„Die Agrarökonomen haben ihre Zeit gehabt. Ihre Rezepte wurden im Milchmarkt vollständig umgesetzt, was Ursache und nicht Lösung des Problems ist. Erst wurden die Milchquoten erhöht und dann abgeschafft. Alles wurde umgesetzt, um Milch möglichst billig zu erzeugen", kommentiert Ottmar Ilchmann, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Im Ergebnis führen die Ratschläge der Agrarökonomen jetzt tagtäglich zu hohen Verlusten in allen noch verbliebenen 70.000 Milchviehbetrieben in Deutschland. Es gibt keinen Milchviehbetrieb, der zum staatlichen Interventionspreis von 20 Cent je Liter wirtschaftlich Milch erzeugen kann. Zudem empört das von den Agrarökonomen propagierte System die ganze Gesellschaft.
Eine Sammlung von Infos und Links zum Thema Agrarpolitik abseits des Mainstream
Mittwoch, 15. Juni 2016
AT: Molkereien wollen europaweite Mengenbegrenzung
Der Molkereiverband kann sich zur Stabilisierung des Milchpreises nur ein Mengendeckelungssystem auf europäischer Ebene vorstellen. Eine Begrenzung nur in Österreich mache keinen Sinn, weil Österreich 2 Prozent der Milchmenge in der EU produzierte, so Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), am Rande des Milchgipfels im Parlament.
Bundesagrarminister Christian Schmidt im Interview
-Wie fühlt man sich, wenn man von Demonstranten beschimpft und vom eigenen Parteivorsitzenden vorgeführt wird?
Den stärksten Eindruck hinterlässt, was Milchbauern mir persönlich sagen. Das lässt einen nicht kalt, denn die Situation ist wirklich schwierig. Und mit Horst Seehofer habe ich eine sehr hohe Übereinstimmung, ich komme gerade von einem Gespräch mit ihm.
Wir sind in der 3. Milchkrise nach der Weltmarktöffnung – man muss weiter denken. Die schnelle Lösung gibt es nicht. Wir müssen die Krise jetzt für Strukturveränderungen nutzen.
Dienstag, 14. Juni 2016
Die Wende im Milchstreit ist da
In den Streit zwischen Bund und Ländern um Auswege aus der Milchkrise kommt Bewegung. Bei einer außerplanmäßigen Agrarministerkonferenz am 15. Juli wollen Schmidt und die Landwirtschaftsminister der Bundesländer nun mit dem zuständigen EU-Kommissar Phil Hogan in Brüssel über konkrete Lösungen beraten.
Damit zeichnet sich ein Kurswechsel in der bisherigen Milchpolitik der Bundesregierung ab, der auch auf EU-Ebene Wirkung zeigen könnte. Schmidt und seine Amtskollegen aus Polen und Frankreich haben Ende vergangener Woche in Warschau eine Erklärung unterzeichnet, in der sie ein weiteres Hilfspaket für die Milchbauern fordern. Allerdings unter der Bedingung, dass Geld nur an diejenigen geht, die weniger Milch liefern. Dahinter steht die Erkenntnis, dass sich das Problem der Überproduktion nicht allein mit finanziellen Nothilfen lösen lässt.
Schmidt: Weimarer Dreieck für europäische Lösung der Marktkrise
Im Ergebnis haben die Agrarminister Le Foll, Jurgiel und Schmidt die Warschauer Erklärung der Agrarminister für Gemeinsame Marktmaßnahmen unterzeichnet.
Wir werden gemeinsam die EU-Kommission auffordern, ein zusätzliches Hilfspaket bereitzustellen. Die EU-Kommission soll ein zweites Hilfspaket noch im Juni im Rat zur Diskussion stellen.
Eine Lösung für die aktuelle Marktkrise muss mit europäischen Maßnahmen im Rahmen der GAP gefunden werden. Wir dürfen und werden dabei nicht zulassen, dass nationale Maßnahmen zu einer Renationalisierung der Agrarpolitik und zur Störung des Wettbewerbs führen.
