Sonntag, 2. September 2012

Emmi wächst dank Übernahmen

Das Wachstum ist auf internationale Übernahmen zurückzuführen, während das Inlandsgeschäft schrumpfte.

Ukraine: Mindestpreis für Milch

Die Ukraine hat einen Mindestankaufspreis für Milch eingeführt. Sie will damit Kleinbauern vor Preiswillkür schützen.

Koscheres Milchpulver aus Mittelsachsen

Die knapp 1.200 Milchkühe im Stall der Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf haben ab und zu ganz besondere "Kundschaft". Immer wenn Rabbiner Joseph Greenbaum aus Jerusalem im Hause ist, wird koschere Milch gemolken. Koscher, also rein im Sinne der jüdischen Speisegesetze, sei die Milch dann, wenn er dabei sei, sagt der Rabbi. 

Fonterra: Weniger Geld für Aktionäre

Fonterra hat eine überarbeitete Prognose für die Saison 2012/13 herausgegeben. Darin sinkt die Ausschüttung an Aktionäre um knapp 20 Cent je Aktie. Die prognostizierte Abwärtstendenz beim Milchpreis ab Hof habe mit der anhaltenden Stärke des neuseeländischen Dollars zu tun, sagte Fonterra-Vorstandsvorsitzender Henry van der Heyden laut Mitteilung. 

Mittwoch, 29. August 2012

Verbraucherzentrale Hamburg greift deutsche Tierhalter an

Viele Wurst- und Fleischhersteller bilden demnach auf ihren Verpackungen eine ländliche Idylle oder einen Bauernhof ab. Woher das Fleisch jedoch wirklich stammt, sehe der Verbraucher meist nicht, so die Kritik. So fanden sich auf 83 % der untersuchten Verpackungen grüne Wiesen, auf 56 % waren Fachwerkhäuser abgebildet. Auf keiner einzigen Produktverpackung hätten die Verbraucherschützer dagegen nach eigenen Angaben konkrete Aussagen zu den tatsächlichen Haltungsbedingungen der Tiere gefunden. 

Milchfrischekontor: 'Milchviehhalter können profitieren'

Das Deutsche Milchkontor (DMK) will zusammen mit anderen genossenschaftlichen Molkereien das Angebot von Milchfrischprodukten bündeln. Die aktuelle Marktlage beurteilen die Verantwortlichen beim DMK laut Bauernverband positiv. Außerdem werde das Milchkontor als größtes deutsches Molkereiunternehmen die anstehenden Preisverhandlungen nutzen, um berechtigte Preisanhebungen beim Handel durchzusetzen. 

Montag, 27. August 2012

Milchbauern kämpfen ums Überleben - Erlöse erneut auf Talfahrt, Kosten explodiert

Wenn sich Markus Meyer mit etwas auskennt, sind es Krisen. Seit er 2009 die ersten Kühe im neuen Boxenlaufstall gemolken hat, gab es viele Preistiefs - und nur wenige Monate, in denen der Reinstorfer mit der Milcherzeugung Geld verdient hat. Jetzt steckt er erneut in der Krise, arbeitet täglich mehr als zwölf Stunden und hat am Ende des Tages weniger auf dem Konto als vorher. Wie lange der Familienbetrieb das durchhält, darüber hat Meyer irgendwann aufgehört, nachzudenken. "Wir müssen da jetzt irgendwie durch", sagt er, "eine Alternative gibt es nicht." 

Samstag, 25. August 2012

ARLA: Bewährungsprobe für Milchlieferanten der Milchwerke Bad Wörishofen

Die erste Bewährungsprobe für die Liefergenossenschaft mit ihren jetzt noch 320 Mitgliedern steht kurz bevor. Im Herbst beginnen die Verhandlungen für die neuen Lieferverträge. Arla hat den Bauern jüngst mitgeteilt, dass die Milchpreise in Deutschland seit Dezember 2011 sinken. Arla beruft sich auf Angaben der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft AMI. Demnach sank der durchschnittliche Milchpreis im Juni erstmals seit zwei Jahren wieder unter die Marke von 30 Cent. 

