonnen.

Samstag, 4. August 2012

Hansano: 20% Wachstum bei Milchaufkommen ab 2015

Vor allem der Wegfall der Milchquote ab 2015 stelle das Unternehmen vor neue Herausforderungen. „Wir erwarten ein Wachstum beim Milchaufkommen von 20 Prozent. Auch dafür müssen wir Absatz schaffen. Wir wollen 100 Prozent der Milch unserer Bauern verkaufen", sagte Remus. 

Bauernverband: Preise für Milch stabil

Der Deutsche Bauernverband (DBV) ist zufrieden. Nach der negativen Entwicklung an den internationalen Milchmärkten zu Beginn dieses Jahres haben sich die Preise in den letzten zwei Monaten erfreulicherweise wieder stabilisiert. Viele Produktpreise sind gegenüber dem zweiten Quartal 2012 schon wieder deutlich gestiegen, heißt es. 

Freitag, 3. August 2012

Bauernverband: Kretschmann muss Schmid zur Ordnung rufen

Der Badische Bauernverband hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) aufgefordert, seinen SPD-Finanzminister Nils Schmid zur Ordnung zu rufen. "Die Grünen in der Landesregierung, die sich für flächendeckende sowie markt- und umweltorientierte Land- und Forstwirtschaft einsetzen, müssen die Aussagen von Minister Schmid schärfstens zurückweisen", heißt es in einer Mitteilung des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) vom Freitag.

Thünen-Institut schlägt Umverteilung von der 1. in die 2. Säule vor

Deutschland sollte zehn Prozent der Direktzahlungen aus der 1. Säule in der 2. Säule (Ländlicher Raum) bereitstellen. So sei ein zielgerichteter Einsatz möglich.

Donnerstag, 2. August 2012

Frankreich: Suche nach „Gleichgewicht“ zwischen Tierhaltern und Getreideproduzenten

Die stark gestiegenen Getreidepreise bereiten den französischen Landwirtschaftsverbänden wegen der dadurch wachsenden Belastung der Tierhaltung weiterhin grosse Sorgen. Die Getreidebauern schlagen längerfristige Verträge vor.

Bauer verliert gegen Bauernverband - Gericht erkennt Kündigungsgrund nach Wegfall der Milchquote nicht an

Ein Landwirt aus Würges hat vor Gericht gegen den Hessischen Bauernverband verloren. Er wollte schon 2007 seine Mitgliedschaft außerordentlich kündigen, nachdem sich der Verband gegen die Milchquote ausgesprochen hatte. 

Pidinger Molkerei handelt fair - Ökotest nahm 79 Produkte unter die Lupe

Fair ist mehr als nur ein Wort: Ob Firmen Wort halten, untersuchte die Fachzeitschrift ÖKO-TEST in der aktuellen August-Ausgabe anhand von 79 Produkten wie Kaffee, Wein, Kleidung, Schokolade oder Milch. Nur 50 Produkte entsprachen den Anforderungen wie Zahlung eines verbindlichen Mindestpreises für Rohware, darunter die von der Molkerei Berchtesgadener Land angebotene Naturland Fair Bio-Alpenmilch sowie die GEPA-Schokolade „Grand Noir Feinherb".

Für Ammerland „spielt Musik im Nordwesten“ - Besuch Minister Lindemann in Dringenburg – Gut 40 Millionen Euro werden zeitnah investiert

Die Molkerei Ammerland – mittlerweile in 50 Ländern der Welt aktiv – sieht sich dennoch nach wie vor fest verwurzelt im Nordwesten der Republik, betont Hinrichs: Es werde ausschließlich Milch der rund 2000 Mitglieder verarbeitet, die nie weiter als maximal 80 Kilometer herantransportiert werden müsse. 

Ukraine verlor 47 Millionen US-Dollar wegen "Käse-Streit" mit Russland

Im Februar dieses Jahres hatte die russische Agraraufsicht den Import von ukrainischem Käse aus der Produktion von sieben Betrieben untersagt. Das Fertigprodukt entspreche nicht den russischen Qualitätsstandards, hieß es zur Begründung. Im April handelten die beiden Seiten eine Kompromisslösung aus.

Mittwoch, 1. August 2012

Mais-Monokultur in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat sich die Fläche für Futtermais in den letzten zwanzig Jahren auf rund 100.000 Hektar verdoppelt. Hinzu kommt nochmal die gleiche Menge Energiemais, der in die Biogasanlagen wandert. Durch die Förderung der Stromproduktion in Biogasanlagen ist der Maisanbau wirtschaftlich besonders attraktiv geworden. 

Die "Faire Milch" ist nicht tot

Der Kreisvorsitzende der Milchbauern widerspricht dem Hessischen Bauernverband 
Limburg-Weilburg (tgg). Karlheinz Fluck aus Aumenau ist Kreisvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). Er wehrt sich gegen die Aussage des Vizepräsidenten des Hessischen Bauernverbandes, Armin Müller, wonach die "Faire Milch" tot sei.

Fricke: „Allgäuland hat uns missbraucht“

„Milei ist viele Jahre durch Allgäuland als Cash Cow missbraucht worden", sagt der seit 2009 amtierende Chef des Milch-Derivate-Herstellers. Zusätzlich hinterfragte das neue Management-Team um Fricke alle Verträge mit Allgäuland unter dem Credo: „So nicht mehr!" Denn immerhin 70 Prozent der Unternehmenskosten machten Rohstoffe aus. Seit diesem „so-nicht-mehr" ist der Umsatz der Leutkircher von 76Millionen im Jahr 2009 auf 109Millionen Euro in 2011 gestiegen. Und das, obwohl die verarbeitete Rohstoffmenge von 85000 Tonnen Trockenstoff auf 80000 Tonnen zurückging. Milei wachse durch Wertschöpfung, nicht durch Masse, und zwar mit einem Plus in Höhe von 30Prozent seit 2009.

Niedrige Milchpreise machen Bauern zu schaffen

Mit Neid blicken Deutsche Milchbauern in diesen Tagen nach Großbritannien. Denn dort ist den Milchfarmern etwas gelungen, wovon auch die Milchvieh haltenden Landwirte hierzulande träumen: Mit ihrer Blockade von Molkereien und Supermarktfilialen setzten die Briten durch, dass wenigstens die letzte von drei Preissenkungen von zwei Pence (2,6 Cent) je Liter rückgängig gemacht wurde.