Hier eine Auswahl an Medienberichten zur Tour:
Eine Sammlung von Infos und Links zum Thema Agrarpolitik abseits des Mainstream
Donnerstag, 13. September 2018
Bauern hoffen auf Preisanstieg – und setzen auf Gras
Knapp 37 Prozent der genossenschaftlich organisierten DMK-Milchbauern will fünf Prozent weniger melken, ein weiteres Drittel erwartet einen Milchrückgang von bis zu zehn Prozent. Der Bauernverbandsvorsitzende Klaus-Peter Lucht, der im Kreis Rendsburg-Eckernförde selbst einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Milchviehhaltung führt, sieht die Lage in Schleswig-Holstein aber optimistisch: Er selbst hält seine Milchkühe im Stall, füttert Silage und hat in diesem Sommer noch keinen Einbruch der Milchmenge verzeichnet.
Die Konzerne und ihre Solidarität
Doch wie halten es die Konzerne mit ihrer Verantwortung in dieser Krise? Was leisten sie, um den Millionenverlusten auf den Höfen etwas entgegenzusetzen? Die erste Anfrage geht an die Hochwald Foods GmbH, Betreiberin der Lüneburger Molkerei und Produzentin des Lünebest-Joghurts. Sieben Fragen, etliche Nachfragen und vier Wochen später dann die Absage: „Hochwald nimmt zu Ihrer Anfrage keine Stellung. Ich hoffe auf Ihr Verständnis."
Freitag, 7. September 2018
Butterpreise nähern sich wieder Rekordwert - Seit 50 Jahren nicht überschritten
Die Butterpreise nehmen in Deutschland wieder Kurs auf das zuletzt im vergangenen Herbst erreichte Rekordniveau. Mit 1,95 Euro für das 250-Gramm-Päckchen nähert sich der Butterpreis bei Supermärkten und Discountern nach Beobachtungen von Experten derzeit dem seit mindestens 50 Jahren noch nicht überschrittenen Allzeithoch von 1,99 Euro. Der Handel werde versuchen, ein Überschreiten der Schwelle von zwei Euro zu vermeiden, sagte der Handelsfachmann Matthias Queck am Freitag.
Video - Milchmarkt mit Aussicht – BDM am Baumwipfelpfad
Unter dem Motto „Milchmarkt mit Aussicht" ist der Bundesverband Deutscher Milchviehalter derzeit quer durch Deutschland unterwegs. Der Verband will deutlich machen, dass es strukturelle Veränderungen braucht, um die Milchwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Dafür steuert der Verband symbolisch Orte „mit Aussicht" an.
Mittwoch, 5. September 2018
Duell der Bauernverbände
Zwei Bauernfunktionäre, vier Politiker, 200 Gäste: Die Meinungen zum richtigen Weg in der Landwirtschaft sind so unterschiedlich wie die Charaktere am Podium und im Publikum der Stadthalle in Neustadt/Waldnaab.
Dienstag, 21. August 2018
Video: "Wir müssen in den Bereich Richtung 50 Cent kommen"
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert angesichts der Dürre und der geringeren Menge an Futtermitteln deutlich höhere Milchpreise. Wie viel der Liter kosten müsste, erklärt Sprecher Hans Foldenauer im Interview mit n-tv.
Schwarz fordert Verdopplung des Schweinepreises
Der Deutsche Bauernverband fordert eine drastische Erhöhung der Preise für Schweinefleisch, da sonst wegen der neuen Tierschutzauflagen vielen Schweinemästern der Bankrott drohe.
Donnerstag, 16. August 2018
Kein Futter: Bauern müssen ihre Kühe schlachten
Wegen der Dürre hatte der Bauernverband vom Staat eine Milliarde Euro Hilfe gefordert. Doch viele der Betroffenen lehnen diese Forderung ab. Auch die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milcherzeuger (BDM) sind gegen die staatlichen Subventionen. Sie wünschen sich, dass die Milchpreise steigen, damit sie endlich auf die Hilfen verzichten können.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht das anders. Die Milchbauern müssten sich breiter aufstellen und der Markt müsse die Milchpreise selbst regeln, findet Werner Schwarz, Vizepräsident des DBV. "Wenn ich von meiner Arbeit nicht leben kann, muss ich mir überlegen, wie ich meinen Betrieb weiterentwickele, um davon leben zu können". Für viele Betriebe würde das heißen, dass sie schließen müssen.