Donnerstag, 23. August 2012

Nestlé-Chef ist für Gentechnik und gegen Biosprit-Produktion

Peter Brabeck-Letmathe hält "Europas Einstellung zu Gentechnik für einen Blödsinn". Hier treffe die Politik falsche Entscheidungen, so der Verwaltungsrats-Präsident von Nestlé. Das gab er jüngst in einem Kurier-Interview an. "Bis heute ist auf der Welt nachweislich noch kein Mensch an einem Gentechnik-Agrarprodukt gestorben", meint der gebürtige Österreicher. 
"No Food for Fuel"
Des Weiteren fordert er, die Biosprit-Produktion zu überdenken: "Grundsätzlich sollte es keine Verwendung von Lebensmitteln für Biokraftstoffe geben." 

Mittwoch, 22. August 2012

Bauernverband verteidigt Bioenergie: "Keine Ursache für Hunger"

Der Landesbauernverband Sachsen-Anhalt hat die Bioenergie verteidigt. "Das ist die Energie der Zukunft", sagte Hauptgeschäftsführer Fritz Schumann gestern in der Gemeinde Südliches Anhalt. Die Diskussion derzeit werde zu flach geführt. "Die Bioenergie hat nichts mit dem Hunger in der Welt zu tun."

Dienstag, 21. August 2012

Kuh „Faironika“ mutwillig zerstört

Wie leider auch schon in anderen Städten wurde sie nun auch in Roding Ziel von unverständlichem Vandalismus, getan hat sie jedenfalls niemandem etwas und gestört auch niemanden. In der Nacht zum Sonntag gegen 1 Uhr anscheinend doch, jedenfalls sollen es nach Augenzeugen vier junge Burschen gewesen sein, die zu dieser nächtlichen Stunde durch Roding zogen und die Tierattrappe umstürzten. 

Montag, 20. August 2012

2012: Wenigstens 30 Ct/l Milch erwartet

Nach Einschätzung des Milchmarktexperten Erhard Richarts können die deutschen Milcherzeuger recht zuversichtlich in die Zukunft blicken. Er rechnet für 2012 mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 30 bis 32 Cent. „Mit einem durchschnittlichen Milchpreis von fast 35 Cent je Kilogramm im Jahr 2011 lässt sich schon arbeiten", erklärte der Milchmarktexperte. Die Zukunftsaussichten sind nach seinen Worten „insgesamt gut": Schließlich werde der Milchverbrauch innerhalb der Europäischen Union weiter zunehmen.

BIG-M: 38 Rappen fürs Kilo Milch - Reicht das noch immer nicht?

In der vergangenen Woche haben wir hautnah miterleben dürfen, auf welchem Niveau die Diskussion um die Neugestaltung der Agrarpolitik ausgetragen wird. In Sachen Landwirtschaft besteht ein eigentliches Sprachverständnis- und Faktenchaos. So kann keine sachliche Diskussion stattfinden. Und unser Milchchef im BLW, Jaques Chavaz, lächelt zufrieden in die Kameras, anstatt die Verdrehungen  zu klären. Die Parlamentarier in Bern benutzen die verfahrene Situation, um egoistisch Parteipolitik zu machen. Dabei wäre es jetzt oberdringend, endlich sachliche Lösungen anzugehen. Der Milchmarkt droht allmählich im Chaos unterzugehen. 

BIG-M hatte diesen Sommer in zwei Milchgeldabrechnungen Einsicht, wo den Bauern gerade noch 38 Rappen pro Kilo ausbezahlt wurde und zwar für die gesamte Milch, nicht nur für jene Milch, die in den Export geht und dort mit europäischen Preisen mithalten muss!!! Und es ist kein Ende in dieser Abwärtsspirale abzusehen, solange die Produzenten von der Politik keine Rahmenbedingungen bekommen, um die Milchmenge an die Nachfrage anpassen zu können.