Das europäische Paket sollte insbesondere Hilfen für die Landwirte an eine freiwillige Mengenbegrenzung koppeln. Wir wollen nicht die Rückkehr zu einer staatlichen Quotenregelung, sondern finanzielle Unterstützung, die zu einer besseren Mengendisziplin beiträgt.
AT: Jurist sieht Entschädigung für Milchquote
Ein Kärntner Jurist sieht Chancen, eine Entschädigungszahlung für die inzwischen wertlose Milchquote zu erwirken. Für zugekauftes Kontingent könne bei der AMA oder der Republik Österreich Entschädigung eingefordert werden. Er stützt sich auf eine einschlägige Gerichtsentscheidung aus dem Bereich der „Zuckerquote" aus dem Jahr 2003, wonach Eigentumsrechte durch entgeltlichen Handel von Quoten entstehen.
Pinzgau Milch füllt für andere ab
Die Pinzgauer Molkerei in Maishofen macht bereits ein Viertel ihres Umsatzes damit, dass sie Smoothies oder Proteinshakes für andere Unternehmen abfüllt. Diese Produkte gehen dann in alle Welt, sagt die Geschäftsführung. Die Abfüllung für andere lastet die Anlage besser aus. Für die Pinzgau Milch sei es das Hauptziel, die angelieferte Milch komplett im eigenen Haus zu Fertigprodukten zu verarbeiten, so Steiner.
Montag, 13. Juni 2016
Milchkrise: Emotionale Debatte in Westoverledingen
Die Milchmenge am Markt muss runter. Nur so kommen die Milchviehhalter aus der Krise. Darin waren sich alle Teilnehmer der Diskussionsrunde mit Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) bei einer Podiumsdiskussion am Samstag in Ihrhove einig.
Über die Ursachen des Überangebotes und wie man erfolgreich gegensteuern kann, gingen die Meinungen der gut 100 Besucher im Rathaussaal Ihrhove hingegen auseinander. Die teilweise hitzig geführte Debatte zeigte, wie angespannt die Lage derzeit auf den Höfen ist.
Sonntag, 12. Juni 2016
BIG-M warnt Deutschland vor Segmentierung
BIG-M Sekretär Werner Locher warnte ausdrücklich vor dem Lösungsvorschlag der Molkereiindustrie. "Eine Unterteilung in A und B Milch wird die Überschusssituation nicht verbessern," sagte er." Nur wenn die Bauern im Voraus entscheiden können, ob sie die billigere Milch auch noch melken wollen, wird das einen Einfluss auf die Menge haben."
Wenn der Deutsche Bauernverband erzählt, dass die Segmentierung in der Schweiz bestens funktioniere und dass hier der Staat die Höhe des A Segmentes festlege, dann müssen wir das unbedingt richtig stellen. Wir fragen uns aber schon, woher denn der Deutsche Bauernverband seine Informationen aus der Schweiz bezieht.
Milchindustrie warnt vor Kurswechsel
Überlegungen, wie sie derzeit von einigen Landesministerien angestellt würden, wies MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser am vergangenen Donnerstag als „kontraproduktiv" zurück. Die Aushebelung des Marktes sei das falsche Instrument, um den Landwirten zu helfen, heisst es in einem gemeinsamen Papier von neun Wissenschaftlern. Die Spitzen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und genossenschaftlicher Molkereien wandten sich gegen gesetzgeberische Eingriffe in die Gestaltung der Lieferbeziehungen. Mit Nachdruck warnte MIV-Hauptgeschäftsführer Heuser die Politik davor, falsche Erwartungen zu wecken: „Im Übrigen sollte den Milcherzeugern nicht vorgegaukelt werden, dass solche Überlegungen realistisch sind", so Heuser an die Adresse insbesondere der grünen Agrarminister.