Milchpreis: Backhaus sieht "elende Schweinerei"
"Das ist eine elende Schweinerei, was die Molkereigenossenschaften mit den Bauern anstellen", sagte der Minister mit Blick auf den Marktführer im Land, das Deutsche Milchkontor (DMK).
Mittwoch, 15. August 2018
Werner Schwarz: Die Milchbauern müssen sich breiter aufstellen
Wegen der Dürre hatte der Bauernverband vom Staat eine Milliarde Euro Hilfe gefordert. Doch viele der Betroffenen lehnen diese Forderung ab. Auch die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milcherzeuger (BDM) sind gegen die staatlichen Subventionen. Sie wünschen sich, dass die Milchpreise steigen, damit sie endlich auf die Hilfen verzichten können.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht das anders. Die Milchbauern müssten sich breiter aufstellen und der Markt müsse die Milchpreise selbst regeln, findet Werner Schwarz, Vizepräsident des DBV. "Wenn ich von meiner Arbeit nicht leben kann, muss ich mir überlegen, wie ich meinen Betrieb weiterentwickele, um davon leben zu können". Für viele Betriebe würde das heißen, dass sie schließen müssen.
Montag, 13. August 2018
Künast: Der Bauernverband muss endlich verbal abrüsten
Es wird definitiv keine Hilfen in einer solch exorbitanten Höhe geben. Der Bauernverband muss endlich verbal abrüsten. Er fordert großspurig Hilfe und Unterstützung ein. Er muss aber auch sagen, was geben wir dafür zurück. Doch da ist Schweigen im Walde. Das Grundproblem besteht darin, dass wir es immer noch mit einer falschen Agrarpolitik zu tun haben.
Trecker-Sternfahrt: Milchbauern fordern Umdenken
Rund 30 Milchbauern aus Schleswig-Holstein – darunter auch ein Stormarner – haben eine Trecker-Sternfahrt nach Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg) unternommen, um auf ihre schwierige Lage aufmerksam zu machen. Nur mit öffentlichen Hilfen lasse sich das Problem nicht lösen, so der Tenor. Das funktioniere nur über höhere Markterlöse. Die niedrigen Milchpreise lassen es laut BDM nicht zu, finanzielle Rücklagen für solche Extremwetterlagen zu bilden.
Die Regenmacherin - Klöckner greift Bauern an
Klöckner bleibt bisher bei ihrer Linie, sie greift die Bauern sogar direkt an, jedenfalls einige von ihnen. „Betriebe, die Anfang August schon vor Liquiditätsproblemen stehen, haben andere Schwierigkeiten als die Dürre", sagt sie.
Video - Leere Felder, leere Kassen - zdf.de
Viele Bauern leiden hierzulande unter Ernteausfällen. Auf fast eine Milliarde Euro beziffert der Bauernverband die Schäden und fordert staatliche Hilfen. Agrarministerin Klöckner führt die Liquiditätsprobleme zum Teil auch auf Misswirtschaft zurück.
Donnerstag, 9. August 2018
Danone will Milchpreisanstieg verhindern und schickt 5.000 Kühe nach Sibirien
Der Lebensmittelkonzern Danone schickt knapp 5.000 Kühe der Rinderrasse Holstein auf eine 4.500 km lange Reise nach Sibirien. Die ersten Tiere werden bereits mit LKWs aus Deutschland und Holland in eine Farm in der Nähe der Stadt Tjumen in Westsibirien gebracht.
Dieser Schritt soll das französisch-russische Unternehmen vor einem Anstieg der Milchpreise schützen, der laut dem Chef von Danone, Charlie Capetti, in diesem Jahr bereits 14 Prozent betrage.
Dienstag, 7. August 2018
Video: Kritik an Milliarden-Hilfsplänen
Landwirte halten die wegen der Dürre angedachten Milliarden-Hilfen für wenig zielführend. Das Grundproblem sei, dass eine marktwirtschaftliche Produktion nicht mehr möglich sei.