Der Versuch einzelner Bauern, der Abwärtsspirale zu entgehen, indem sie auf Biomilch umstellen, ist in diesem Umfeld leider auch eine Illusion. Es gibt wieder zuviel Biomilch. Noch im vergangenen Sommer wurde gedroht, die fehlende Biomilchmenge zu importieren. Heute ist es bereits umgekehrt: Im Sommer muss die überschüssige Biomilch über den ÖLN - Kanal entsorgt werden. Auf der Milchgeldabrechnung der ZMP Biobauern wird dafür den Produzenten ein "Deklassierungs-Beitrag" von 3 Rappen pro Kilo belastet. Und der Biomilchpool, der vor einem Jahr gegen die 4 Rappen beim Marktenlastungsfond (mit-) geklagt hat, mit der Begründung, die Biomilchbauern würden keine Überschüsse produzieren, kauft inzwischen C-Biomilch für 30 Rappen ein.

BIG-M nimmt zur Kenntnis, dass sowohl die Bundesverwaltung wie auch die Politik zur Zeit nicht willens ist, das zentrale Problem der Überproduktion zu lösen. Für uns unverständlich, gehen doch damit vor allem in den benachteiligten Regionen wertvolle Strukturen für immer verloren. 
BIG-M schaut da nicht mehr zu. Wir haben in der vergangenen Woche ein gemeinsames Vorgehen zusammen mit anderen Basisorganisationen festgelegt. Wir sind uns in der Zielsetzung weitgehenst einig. Es muss eine Änderung kommen, denn "der Preis, den uns dieser liberalisierte Markt diktiert, ist der Preis, an dem die Milchbauern zugrunde gehen".  Das ist nicht im Interesse der Bevölkerung, auch wenn dabei Grossverteiler und Lebensmittelverarbeiter kurzfristig Rekordgewinne erzielen. Fehlende Markterlöse mit Steuergeldern zu kompensieren ist ebenfalls ein falscher Ansatz, welcher sich auf die Dauer nicht finanzieren lässt.

Mit kämpferischen Grüssen 
BIG-M

40 Cent wären angemessen

„Mehr als unbefriedigend. " So schätzt der Klötzer Landwirt Raimund Punke die „angespannte Situation" am Milchmarkt ein. 1200 Milchkühe stehen in den Ställen und auf den Weiden der von Raimund Punke geführten Milcherzeugergenossenschaft Klötze. Durchschnittlich 9 300 Liter Milch gibt jede Kuh im Jahr. Während der Verkauf und der Export von Milch und Milchprodukten in Deutschland weiterhin gut laufe, komme von den Erlösen bei den landwirtschaftlichen Betrieben immer weniger an.
az-online.de

Samstag, 18. August 2012

Schwaiger: 'Wir werden auf den Weltmarkt drängen'

Josef Schwaiger sagte im Interview der Süddeutschen Zeitung, "dass die Milchproduktion hierzulande eine große Zukunft hat, aber die Bauern werden größeren Schwankungen ausgesetzt. Deshalb muss man nicht gleich untergehen, aber einige Wellen muss ein Erzeuger schon durchstehen können."
Weiterhin glaubt er fest daran, dass "alles um 30 Cent pro Liter noch ein guter Preis" sei. Aber "wie viel Gewinn der einzelne Milchbauer damit macht, hängt davon ab, wie gut er wirtschaftet".
"Europa ist die einzige Weltregion, deren Konsum nicht mehr steigt", ist Schwaiger überzeugt.
Dann fügte er an: "Wir liefern zurzeit auch H-Milch nach China, aber das ist eine Ausnahmesituation. Containerschiffe fahren momentan nur in eine Richtung voll beladen: von Asien nach Europa. Die Frachtkosten sind so niedrig, dass ein Transport Hamburg-Shanghai billiger ist als die Strecke Hamburg-München. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich das nicht mehr lohnt. Langfristig ist es vernünftiger, Milchpulver zu exportieren und vor Ort in Joghurt oder Trinkmilch umzuwandeln."
Eigenes Lob sprach Schwaiger der DMK für seine schnellen Entscheidungswege aus: "In unserem Aufsichtsrat sitzen sechs Landwirte, die selbst erfolgreiche Unternehmer sind. Komplexe Themen werden in dem Kreis verstanden und schnell entschieden. Die Entscheidungsstrukturen bei Danone und Nestlé sind eher langsam."