Samstag, 11. Juni 2016
GASTKOMMENTAR: Drosselung ist möglich
Die Milchviehbetriebe befinden sich aufgrund vollkommen falscher Markteinschätzungen und politischer Weichenstellungen der Bundesregierung auf europäischer Ebene in einer dramatischen wirtschaftlichen Situation. Wie in der Vergangenheit schon öfter geschehen, versucht die Bundesregierung mit staatlichen Hilfsgeldern, die nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, die Folgen der Krise zu kaschieren. Die Ursachen der Krise, die Übermengen bei der Milchproduktion, will die Regierung bisher jedoch nicht angehen. Mit dieser Herangehensweise wird bewusst Steuergeld nicht zielgerichtet eingesetzt.
EU-Mitgliedstaaten fordern finanzielle Anreize für Produktionsrücknahme
Die Minister großer EU-Mitgliedstaaten verständigen sich auf gemeinsame Forderungen zur aktuellen Milchkrise und setzen die EU-Kommission unter Druck. Nach der "Erklärung von Warschau" zieht nun auch der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina nach. Er berichtet von einem Telefongespräch mit dem französischen Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll. Man habe sich auf eine europäische Finanzierung von Anreizen für die verringerte Anlieferung von Milch als gemeinsame Forderung verständigt, erklärt Martina. Polen, Deutschland und Frankreich haben sich darin verständigt, dass freiwillige Maßnahmen zur Mengenreduzierung mit Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützt werden sollten.
Freitag, 10. Juni 2016
Verbände sollen weiter miteinander reden
Die Vertreter der Landwirte in Ostfriesland sind zerstritten. Der Konflikt zwischen dem Landwirtschaftlichen Hauptverein und dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter dauert schon seit Jahren an. Jetzt gibt es aber erste Signale der Annäherung. Die sollen gestärkt werden.
Heftiger Streit um Wege aus Milchkrise
Die FDP verhehlt nicht ihre Abneigung gegen staatliche Interventionen, zumal die von der Bundesregierung ausgerufene 100-Millionen-Hilfe allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein sei. Der Liberale will lieber die kostenträchtige Düngeverordnung mit bis zu drei Milliarden Euro abschaffen.
Für die CDU liegt angesichts der Milchüberproduktion eine Lösung „allein auf europäischer Ebene", so Frank Oesterhelweg.
Minister Meyer sieht wie die SPD den „einzig richtigen Weg" in einer „europaweiten Mengenregulierung". Die Bundesregierung müsse in Brüssel „die Notbremse ziehen", fordert Meyer die Berliner Große Koalition zum Handeln auf. Und dabei helfe „keine Tröpfchen-Infusion".
Gipfel brachte keine Bewegung
"Die Situation ist verfahren, der Milchgipfel in Berlin hat praktisch keine Bewegung gebracht", sagte Schleicher. "Die Verantwortung für die Übermengenproblematik im Milchmarkt alleine auf die Branche zu übertragen ist für uns ein klares Indiz, dass die Marktschieflage ausgesessen werden soll. Wir haben es satt, dass in der Öffentlichkeit das Bild entsteht, die Milchbauern betteln um öffentliches Geld und sind dann nie damit zufrieden", erklärt er.
Dürfen nicht locker lassen
„Wir halten das Signal aus Bayern für sehr, sehr wichtig, um in der Umsetzung einer wirksamen Krisenlösung entscheidende Schritte weiterzukommen. Wir werden von unserer Seite alles dafür tun, damit dieser Schwung nicht wieder dadurch verpufft, dass von Seiten der Verbände der Molkerei- und Ernährungsindustrie und des Bauernverbands Druck ausgeübt und gebremst wird", zog Romuald Schaber, Vorsitzender des Bunds deutscher Milchviehhalter, Bilanz.
Donnerstag, 9. Juni 2016
Schwälbchen lässt H-Milch von Hochwald herstellen
Die Molkereien Schwälbchen und Hochwald gehen eine Kooperation bei H-Milch ein. Die Bad Schwalbacher Firma lässt dieses Produkt von 2017 an vom Konkurrenten abfüllen.
