Samstag, 24. November 2012

Rukwied erhebt neue Vorwürfe

Der Naturschutzbund Baden-Württemberg (Nabu) zeigte milden Spott über Rukwied. "Willkommen im Club", erklärte Nabu-Chef Andre Baumann. Für Rukwied scheine es "noch ungewohnt, dass er das Ministerium nicht mehr steuert und nur noch einen Verband unter vielen vertritt".

Milchviehhalter im Kreis bereiten einen Protestzug nach Brüssel vor

Über die Position der Milcherzeuger am Markt wird in den nächsten Wochen in Brüssel entschieden. Darum soll der Schlepperzug auch genau dahin führen. "Für uns geht es dabei um die grundsätzliche Frage, wie unsere Zukunft gestaltet wird", so der Kreisamtsleiter der BDM. Kurzentschlossen hätten die Milchbauern aus dem Kreis Kleve beschlossen, die Fahrt zu organisieren.

Freitag, 23. November 2012

Bauern fahren nach Brüssel - Auch ohne Trecker, aber mit Wut

Auch an der Müritz regt sich der Protest gegen die geplante Abschaffung der Milchquote. Sabine Siedler rüstet sich für eine lange Fahrt. Aber auch wenn die Geschäftsführerin der Agrar GmbH Vipperow möglicherweise das eine oder andere Reiseutensil vergessen sollte, die Wut im Bauch fährt auf alle Fälle mit. „Wir müssen Druck machen und bei der EU in Brüssel klar machen, dass wir mitreden wollen", so die Vertreterin des Bundes Deutscher Milchbauern, die von Berufskollegen aus der Müritzregion begleitet wird.

Landwirte protestieren für faire Milchpreise bei der EU

Mit einer Demonstration vor dem EU-Parlament in Brüssel wollen hiesige Milcherzeuger und ihre europäischen Kollegen die Bewegung in der Milchpolitik unterstützen. Am Montag, 26. November, werden Schlepper aus fast ganz Europa vor dem Europäischen Parlament vorfahren.

Donnerstag, 22. November 2012

Landvolk will über kritische Predigten informiert sein

Dürfen Pfarrer in der Kirche die moderne Landwirtschaft kritisieren? Geht es nach dem Willen des Niedersächsischen Bauernverbandes, offenbar nicht.

Holland: Milcherzeuger schreiben 11 Cent Verlust

Unter dem Strich haben die niederländischen Milcherzeuger im dritten Quartal 2012 unter Vollkosten (Entlohnung aller Faktorkosten) ein Minus von 11 Cent pro 100 Kilo Milch verbuchen müssen.

Mexiko gegen Nestlé-Übernahme der Babynahrungssparte von Pfizer

Die mexikanische Wettbewerbskommission hat sich am Dienstag gegen den Kauf der Babynahrungssparte des US-Pharmariesen Pfizer durch den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé ausgesprochen. Die Behörde befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung auf dem Markt. Eine Übernahme hätte demnach zur Folge, dass Nestlé die Preise für Babymilch und Ergänzungsprodukte für Mütter zwischen 2,9 und 11,5 Prozent erhöhen könnte. 

Mittwoch, 21. November 2012

Bauernprotest rollt auf Brüssel zu

Wer am Montag auf der Autobahn vom belgischen St. Vith nach Brüssel fährt, könnte eine Begegnung der besonderen Art haben. 300 Traktoren aus der Großregion rollen Richtung Brüssel. Vor dem EU-Parlament wollen Milchbauern gegen die Agrarpolitik der EU protestieren.

BMI ist zufrieden mit Frankenmilch

BMI-Geschäftsführer Peter Hartmann ist zufrieden, wie sich die BMI-Regionalmarke Frankenmilch entwickelt hat. So habe man inzwischen den Anteil der Regionalmarke am BMI-Frischeumsatz auf vier Prozent steigern können. 

Chinesen wollen Öko-Milch aus Dänemark

40 dänische Öko-Bauer sollen künftig jährlich 70 Millionen Liter Öko-Milch nach China exportieren. Angesichts mehrerer Lebensmittel-Skandale sind die chinesischen Verbraucher stark an ökologischen Waren interessiert und auch bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen, berichtet Konzerndirektor Tim Ørting Jørgensen, Arla Foods.

Dienstag, 20. November 2012

Interview: Johannes Pfaller zum Milchpreis-Protest

Die fränkischen Milchbauern wollen sich einer länderübergreifenden Protestaktion anschließen, sagte der Vorsitzende des Beirates des Bundesverbandes deutscher Milchviehbauern, Johannes Pfaller, in der Bayern2-Sendung „Regionalzeit". 

Arla rechnet mit 10 Mrd. kg mehr Milch

Besonders nach 2015 wird die Milchproduktion in Europa steigen. Bis 2020 könnte in der EU bis zu 10 Mrd. kg Milch mehr Milch erzeugt werden. Dieser Meinung ist Jörg van Loock, Arla Foods Deutschland GmbH auf der Woche der Erzeuger und Vermarkter, Herrsching. 