Süddeutsche Zeitung vom Samstag, den 18. August 2012, Seite 25

Donnerstag, 16. August 2012

CH: Emmi steht Öffnung des Milchmarktes skeptisch gegenüber

Emmi als grösster Milchverarbeiter sei vom Vorschlag, den Milchmarkt gegenüber der EU vollständig zu öffnen, gar nicht begeistert, schreibt die Zeitschrift «Alimenta». «Der aktuelle Zeitpunkt ist für eine Marktöffnung gefährlich», wird Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker zitiert.

Vertreterversammlung Milchwerke Neuburg - Mit geballten Fäusten

Rissen die Bauern bei der Vertreterversammlung vor einem Jahr noch vor Freude die Hände in die Höhe, saßen sie diesmal mit geballten Fäusten in den Hosentaschen an den Tischen des Unternehmens an der Nördlichen Grünauer Strasse. Der Preis, den sie pro Kilogramm erhalten, liegt nämlich mittlerweile rund zehn Cent unter dem des Vorjahres. Nach dem Katastrophenjahr 2009 und einer zwischenzeitlichen Erholung ist dies ein bitterer Rückschlag für die 1600 Lieferanten. 

Die Milchmädchenrechnung mit der Bio-Milch

Die 60 Kühe von Bio-Bäuerin Johanna Böse-Hartje geben jeden Tag Milch - doch seit Jahresbeginn ist die immer weniger wert: Von 43 auf 40,7 Cent ist der durchschnittliche Preis für einen Liter gesunken. Vor einigen Tagen hat Böse-Hartje ihre Milchabrechnung bekommen. "Auch wir im Biobereich sind dem Kostendruck ausgeliefert und kriegen keine voll kostendeckenden Preise", sagt die Landwirtin aus Thedinghausen im Landkreis Verden. Der Preis für Bio-Milch orientiert sich an dem der konventionellen Milch - der Unterschied liegt immer bei zehn Cent. 

Die Legende vom Gentech-Schiff

Die EU will die strenge Regel aufweichen und verunreinigte Produkte zulassen. Die Begründung ist aber ziemlich weit hergeholt. „Die Zahlen belegen, dass die Nulltoleranz machbar ist und dass sie die Wirtschaft keineswegs in unzumutbarer Weise belastet", sagt Ebner.

CH: Magere Bilanz für Käse-Freihandel

Die Bilanz des EU-Käsefreihandels sei nicht nur mengen-, sondern auch wertmässig schlecht, sagt eine neue Studie. Seit der vollständigen Liberalisierung des Käsehandels mit der EU am 1. Juni 2007 wurde mehr Käse zusätzlich importiert, als zusätzlich exportiert werden konnte.

Steigende Agrarpreise - Dirk Niebel (FDP) fordert Verkaufsstopp für Biosprit E10

Die Beimischungspflicht führe dazu, dass Menschen zu wenig Nahrung haben. „Deshalb sollte man E10 jetzt aussetzen", sagte Niebel am Mittwoch dem Sender n-tv. „Gerade bei steigenden Lebensmittelpreisen kann Biosprit zu stärkerem Hunger in der Welt beitragen."

Mittwoch, 15. August 2012

Russland: Der Konzernchef ist am liebsten auf dem Acker

Wem gehören die Felder da auf der linken Seite der Straße? "Uns". Zehn Kilometer weiter fragen wir wieder. "Immer noch uns". Und die auf der rechten Seite? "Auch uns." Stefan Dürr sagt das mit einem zufriedenen Lächeln. Ein Blick auf die Landkarte des Bezirks bestätigt die Besitzverhältnisse. Es gibt nur noch wenige weiße Flecken, die meisten Felder des 70 Kilometer langen Bezirks Liski werden von Dürrs Firma Ekoniva bewirtschaftet. Und sie sollen noch weniger werden, die weißen Flecken. Landwirtschaft lohnt sich in Russland. Die Getreidepreise sind hoch und für einen Liter Milch bezahlen die russischen Molkereien 30 Prozent mehr als die deutschen.