Video - “Wir haben zwanzig Jahre lang für nichts gearbeitet"
Wegen der niedrigen Milchpreise schließen viele Bauern ihre Höfe, so auch Renke Becker aus Großheide bei Aurich in Friesland. Nach zwanzig Jahren muss er sich von seinen Kühen trennen.
Nächster Krisengipfel findet in Brüssel statt
Ein Milch-Gipfel folgt dem anderen: Angesichts der dramatischen Milchpreiskrise wollen sich die Agrarminister der Länder am 15. Juli in der EU-Metropole Brüssel treffen. Das kündigte der Vorsitzende der Länder-Agrarminister, Till Backhaus (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern, am Dienstag an. Christian Meyer: „Wir akzeptieren als Land das Zaudern des Bundesagrarministers nicht und haben daher den Sondergipfel in Brüssel einberufen." Zu dem Treffen soll neben EU-Agrarkommissar Phil Hogan auch Frankreichs Agrarminister Stéphane Le Foll eingeladen werden.
Ein neues Höfesterben
Schleswig-Holsteins Agrarminister Robert Habeck prophezeit, dass dort in fünf Jahren die Hälfte der Milchviehbetriebe verschwunden sein wird. Und in Bayern, wo immerhin 46 Prozent der 73.255 deutschen Milchviehhöfe stehen, sagt Landwirtschaftsminister Helmut Brunner: „Wenn diese Preissituation so anhält, dann habe ich höchste Bedenken, dass aus einem normalen Strukturwandel ein Strukturbruch wird."
Die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft rechnet damit, dass allein in diesem Jahr mehr als fünf Prozent aufgeben.
Ein Milchbauer ist sauer
Wenn von einem Produkt wesentlich mehr auf den Markt kommt, als nachgefragt ist, sinkt der Preis. Die einfache Kaufmannsweisheit sei anscheinend bei Politik und Bauernverband noch nicht angekommen. Bis vor wenigen Wochen wurde die Überproduktion als Grund für die Misere sogar geleugnet.
Baumer stellt bei Politik und Bauernverband eine große Hilflosigkeit fest. Selbst Kanzlerin Angela Merkel hat den Ernst der Lage erkannt und fürchte wohl den Verlust der letzten bäuerlichen Wähler. Sie hat ein Hilfsprogramm von 100 Millionen Euro angekündigt. Der Erfolg werde so groß sein wie jener einiger Getreuen des Bauernverbandes, die vor dem Aldi-Eingang in Kempten ein Spruchband hochgehalten haben und um Almosen gebeten hatten. „Welch beschämender Anblick!".
Treueprämie für Bauern wurde teuer
Als wären die Zeiten für Milchbauern und ihre Chamer Käsereien nicht schon schwierig genug: Mit einer Millionennachforderung stand jetzt auch noch das Finanzamt vor der Türe der Goldsteig. Zum Verhängnis wurde dem Unternehmen die Treueprämie, die es die vergangenen Jahren an die Milchlieferanten gezahlt hat. Die Folge aus der Nachzahlung sei auch klar, so der Geschäftsführer: „Es wird keine Prämie in dieser Form mehr geben." Gesucht werde jedoch ein anderes Konstrukt mit anderem Namen, das steuerlich unangreifbar sei, um den Landwirten das Geld weiterhin zukommen zu lassen. Brauchen können die es zur Zeit ganz sicher.
Schamt’s eich. Pfui Deifi
Wie blank die Nerven liegen, hatte sich bereits gezeigt, als Bayerns Agrarminister Helmut Brunner vor dem Gipfel zu den Demonstranten ging. Als er von einem provisorischen Podium zu den Landwirten spricht, stürmte eine Milchbäuerin aus dem Landkreis Landshut, nach vorne. „Schamt's eich. Pfui Deifi", schrie sie. Stefan Mann (Ebsdorfer Grund), Vorsitzender des BDM-Landesverband Hessen: "Es ist gut, dass die Bayrische Landesregierung den Weg erkannt hat. Die Umsetzung ist allerdings nur über die EU möglich und sie muss innerhalb des nächsten halben Jahres erfolgen."