BIG-M: Perverser Milchmarkt

In mehreren Newslettern hat BIG-M darauf hingewiesen, dass im Milchmarkt die üblichen Marktgesetze nicht gelten. Im Grundsatz gilt ja bekanntlich: Hat es von einer Ware zuviel auf dem Markt, sinkt der Preis, hat es zuwenig steigt dieser. Wie der „Blick" heute richtigerweise feststellt, trifft die zweite Aussage im  Milchmarkt definitiv nicht zu:  Wenn die Bauern zuwenig Milch liefern, dann steigt nicht der Preis, sondern die Bauern werden mit Konventionalstrafen zur Kasse gebeten. Besonders bitter ist dabei, dass die Verarbeiter immer noch darauf bestehen, dass ein Teil der angelieferten Milch als C-Milch für den Weltmarkt zum Preis von 25 Rappen pro Liter abgerechnet wird.

Montag, 19. November 2012

Emmi hat grosse Informatikprobleme

Vom Geschäftsgang und damit auch von Informatikproblemen sind die Milchbauern doppelt betroffen. Bäuerliche Organisationen wie die Zentralschweizer Milchproduzenten halten einen Grossteil der Aktien. Allfällige Gewinneinbrüche wegen unvorhergesehenen Kosten könnten auf den Milchpreis wie auch auf die Dividende des bäuerlichen Aktionariats drücken.

Milchbauern warnen vor PreisverfallMilchbauern warnen vor Preisverfall

Im Vorfeld des Treffens der EU-Landwirtschafsminister am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche wollen die Bauern deshalb in Brüssel protestieren. Die Veranstalter erwarten 500 bis 1000 Teilnehmer mit Traktoren und 500 bis 800 weitere Demonstranten.

Sonntag, 18. November 2012

Gemeinsam für einen fairen Preis kämpfen

Wie sich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) künftig positionieren soll, darum ist es bei der Regionalversammlung für die Kreise in Oberbayern im Hotel Post in Rohrdorf hauptsächlich gegangen. Rund 100 Kreisvorstände, Ortsvertreter, Mitglieder und Milchbauern diskutieren mit dem BDM-Sprecher Hans Foldenauer und mit Hans Leis, Kreisvorsitzender für Garmisch-Partenkirchen und Mitglied des Landesvorstandes. Der BDM strebe eine Milchmarktsteuerung auf einzelbetrieblicher Grundlage in Verantwortung der Erzeuger an, die eine voll kostendeckende und zukunftsfähige Milchproduktion ermögliche, sagte der Referent. 

Deutsche Milchkontor übernimmt Roseneis

Die Produktion stehe seit Oktober still, die Mitarbeiter würden um ihre Arbeitsplätze bangen. Trotz Umsatzsteigerungen habe das Unternehmen so unter Druck gestanden, dass bereits Gerüchte über eine drohende Insolvenz kursierten. Wie die Lebensmittel-Zeitung weiter berichtete, habe sich über Jahre eine Schieflage aufgebaut, zu den „Altlasten" zähle auch die Finanzierung der Übernahme der Fabriken in Prenzlau und Nürnberg. Preiskämpfe und steigende Kosten würden allen Herstellern „den Spaß verderben". 

Für die Milchbauern geht es ums Überleben

Die Milchbauern machen mobil. Am 26. und 27. November gehen sie wieder auf die Straße. "1000 Schlepper nach Brüssel" lautet die Aktion. Im Vorfeld dieser zweitägigen Großkundgebung vor dem Europa-Parlament in Brüssel sprach "Ostbelgien Direkt" mit Landwirt Erwin Schöpges aus Amel, Vorstandsmitglied des EMB (European Milk Board) und Vize-Präsident der Milcherzeuger-Interessengemeinschaft MIG (Belgien).

Milchpaket: unterschiedliche Umsetzung in den Mitgliedsländern

Im Vereinigten Königreich, in Belgien, Dänemark, Estland, Deutschland, Österreich, Irland, den Niederlanden und Polen werden Verträge auf freiwilliger Basis geschaffen, während in Frankreich, Spanien, Ungarn, Litauen, Portugal, Italien und der Slowakei die Verträge für die Erzeuger verpflichtend werden.

DBV: Verhaltene Aussichten für Europas Landwirtschaft

So spricht sich die deutsche bäuerliche Interessenvertretung für eine Fortsetzung der Zuckerquoten bis 2020 und der Pflanzrechte bei Wein aus. Die Abschaffung der Milchquoten im Jahr 2015 sieht der DBV als gesetzt an. 

Mittwoch, 14. November 2012

Bittere Milch aus Brüssel

Kolumbianische Milchbauern leiden unter dem Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union. Die Preise für Frischmilch sinken, weil sich die Molkereien auf EU-Milchpulver aus Lagerbeständen einstellen. Exakt sind es sechzig Millionen Liter Milch, die jährlich zollfrei in das Lateinamerikanische Land eingeführt werden können - in Form von Milchpulver und höherwertigen Produkten, heißt es in Brüssel. Das damit die Existenz von rund 500 000 kolumbianischen Milchbauern gefährdet ist, spielt aus EU-Perspektive scheinbar keine Rolle. Das Überangebot an heimischer Milch und Butter muss weg, und dafür wird subventionierte Milch aufgekauft, zu Milchpulver verarbeitet und dahin exportiert, wo manchmal sogar die Milchwirtschaft erst mit Entwicklungshilfegeldern aufgebaut wurde - in Indien zum Beispiel, aber eben auch in Kolumbien. 