Bauern blicken in ungewisse Zukunft

Im April 2015 verschärft sich die Marktlage weiter: Dann fällt die Milchquote, und jeder Bauer darf so viel produzieren, wie er will. Manuel Döhler, im Hohenloher Landwirtschaftsamt für die Tierhaltung zuständig, glaubt: „Der Tiefpunkt beim Milchpreis ist erst einmal erreicht." Doch sein Blick geht schon weiter: kurzfristig auf die Verhandlungen der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel in diesem Herbst, langfristig auf den Stopp der EU-weiten Mengenregulierung im April 2015. Beides verheißt nichts Gutes. Wenn die Milchquote abgeschafft ist, gibt es noch mehr Milch, und die Preise könnten weiter purzeln. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Döhler den Milchbauern: Leistung weiter rauf oder Kosten weiter runter. 

Eine Existenzfrage

METELEN Die Milchbauern sind verärgert. "Die Relationen stimmen einfach nicht mehr für das, was wir leisten müssen und letztendlich erhalten", sagen Paul und Anneliese Renners. 

Neuburger Milchwerke - Milchpreis im Keller: Bauern sind verärgert

„Unsere Milchbauern sind stocksauer". Etliche der 100 Vertreter machten gestern ihrem Ärger Luft. Der Wirbel war vorprogrammiert bei der Versammlung der Neuburger Milchwerke. Grund ist der derzeit miserable Milchpreis von 28 Cent pro Liter. „Davon kann kein Betrieb existieren", so die Bauern.

Dienstag, 14. August 2012

Zahlen Milchbauern am Ende die Zeche für verfehlte Politik?

Drei Jahre nach der Milchkrise droht erneut tausenden Milchbauern wegen zu schlechter Milchpreise das Aus. Grund ist die zu große Milchmenge am Markt. Dieses Problem ist seit der Milchkrise 2008/09 allgemein bekannt. Dennoch hat die Bundesregierung drei Jahre untätig verstreichen lassen, anstatt eine wirksame Politik zur Steuerung der Milchmenge vorzulegen. Gleichzeitig hat Ministerin Aigner dafür gesorgt, dass die Vorschläge der Milchbauern für eine Mengensteuerung auf EU-Ebene nicht umgesetzt wurden.
Vollkommen unverständlich ist, warum der Deutsche Bauernverband seit Monaten versucht, die brenzlige Preisentwicklung als vorübergehende ,,Delle" zu verharmlosen. Auch dadurch ist wertvolle Zeit verloren gegangen, die den Milchbauern nun fehle.

Ist der Milchpreis-Tiefpunkt nun erreicht?

Die Juli-Milchpreise haben sich uneinheitlich entwickelt. Friesland-Campina hat den Basispreis um 1,5 Cent/kg auf 30 Cent/kg angehoben. Gleichzeitig ist aber die Wintermilch-Rückstellung in Höhe von 2,30 Cent/kg weggefallen. Beim Deutschen Milchkontor (DMK) wurde der Preis nochmals um 1,0 Cent/kg zurückgenommen auf jetzt 28 Cent.

Russland: Agrarressort fordert strengere Kontrolle der Milchpreise

Das russische Agrarministerium hat den nationalen Antimonopol-dienst aufgefordert, die Preispolitik der Milchverarbeiter stärker zu überwachen. Nach Ansicht des Ressorts kaufen die Molkereien die Rohmilch in diesem Sommer zu preiswert ein.

Mindestlohn für Landwirte in MV

Erst die Industrie- und Handwerksbetriebe, jetzt die Bauernhöfe: Mecklenburg-Vorpommern verschärft die Förderkriterien für Agrarinvestitionen. Landwirte, die für ihre Investitionen staatliche Förderung aus der Landeskasse erhalten wollen, müssen künftig einen Mindestlohn von 8,50 Euro zahlen.

CH: «Es ist an der Zeit, in den Markt einzugreifen»

Die Milchpreissenkungen entsprächen nicht dem Markt, kritisiert Jacques Bourgeois. Jetzt müsse der Bauernverband eingreifen