Milchbauern mit dem Rücken an der Wand
„Eine Lachnummer", bilanziert der Langensteiner Landwirt Jürgen Meenken mit Blick auf die von Schmidt zugesagten 100 Millionen Euro. „Rechnerisch sind das etwa 1500 Euro pro Betrieb – ein Tropfen auf den heißen Stein", so der Milchausschuss-Vorsitzende im Deutschen Bauernbund. Einig sind sich Scheller und Meenken, dass der Wegfall der einstigen Mengenbegrenzung eine maßgebliche Ursache für die jetzige Situation ist. Ein weiteres Problem sei die Abnahme- und Weiterverarbeitungskette: „Die Bauern liefern ihre gesamte Milch bei den Molkereien ab, die verarbeiten und vermarkten sie weiter. Und erst nach Wochen erhalten die Bauern ihre finanzielle Vergütung", beschreibt Meenken die Realität. Konsequenz für die Landwirte: „Sie müssen den Preis schlucken, den die Molkereien zahlen, und haben keinen Verhandlungsspielraum. So funktioniert aber keine Marktwirtschaft."
Goldsteig kündigt Nachzahlung für Milch an
Die Lage auf dem Milchmarkt ist alles andere als rosig. Hubert Gastinger, Vorstandsvorsitzender der Ostbayerischen Milchwerke eG, mahnte auf der Vertreterversammlung in Tiefenbach (Landkreis Passau) Lösungen an. Während die Goldsteig GmbH erst ab Mitte 2017 eine Verbesserung erwartet, sieht die Landesanstalt für Landwirtschaft erste Hoffnungszeichen. "Unsere Lieferanten melken sich nicht zu Tode", sagte Hubert Gastinger. Die 2343 Genossen lieferten im letzten Jahr 196,3 Millionen Kilogramm Milch. Dies sei eine sehr moderate Steigerung von 0,8 Prozent.
Dienstag, 7. Juni 2016
Medienecho vom 07.06.2016
Sehen Sie hier eine Auswahl aktueller Medienberichte
http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article207650397/Milchbauern-protestieren-weiter.html
http://www.agrarheute.com/dlz/news/schluss-aussitzen
http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2100621_Milchkrise-Interner-CSU-Streit-und-wuetende-Bauern-Demo.html
http://www.ovb-online.de/streit-milchquote-verschaerft-sich-6467309.html
http://www.n-tv.de/politik/Bauern-gegen-geplante-Loesung-in-Milchkrise-article17873086.html
http://www.br.de/nachrichten/landwirtschaftsgipfel-staatskanzlei-bauern-100.html
http://www.rp-online.de/wirtschaft/bund-und-laender-beraten-ausweg-aus-milchkrise-aid-1.6029499
http://www.bauernmolkerei.de/presse/fragen-und-antworten-zum-milchpreis.html
http://www.agrarheute.com/news/signal-schmidt-demo-agrargipfel
http://www.agrarheute.com/bilder/grossdemo-agrargipfel-horst-mach-milch-chefsache
http://www.suedtirolnews.it/dv/artikel/2016/06/06/milchbauern-protestieren-weiter.html
http://www.agrar-presseportal.de/Nachrichten/Minister-Hauk-MdL-lud-zum-Austausch-mit-Milchwirtschaft-und-Erzeugern_article22421.html
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.milchgipfel-in-baden-wuerttemberg-der-verbraucher-in-der-milchkrise.0705dbf7-1917-4720-8ce8-080fc3ba1638.html
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.milchgipfel-in-baden-wuerttemberg-der-verbraucher-in-der-milchkrise.0705dbf7-1917-4720-8ce8-080fc3ba1638.html
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.milchgipfel-in-weinsberg-fuer-bauern-eine-schmerzlinderung.c606da08-d7e4-40d2-bcad-b0f98bcabe0a.html
http://www.focus.de/regional/baden-wuerttemberg/agrar-politik-und-bauern-bei-baden-wuerttembergs-milchgipfel_id_5597998.html
https://www.ovb-online.de/politik/grosse-kleinen-bauern-6467288.html
https://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/wirtschaft-de-welt/milchgipfel-offenbart-differenzen-zwischen-brunner-und-schmidt-tauziehen-in-der-csu-d1673682.html
http://www.sueddeutsche.de/bayern/preisverfall-streit-um-die-milch-1.3021997