Montag, 6. August 2018
Die Bauernrebellion
„Der BVNON und das Landvolk Niedersachsen können sich der Milliarden-Forderung des DBV (Deutscher Bauernverband) nicht anschließen." Offen stellt sich die Spitze des BVNON gegen ihren Dachverband und fordert statt einer Milliarde: „Wir Bauern brauchen jetzt grundlegende Hilfe zur Selbsthilfe."
„Wir wollen nicht gerettet werden", sagt Riggert, „wir wollen uns endlich selber retten können." Doch dafür fehlten die Rahmenbedingungen. „Für die sollte sich Rukwied einsetzen, anstatt pauschal Geld zu fordern."
Mittwoch, 1. August 2018
Danone kündigt den Milchbauern
Die 46 Milchbauern der Milcherzeugergenossenschaft (MEG) Ochsenfurt hat die Nachricht kalt erwischt. Am Dienstag teilte der Danone-Konzern dem Vorstand der Genossenschaft mit, dass er den Milchkaufvertrag mit der MEG fristgerecht zum 31. Januar 2019 kündigen wird.
Für die 18,5 Millionen Liter Milch, die die Milchbauern aus der Region Ochsenfurt zuletzt pro Jahr ins Danone-Werk nach Goßmannsdorf geliefert haben, muss die MEG nun einen neuen Abnehmer finden.
„Wir wollen keine Staatsknete“
Der Bauernverband forderte eine Milliarde Euro für die Dürre-Opfer in der Landwirtschaft. Unterstützen Sie diese Forderung?
Georg Janßen: Wir wollen keine Staatsknete. Die Bauern werden das Geld nicht ablehnen, aber es hilft nicht. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, die existenziellen Probleme der Betriebe werden nicht gelöst. Man muss viel weiter denken, als undifferenziert Hilfsgelder rauszuschmeißen. Wir müssen uns alle an einen Tisch setzen, der Getreidehandel, die Schlachthöfe, die Molkereien. Wir müssen Aldi, Lidl und Co vermitteln, dass die Verträge zu einer Zeit ausgehandelt wurden, in der wir uns die Dürre noch gar nicht in diesem Ausmaß vorstellen konnten. Wir müssen darüber reden, wie wir zu fairen Erzeugerpreisen kommen. Es muss Marktsolidarität gezeigt werden. Nur das hilft akut.
Donnerstag, 19. Juli 2018
Merkel besucht heute Tredes Milchviehbetrieb
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit einem Besuch der Milchbäuerin Ursula Trede in Nienborstel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ein weiteres Wahlkampfversprechen einlösen. Die Stippvisite von Angela Merkel in dem Traditionsbetrieb mit 140 Kühen in Nienborstel im Kreis Rendsburg-Eckernförde am Donnerstagnachmittag (14 Uhr) geht zurück auf die ARD-„Wahlarena" vor der Bundestagswahl 2017. Trede hatte die Regierungschefin damals in Lübeck mit dem niedrigen Milchpreis konfrontiert und eingeladen. Im Vorfeld des Besuchs hatte die Landwirtin angekündigt, Merkel „andere Blickwinkel" als von manchem Verbandsvertreter ermöglichen zu wollen. „Wir möchten ihr gerne von der Basis aus darstellen, wo unsere Probleme liegen", sagte Trede.
Montag, 16. Juli 2018
LKV Bayern: Rausschmiss und Rücktritte
Riesenkrach beim bayerischen LKV: In dem möglichen Finanzskandal geht es um die hohen Zuschüsse, die der Freistaat dem LKV bezahlt hat. Allein für 2013 soll die Differenz 1,7 Millionen Euro betragen. Nach internen Ermittlungen haben die Controller der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und des Landwirtschaftsministeriums das LKV wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug angezeigt.
Mittwoch, 11. Juli 2018
Milchbauer verlangt vom Land NRW Zuweisung einer Molkerei
Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Bauer verlangt vom Land Nordrhein-Westfalen die Zuweisung einer Molkerei für die Milch seiner 15 Kühe. Sein Fall wird heute am Düsseldorfer Verwaltungsgericht verhandelt (Az.: 20 K 15143/17).