Uelzena: 35 Millionen Liter Milch futsch

Die Vorsitzenden-Abwahl hat wirtschaftliche Folgen. Der Konflikt entzündete sich im vorigen Jahr an neuen Organisationsvorstellungen für die Milcherfassung. Kritische Einwürfe gab es von den Prüfern. Sie monierten unter anderem Differenzen zwischen Fett- und Eiweißmessungen bei Erfassung und Ablieferung, die »nicht plausibel» seien. Außerdem gebe es viel zu viele Mitglieder, die längst keine Milchlieferanten mehr sind. »Die Interessen der Milcherfassung und von Uelzena sind nicht immer die Gleichen», meinte Geschäftsführer Mechlinski dazu.

Mehr Wettbewerb für Neuseelands Milchmarkt

Die Neuregulierung des neuseeländischen Milchmarktes ist beschlossene Sache. Danach muss das genossenschaftliche Molkereiunternehmen Fonterra aufgrund seiner monopolartigen Stellung wie geplant rund 5 % seiner erfassten Milchmenge zu einem fixierten Preis an andere Verarbeiter im Land abgeben, wenn diese das wünschen. 

Landvolk ruft zur Pastoren-Denunziation auf

Inzwischen dürfte der niedersächsische Landvolkverband wohl bereuen, diesen mehr als fragwürdigen Aufruf an seine Mitglieder verschickt zu haben. Seither laufen beständig E-mails und Telefonate beim Landvolk ein, allerdings keine, die sich über unbotmäßige Predigten beschweren, sondern solche, die das mangelnde Demokratieverständnis des Verbandes beklagen. Die Landvolk-Spitze gerate mit ihrem Agrarindustrie-Lobbyismus nicht nur selbst immer mehr ins gesellschaftliche Abseits, sondern schade damit der Akzeptanz aller Landwirte. Auch in Kirchenkreisen stoße der Landvolk-Aufruf auf Unverständnis und massive Ablehnung: Landesbischof Meister sei bereits aus Kirchenkreisen aufgefordert worden, bei seinem Gespräch mit dem Landvolk keinesfalls auf derart fragwürdig gesammelte Hinweise einzugehen.





Schon im Jahre 2009 wurde der Bauernverband öffentlich scharf für sein mangelhaftes Demokratieverständnis gerügt:

Bauernverband will Internet-Foren unterwandern

Propaganda - Bauernlobby undercover im Netz

Dienstag, 13. November 2012

AMA-Milchkampagne ist die zweitbeste der Welt

Der österreichische Beitrag setzte sich gegen viele Einreichungen aus Ländern der ganzen Welt durch, darunter auch "Werbegroßmächte" wie Frankreich, USA und Kanada. Als weltbeste Milchkampagne 2012 wurde ein norwegischer Beitrag ausgezeichnet.

Weinanbauregionen bekräftigen ihr Nein zur Liberalisierung

Die europäischen Weinbauregionen pochen weiter auf die Fortführung der Rebpflanzrechteregelung über 2015 hinaus. In einer in Brüssel verabschiedeten Erklärung warnt die Dachvereinigung (AREV) vor einer Zerschlagung des Europäischen Weinbaus, sollte die Europäische Kommission an der geplanten Liberalisierung der Rebflächen ab 2016 festhalten.

Montag, 12. November 2012

BIG-M: Der Milchwahnsinn geht auch 2013 weiter

Von einer Ausrichtung der Produktion auf die bestmögliche Wertschöpfung sind wir weiter denn je entfernt. Da nützt es auch nichts, wenn neu drei Vertreter des SMP in den BOM-Vorstand gewählt werden. Für BIG-M ist ohnehin klar, dass ein Vertreter nur dann die Interessen der Milchbauern vertreten kann, wenn er (sie) selber zum grossen Teil vom Ertrag der Milchproduktion leben muss.

CH: Mehr Milch bestellt als gemolken wird

Die Bauern melken also noch immer 0,015 Mio. Tonnen weniger, als die Molkereien in ihren Milchkaufverträgen fordern. 

CH: Revision der Segmentierung hat einige Tücken

Milch ist weiss und flüssig, sie verflüssigt sich zuweilen in das falsche Segment. Dass die Segmentierung der Milch in A-, B- und C-Milch zwei Jahre nach ihrer Einführung noch immer nicht funktioniert, räumt auch die Branchenorganisation Milch (BOM) inzwischen ein.

OECD-Studie: China und Indien distanzieren Rest der Welt

Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Schweiz, wird gemäss der Studie in den kommenden 50 Jahren seinen Platz als fünftstärkste Wirtschaftsmacht verlieren und weltweit auf Platz zehn zurückfallen. Generell würden «jüngere» Staaten wie Brasilien die europäischen Länder und Japan, die eine überalterte Bevölkerung haben, beim Wachstum überholen.