http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/wuetende-bauern-und-ein-erklaerter-buhmann-21705-art1387698.html
http://www.tageszeitung.it/2016/06/06/die-milch-quoten/
http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2099311_Niedriger-Milchpreis-Die-Lust-an-der-Landwirtschaft-ist-weg.html
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5003825/ReweChef_Einfluss-des-Handels-bei-Milchpreis-uberschaetzt
http://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/landwirtschaft-schon-der-dritte-milchhof-im-burgenlandkreis-gibt-auf-24179244
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/kreis-dueren/milchbauer-stellt-das-melken-ein-1.1375781
http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Bauernprotest-in-Ribbeck
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/pralle-euter-leere-kassen-aimp-id11890769.html
http://www.tt.com/politik/landespolitik/11590338-91/milchproduktion-drosseln-auf-kraftfutter-verzichten.csp
https://www.ovb-online.de/politik/gescheitmeier-wollen-nicht-sein-6467307.html
http://www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Bleser-Keine-schnelle-Milch-Loesung-3604017.html
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Die-Idylle-truegt-id37974572.html
http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article207650397/Milchbauern-protestieren-weiter.html
http://www.agrarheute.com/dlz/news/schluss-aussitzen
http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2100621_Milchkrise-Interner-CSU-Streit-und-wuetende-Bauern-Demo.html
http://www.ovb-online.de/streit-milchquote-verschaerft-sich-6467309.html
http://www.n-tv.de/politik/Bauern-gegen-geplante-Loesung-in-Milchkrise-article17873086.html
http://www.br.de/nachrichten/landwirtschaftsgipfel-staatskanzlei-bauern-100.html
http://www.rp-online.de/wirtschaft/bund-und-laender-beraten-ausweg-aus-milchkrise-aid-1.6029499
http://www.bauernmolkerei.de/presse/fragen-und-antworten-zum-milchpreis.html
http://www.agrarheute.com/news/signal-schmidt-demo-agrargipfel
http://www.agrarheute.com/bilder/grossdemo-agrargipfel-horst-mach-milch-chefsache
http://www.suedtirolnews.it/dv/artikel/2016/06/06/milchbauern-protestieren-weiter.html
http://www.agrar-presseportal.de/Nachrichten/Minister-Hauk-MdL-lud-zum-Austausch-mit-Milchwirtschaft-und-Erzeugern_article22421.html
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.milchgipfel-in-baden-wuerttemberg-der-verbraucher-in-der-milchkrise.0705dbf7-1917-4720-8ce8-080fc3ba1638.html
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.milchgipfel-in-baden-wuerttemberg-der-verbraucher-in-der-milchkrise.0705dbf7-1917-4720-8ce8-080fc3ba1638.html
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.milchgipfel-in-weinsberg-fuer-bauern-eine-schmerzlinderung.c606da08-d7e4-40d2-bcad-b0f98bcabe0a.html
http://www.focus.de/regional/baden-wuerttemberg/agrar-politik-und-bauern-bei-baden-wuerttembergs-milchgipfel_id_5597998.html
https://www.ovb-online.de/politik/grosse-kleinen-bauern-6467288.html
https://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/wirtschaft-de-welt/milchgipfel-offenbart-differenzen-zwischen-brunner-und-schmidt-tauziehen-in-der-csu-d1673682.html
http://www.sueddeutsche.de/bayern/preisverfall-streit-um-die-milch-1.3021997
http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/wuetende-bauern-und-ein-erklaerter-buhmann-21705-art1387698.html
http://www.tageszeitung.it/2016/06/06/die-milch-quoten/
http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2099311_Niedriger-Milchpreis-Die-Lust-an-der-Landwirtschaft-ist-weg.html
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5003825/ReweChef_Einfluss-des-Handels-bei-Milchpreis-uberschaetzt