Der Bauer hat Schwierigkeiten, eine Molkerei zu finden und beruft sich auf das Milch- und Fettgesetz aus dem Jahr 1951. Die Landesregierung, vertreten durch das Agrarministerium, argumentiert, das 67 Jahre alte Gesetz sei wegen zwischenzeitlich erlassener europarechtlicher Regelungen veraltet und nicht mehr anwendbar.
Dienstag, 3. Juli 2018
Milch - Ein Glaubenskrieg - arte.tv
Wie gesund ist Milch? Ist sie noch ein Naturprodukt? Oder kann sie sogar krank machen? Das lange Zeit saubere Image der Milch bröckelt. Kritik wird lauter. Seit Jahren tobt eine heftige Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern. Jeder hat stichhaltige Argumente – ein Glaubenskrieg. Der Film beleuchtet aktuelle Ergebnisse und zeigt die Akteure hinter der großen Debatte. Der Film macht sich auf die Suche nach Antworten und trifft Wissenschaftler, Mediziner, Milchbauern und Branchenvertreter in Deutschland, Frankreich und Europa. Wer hat recht? Ist Milch gesund? Oder macht Milch krank? 60 Min. - Nächste Ausstrahlung am Freitag, 6. Juli um 09:35
Freitag, 29. Juni 2018
Schwarzwaldmilch wächst in schwierigem Markt
Die Molkerei Schwarzwaldmilch hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent auf 179,0 Millionen Euro gesteigert. So lag der Auszahlungspreis für konventionelle Milch 2017 im Schnitt bei 41,32 Cent je Kilogramm. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von fast 20 Prozent.
Samstag, 16. Juni 2018
Video - International Fair Milk Conference 2018 (in Lille)
EMB and FaireFrance invited farmers, consumers & politicians to celebrate the European Fair Milk Project. (14/06/2018)
Sonntag, 3. Juni 2018
Arla streicht 350 Stellen
Die dänische Molkerei Arla hat sich ein Sparprogramm verordnet. Die Reform mit Namen "Calcium" bringt Entlassungen und Werksschließungen mit sich.
Rügens Milchbauern attackieren Milchriesen DMK
Rund 20 Landwirte von der Insel Rügen werfen dem Deutschen Milchkontor vor, Vermögen der Genossenschaftsmitglieder zu verschleudern. Es geht um den Verkauf die „Badejunge"-Molkerei. Hintergrund ist die Weigerung des Konzerns, die Bergener „Badejunge"-Molkerei zu verkaufen. „Da es einen ernsthaften Interessenten aus der Milchbranche gibt, sollten Verkaufsgespräche geführt werden", verlangen die Landwirte.
Milchbauern im Schwalm-Eder-Kreis an der Schmerzgrenze
Die Preise für Milch sind wieder im Sinkflug. „Die Situation ist ernst und bedroht die Existenz vieler Milchbauern im Landkreis", sagt Günther Koch. Die meisten Molkereien zahlen nach seinen Angaben rund 30 Cent für den Liter Milch. „Viel zu wenig und nicht kostendeckend", sagt Koch. Und Jochen Ackermann, Geschäftsführer der Agrarberatung Nordhessen, befürchtet in den kommenden Monaten einen weiteren Preisrückgang. Die Verhandlungen über die neuen Verträge mit den Molkereien wurden gerade abgeschlossen", sagt Ackermann. Fest steht, der Preis sinkt weiter. „Uns Bauern ärgert absolut, dass die Molkereien aus den Entwicklungen der vergangenen Jahre nichts gelernt haben", kritisiert Koch. Der Kreisbauernverband gab keine Stellungnahme ab.
Donnerstag, 26. April 2018
Milchbauern fordern ein Ende der Überproduktion
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert am Rande der Agrarministerkonferenz in Münster von der Politik eine Marktregulierung ein. „Die kurzen Intervalle von Krisen müssen aufhören", fordert Hans Foldenauer, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). Die Politik soll nun eingreifen, um den Milchmarkt zu regulieren. Dafür wollen die Bauern heute bei der Agrarministerkonferenz in Münster demonstrieren. Zurzeit gebe es einen knapp 400 000 Tonnen schweren Berg Milchpulver aus Überkapazitäten, den niemand auf der Welt haben wolle. „Die Überschüsse zu produzieren ist schon Nonsens, geschweige denn, sie einzulagern. Das Pulver macht die Märkte kaputt.
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