http://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/landwirtschaft-schon-der-dritte-milchhof-im-burgenlandkreis-gibt-auf-24179244
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/kreis-dueren/milchbauer-stellt-das-melken-ein-1.1375781
http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Bauernprotest-in-Ribbeck
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/pralle-euter-leere-kassen-aimp-id11890769.html
http://www.tt.com/politik/landespolitik/11590338-91/milchproduktion-drosseln-auf-kraftfutter-verzichten.csp
https://www.ovb-online.de/politik/gescheitmeier-wollen-nicht-sein-6467307.html
http://www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Bleser-Keine-schnelle-Milch-Loesung-3604017.html
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Die-Idylle-truegt-id37974572.html
Molkerei-Quote bei Bergmilch (Südtirol) und Milchhof Sterzing
Bergmilch führt infolge der Krise auf dem Milchmarkt erstmals genossenschaftsinterne Kontingente ein. Ein entsprechendes Informationsschreiben ist an alle 2.700 Mitglieder abgegangen. In Südtirol ist die Situation zwar noch nicht ganz so dramatisch. Dennoch wächst der Druck auch auf die hiesigen Genossenschaften. „Es handelt sich dabei um einen Schutzmechanismus, damit durch die unkontrollierte Anlieferung von Milch einiger Weniger nicht der Milchpreis für alle anderen gefährdet wird", erläutert Joachim Reinalter. Eine Maßnahme übrigens, für die sich laut Reinalter auch der Milchhof Sterzing entschieden hat.
Streit um Milchquote verschärft sich
Bundesminister Schmidt lehnt Mengenreduzierung durch EU ab – Dissens in CSU. München – Bundesagrarminister Christian Schmidt leistet in der Milchkrise weiter Widerstand gegen die Forderung seiner bayerischen CSU-Parteifreunde nach einer Einschränkung der Milchproduktion durch die EU. Der Bauernverband lehnt wie Schmidt Zwangsmaßnahmen der EU ab. Die Freien Wähler forderten Schmidts sofortige Entlassung.
Sonntag, 5. Juni 2016
Eichsfelder Milchbauern sehen in Zuschüssen nur Mogelpackung
Vom Landwirtschaftsminister sind beide Bauern enttäuscht. Er sieht die Probleme nicht, sagt Hille bitter. Ein Bauernhof stirbt langsam. Über die Zukunft macht sich der Landwirt viele Gedanken. Dass es seinen Kollegen ebenso geht, weiß er. Denn Hille sitzt im Thüringer Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter.
Doch was ist mit den Millionen-Zuschüssen für die Bauern? Die sind eine Mogelpackung, sind sich die beiden Landwirte einig. Das Geld hätte besser eingesetzt werden können. Man muss das Mengenproblem in den Griff kriegen, der Markt muss reguliert werden. Er ist außer Kontrolle, so Heinrich Hille. Und Werner Maulhardt meint: Es ist Blödsinn zu denken, das wäre eine Investitionszulage. In der Situation investiert keiner.
Australien: Milchbauern und Verbraucher vereint gegen Dumpingpreise
Australien ist einer der größten Milchproduzenten der Welt und wichtigster Versorger Asiens - bis jetzt. Denn niedrige Preise bedrohen die Existenz der etwa 6.000 Farmer. Besonders schlimm: Die Preissenkung gilt rückwirkend. Bis die vermeintliche Überzahlung ausgeglichen ist, bekommen die Produzenten lediglich neun Eurocent für einen Liter Milch. Immer mehr Farmen geben auf, schlachten die Kühe und verkaufen das Fleisch. Vier Selbstmorde allein letzte Woche melden die Zeitungen. Doch während in Deutschland der Staat Milliardenhilfen zuschießt, geht Australien einen anderen Weg: Dort solidarisieren sich die Verbraucher mit den Bauern. Die Journalisten haben sich klar auf die Seite der Bauern geschlagen.
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